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Bulgarien mit sechs neuen Bewerbungen für die UNESCO-Welterbeliste

Bulgarien mit sechs neuen Bewerbungen für die UNESCO-Welterbeliste
25.04.2013

Der zweistimmige Gesang in der Stadt Nedelino, das Lied  „Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“ des Gemeinschaftshauses (Chitalishte) „Heilige Kyrill und Method – 1926“ im Dorf Satovcha, das Surva-Volksfest in der Gemeinde Pernik – das sind nur einige der kürzlich vorgestellten Bewerbungen Bulgariens für die Aufnahme in  die Welterbeliste der UNESCO.
Die stellvertretende Kulturministerin Prof. Mila Santova gab bekannt, zur Aufnahme in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes habe unser Land den „Zweistimmigen Gesang in der Stadt Nedelino“  sowie das Lied „Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft “ des Gemeinschaftshauses (Chitalishte) „Heilige Kyrill und Method – 1926“ im Dorf Satovcha vorgeschlagen. Im Bereich Handwerkstraditionen, Hausarbeit en und Erwerbstätigkeiten hat Bulgarien die Chiprovtsi-Teppiche nominiert, im Bereich Traditionsfeste und Bräuche das Surva-Volksfest in Pernik. Zudem wartet Bulgarien mit zwei Bewerbungen für die Liste der guten Praxisbeispiele auf – mit dem Nationalen Jahrmarkt der Volkskunst in Koprivshtitsa, dessen nächste Ausgabe 2015 stattfindet, sowie mit der Chitalishte (Gemeinschaftshaus, Lesestube, Kulturhaus) als einzigartige bulgarische Kulturinstitution.
Alle Vorschläge für die Aufnahme in die UNESCO-Liste würden in Zusammenarbeit mit den örtlichen Gemeinschaften unterbreitet, da die Menschen vor Ort die Traditionsträger sind, fügte UNESCO-Expertin Dr. Lina Gergova hinzu, die in einer der Arbeitsgruppen zur Erstellung von Aufnahmeanträgen unseres Landes für die UNESCO-Welterbeliste mitwirkt.  „Der Aufnahmeantrag für das Lied „Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“ wurde beispielsweise gemeinsam mit den Sängern vorbereitet, die auf diese typische und untraditionelle Weise singen können“, vermerkt Lina Gergova und betonte, die Vorbereitung der Aufnahmeanträge sei zudem ein guter Anlass, um für diese Meisterwerke wunderbares Folklorematerial zusammenzutragen. Gleiches, so Gergova, gelte für den zweistimmigen Gesang in Nedelino.
Der in seiner ursprünglichen Art erhaltene Klang der Zweistimmigkeit von Nedelino sei nirgendwo anders im Land anzutreffen, erklärte der Bürgermeister der Gemeinde Nedelino Stoyan Beshirov. Dieses Phänomen wurde jahrelang von Wissenschaftlern der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften erforscht, genauer gesagt vom Akademiker Nikolaj Kaufmann. Auch wurde über diese Gesangsart ein Film gedreht. Nun hofft der Bürgermeister, dass der zweistimmige Gesang in der UNESCO-Liste des immateriellen Welterbes seinen verdienten Platz findet. Diese Anerkennung für Nedelino und Bulgarien würde zudem ausländische Besucher in das Rhodopen-Dorf locken.

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