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Ökologie

Ökologie

Eine ausgesprochen reichhaltige biologische Vielfalt, Naturparks, einzigartige Naturschauplätze, beeindruckende Höhen und Schluchten, Glazialseen – es ist sehr schwer, die vielgestaltige und herrliche Natur Bulgariens in nur wenige Worte zu fassen. Hier findet jeder Liebhaber der schönen Aussichten und der Nähe zur Natur sein Paradies. Im Land wurden ausgezeichnete Bedingungen für jederart naturnahe Unternehmungen geschaffen – Wanderungen, Gebirgstouren, Vogel-und Tierbeobachtungen, Erkundungen der Pflanzenwelt, Besichtigung von Natursehenswürdigkeiten und viele andere.

Was die biologische Vielfalt betrifft, liegt Bulgarien europaweit auf dem zweiten Platz. Die Pflanzen zählen über 12.360 Arten, einschließlich 3.700 höhere Pflanzenarten. Im Rotbuch Bulgariens sind 763 Arten erfasst. 750 Vertreter der Flora sind als Heilpflanzen gelistet, wobei 70 Prozent der Arten wirtschaftliche Bedeutung zukommt. Und – Bulgarien exportiert jährlich rund 15.000 Tonnen Kräuter. Der Waldbestand beläuft sich auf ca. 4 Millionen Hektar und macht damit 36,85 Prozent des Landesgebiets aus. Unter den Laubwäldern sind vor allem Buchen- und Eichenwälder verbreitet. Eichenwälder wachsen in Höhenlagen bis zu 1.000 m ü.d.M., wogegen Buchenwälder vor allen Mittelgebirgslagen anzutreffen sind. Im Mündungslauf der Flüsse Batova, Kamchia, Ropotamo und Veleka gibt es Auwälder (Longozen). Die natürlichen Laubwälder erstrecken sich in Höhenlagen bis zu 2.200 m ü.d.M. Im Slavyanka- und Pirin-Gebirge wächst die Schlangenhautkiefer; im mittleren Stara-Planina-Gebirge (Balkangebirge), in den West-Rhodopen, im mittleren Pirin-Gebirge sowie im Vitosha-Gebirge – die Rumelische Kiefer.

In Bulgarien sind 27.000 Vertreter der wirbellosen Fauna gelistet, als auch 750 Arten Wirbeltiere, einschließlich 397 Vogelarten, 207 Arten Süßwasser- und Schwarzmeerfische, 94 Arten Säugetiere sowie 52 Arten Kriechtiere und Lurche.

Bulgarien ist in sieben zoogeografische Regionen unterteilt. Vier Regionen sind der Mittelmeer-Subregion zugeordnet - drei der Eurosibirischen Subregion. Im Land sind europäische-, eurosibirische- und Mittelmeerarten gelistet, wobei in Gebieten mit mediterranem Klimaeinfluss auch zahlreiche Reliktarten anzutreffen sind.

Die Höhlenfauna des Landes beläuft sich auf über 100 Arten. Das Schwarze Meer mit seinen Fischressourcen ist Gegenstand von Sportangeln und industriellem Fischfang.

In Bulgarien gibt es 3 Nationalparks – „Pirin“ (UNESCO), „Rila“ und „Zentraler Balkan“ – sowie 11 Naturparks – „Belasitsa“, „Balgarka“, „Vitosha“, „Vratsa-Balkan“, „Zlatni Pyasatsi“, „Persina“, „Rila-Kloster“, „Rusenski Lom“,“ Sinite Kamani“, „Strandzha“ und „Shumen-Plateau“. Um die biologische Vielfalt zu erhalten, wurden 89 Reservate eingerichtet (einschließlich 17 UNESCO-Biosphärenreservate - „Mensch und Biosphäre” – „Ali Botush”, „Bayuvi Dupki- Dzhindzhiritsa”, „Bistrishko Branishte”, „Boatin”, „Chervenata Stena”, „Chuchurene”, „Dzhendema”, „Dupkata”, „Kamchia”, „Kupena”, „Mantaritsa”, „Marichini Ezera”, „Uzunbodzhak”, „Parangalitsa”, „Srebarna”, „Steneto”, „Tsarichina”) und 2.234 Naturschauplätze ausgewiesen.

