Aladzha-Kloster

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Das Aladzha-Kloster befindet sich schön gelegen 14 km nördlich von Varna, nahe dem Kurort-Komplex Goldstrand und im zentralen Teil des Naturparks „Goldstrand“. Es bestehen keine verlässlichen historischen Aufzeichnungen über die Entstehung des Klosters, jedoch ist bekannt, dass es im 10. – 13. Jh. bereits existierte.
Das Aladzha-Kloster ist eines der wenigen Felsenklöster in Bulgarien, bei dem eindeutig die einzelnen Räume und deren Funktionen identifizierbar sind. Die Räumlichkeiten des Klosters wurden auf zwei Ebenen in einen fast 40 m hohen Kalksandsteinfelsen gehauen. Auf der ersten Ebene befinden sich die Kirche, die Mönchzellen, der Speisesaal, die Küche, eine kleine Friedhofskirche, die Krypta und die Wirtschafträume. Die zweite Ebene stellt eine natürliche Felsnische im östlichen Teil der Anlage dar, wo die Klosterkirche errichtet wurde.
Westlich des Klosters, auf 600-700 m Höhe, befinden sich mehrere Höhlen, die als „die Katakomben“ bekannt sind. Die entdeckten Funde, wie z.B. Keramik, Münzen, Graffiti, u.a. zeigen, dass die Katakomben in der Zeit des frühen Christentums (5.- 6. Jh.) bewohnt waren.
Nach dem Fall Bulgariens unter osmanischer Herrschaft am Ende des 14. Jh. zerfiel das Aladzha-Kloster allmählich und wurde wahrscheinlich im 15.-16. Jh. komplett verlassen.
Der christliche Name des Klosters ist unbekannt. Die Bezeichnung „aladzha“ ist persisch-arabischen Ursprungs und bedeutet „farbenprächtig, bunt“. Der erste Forscher des Klosters schrieb eine Legende nieder, nach der Hl. Spas (Christus Erlöser) Schutzpatron des Kloster gewesen sei.
Heute ist das Aladzha-Kloster eine beliebte Sehenswürdigkeit, die Tausende von Besuchern anzieht. Das Felsenkloster befindet sich im zentralen Teil des Goldstrand-Naturparks, der wegen den seltenen Baumarten unter Schutz steht. Die wunderschöne Landschaft, verbunden mit den christlich-historischen Stätten, bietet sich als Ort zum kulturellen oder Wallfahrts- und Ökotourismus an.
Seit 2009 wird im Aladzha-Kloster ein einzigartiges audio-visuelles Spektakel aufgeführt („Die Legenden vom Aladzha- Kloster“), was einen zusätzlichen touristischen Anreiz für die Besucher Varnas und der Schwarzmeerküste darstellt.
Das Kloster wurde im Jahre 1968 zu einem Baudenkmal von nationaler Bedeutung erklärt.
Außer dem Kloster können die Besucher auch das Museum besichtigen, in dem Modelle ausgestellt sind.
Informationsmaterial und Souvenirs können auf dem Gelände gekauft werden.

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