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Unterirdisches Museum unter der Sophienkirche sorgt für ungeahntes Besucherinteresse

Unterirdisches Museum  unter der Sophienkirche sorgt für ungeahntes Besucherinteresse
05.07.2013

Das Besucherinteresse an der altertümlichen Nekropole unter der Sophienkirche ist nach wie vor enorm. Auch einen Monat nach deren Eröffnung warten die Menschen geduldig in der Schlange, um das einzigartige Museum unter einem funktionierenden orthodoxen Gotteshaus zu besichtigen.  Die  vier unterirdischen Ebenen unter der Basilika beherbergen 56 Grabmale und vier Kirchen, darunter ein Gotteshaus  aus dem IV. Jahrhundert.  Die rund 20-minütige Besichtigung erfolgt in Gruppen bis zu  8 Personen. Die Ausstellung umfasst Multimedia-Präsentationen mit interessanten Aufnahmen aus der Geschichte des altertümlichen Sakralbaus. Sehenswert sind authentische Gegenstände und Funde sowie ein prächtiges byzantinisches Bodenmosaik aus dem IV. Jahrhundert mit Darstellungen von Zypressen und Tauben. Ebenfalls für Besucher geöffnet ist das Grabmal des Honorius – eines Geistlichen aus Serdika (einer der Namen von Sofia in der Vergangenheit) – am Eingang des funktionierenden Gotteshauses.
Die Basilika „Hl. Sofia“ (VI. Jh.) wurde auf den Fundamenten mehrere älterer Kirchen aus der Römerzeit erbaut, die bei den Einfällen der Goten und Hunnen zerstört wurden. Im II. Jahrhundert befand sich an diesem Ort ein römisches Amphitheater. Die Sophienkirche ist eine dreischiffige Kreuzbasilika mit Vorhalle (Narthex) und dreiwandiger Apsis. Die bis heute funktionierende Sophienkirche ist wie ihre Namensvetterin in Konstantinopel (heute Istanbul) der „Weisheit Gottes“  – der Name des jungen Jesu s Christus – geweiht. Namentlich der Sohn Gottes und nicht die Märtyrerin Sofia wird bereits im XIV. Jh. zum Schutzpatron der modernen bulgarischen Hauptstadt.