Zwei der Naturstätten – der Pirin-Nationalpark und das Srebarna-Reservat – sind in der Welterbeliste der UNESCO erfasst.

Der Pirin-Nationalpark wurde zum Schutzgebiet erklärt, um die unvergleichliche Landschaft des Pirin-Gebirges zu erhalten. In den Parkgrenzen befindet sich zudem der älteste Baum Bulgariens – die Baikushev-Schlangenkiefer, die so alt wie der Staat selbst ist – über 1.300 Jahre. Der Park ist reich an einzigartigen Ökosystemen und seltenen Tier- und Pflanzenarten, ein Großteil derer im Rotbuch Bulgariens erfasst ist.

Das Biosphärenreservat „Srebarna“ erstreckt sich über den Srebarna-See und die anliegenden Gebiete. Es stellt einen ausgesprochenen Reichtum an Tier- und Pflanzenarten dar und zählt zu den interessantesten Feuchtgebieten Europas. Über dem Reservat verläuft eine der Zugvogelrouten zwischen Nordeuropa und Zentralafrika – die s.g. Via Pontica. Eine weitere Zugvogelroute ist die Via Aristotelis entlang des Struma-Tals.

Vier der Reservate sind Ramsar-Feuchtgebiete (Ramsar-Konvention über Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung) – „Arkutino“, „Atanasovsko Ezero“, „Durnakulak“ und „Srebarna“. 22 Schutzgebiete wurden von Birdlife International als bedeutsame europäische Vogel-Areale ausgeschrieben – Natursehenswürdigkeit „Alepu-Lagune“, Reservat „Atanasovsko Ezero”, Reservat „Belene-Insel”, Burgasser See, Kap Emine, Reservat „Kaliakra”, Natursehenswürdigkeit Durnakulak, Natursehenswürdigkeit Zaskoto, Donau-Insel (namenlos) bei Nova, Cherna, Reservat „Kamchia”, Stausee „Malko Sharkovo”, Mandrensko Ezero (See), Stausee „Ovcharitsa”, Naturpark „Rusenski Lom”, Areal Shabla-Ezerets, Reservat „Srebarna”, Reservat „Steneto”, Reservat „Valchi Dol”, Reservat „Tsarichina”, Insel Vardim, Natursehenswürdigkeit Yatata.

Um die verborgenen Schätze der bulgarischen Natur zugänglich zu machen, wurden Hunderte Kilometer Öko-Wanderwege („Negovanska“ – entlang der Negovanka-Schlucht, Dorf Emen, Veliko Tarnovo; „Traner Ökowanderweg“ entlang der Erma-Schlucht, Westbulgarien: „Dryanovoer Ökowanderweg“ in der Umgebung des Dryanovo-Klosters, „Vratsaer Ökowanderweg“ im Naturpark Vratsa-Balkan u.a.) mit verschiedenen Rastmöglichkeiten angelegt - Berghütten, Bänke, Beobachtungsstände u.a. Die markierten Gebirgswanderwege belaufen sich auf eine Gesamtlänge von über 37.000 km. Durch das Landesgebiet verlaufen der Europäische Fernwanderweg E3, der Europäische Fernwanderweg E4 „Vitosha-Verila-Rila“ und der Europäische Fernwanderweg E8 „Rila-Rhodopen“.

Wer die Natur kennenlernen- und mehr über die seltenen Tier- und Pflanzenarten erfahren will, wird in den bulgarischen Schutzgebieten oder in den angeschlossenen Besucherzentren fündig. Die National- und Naturparks des Landes haben neben Naturnähe auch spezielle Bildungsprogramme im Angebot. In den parknahen Siedlungsgebieten wurden Besucherzentren eingerichtet.

Über die Sicherheit der Touristen wachen der Bulgarische Tourismus-Verband, der Bergrettungsdienst und das Bulgarische Rote Kreuz.

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