Blagoevgrad

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Blagoevgrad liegt im Südwesten Bulgariens, ca. 100 km von Sofia entfernt, im s.g. Blagoevgrader Talkessel, ca. 410 m über dem Meeresspiegel.
Die Stadt befindet sich in unmittelbarer Nähe der Südwesthänge des Rila-Gebirges, im Tal der Flüsse Struma und Blagoevgradska Bistritsa.
Westlich der Stadt zeichnet sich das Vorland des Vlahina-Gebirges ab. Regional gesehen, befindet sich die Stadt im äußersten Westen des Rila-Rhodopen-Massivs. Mit einer mittleren Jahrestemperatur von 14°C liegt die Stadt in einer der wärmsten Gegenden des Landes.
Blagoevgrad ist der Ausgangspunkt für Ausflüge zum Rila-Kloster, als auch in die bezaubernde Stadt Melnik. Von hier aus starten die Touristikrouten in das märchenhaft schöne Rila- sowie das Pirin-Gebirge.
Heute ist Blagoevgrad ein Gemeindezentrum mit einer reichhaltigen Geschichte. Spuren aus der Vergangenheit zeugen davon, dass die Blagoevgrader Gegend bereits in der Jungsteinzeit besiedelt war. Im III. Jahrhundert v. Chr. fördern die günstigen Bedingungen die sich hier entwickelnde thrakische Zivilisation. Um die warmen Mineralquellen entsteht eine thrakische Siedlung, die später auch die römischen Eroberer für sich entdecken. In dieser Zeit trägt die Stadt den Namen Skaptopara (oberer Marktplatz), der mit dem thrakischen Stamm der Danthaleten in Zusammenhang gebracht wird, welcher sich am Oberlauf des Struma-Flusses niedergelassen hatte. Etwa im I. Jahrhundert wurden die Thraker von den Römern unterworfen.
Mit der Ansiedlung der Slawen erlebt die Region einen Aufschwung. Diese lassen sich im VI.-VII. Jahrhundert hier nieder und schließen sich unter Khan Presian (836-852) dem Bulgarischen Reich an. Die Eroberung Bulgariens durch die Osmanen unterbricht fast fünf Jahrhunderte lang das schöpferische Wirken der einheimischen Bevölkerung. Ende des XV. Jahrhunderts entsteht im Umfeld der warmen Quellen die heutige Stadt, die 1502 in einem türkischen Dokument unter dem Namen Gorna Dzhumaya erstmals urkundlich erwähnt wird. Unter den osmanischen Eroberern ändert die Stadt ab dem XV. Jahrhundert mehrfach ihren Namen – Dyuma Bazari, Dyuma, Orta Dyuma, Dzhumaya, Gorna Dzhumaya. Unabhängig von ihrem Namen verzeichnete die Stadt eine hohe muslimische Bevölkerungszahl. Hier waren die gesamten islamischen Streitkräfte konzentriert. Der Name Dzhumaya bedeutet – Freitag. Der Freitag war der Tag des feierlichen Gebets und daher Markttag. Über die Unterbringung der Christen in der Stadt erzählt eine Legende, wie ein Bauer hier sein krankes Pferd wiederfand, das mithilfe der Mineralquellen gesundet war.
Zur Zeit der Bulgarischen Wiedergeburt entsteht am östlichen Bistritsa-Ufer der Stadtteil Varosha – der Stadtteil der Bulgaren. Zudem erwirken die Einwohner von Dzhumaya vom Sultan einen Ferman zum Bau einer Kirche. Die Kirche „Mariä Einführung“ (Vavedenie Bogorodichno) wird 1844 in Varosha geweiht und in den folgenden 50 Jahren fertiggebaut und ausgemalt. Ebenfalls im Stadtteil Varosha befindet sich das Haus des Freiheitskämpfers Georgi Ismirliev mit dem Beinamen Makedoncheto (der kleine Mazedonier).

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