Die Grabstätte von Kazanlak

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Im Park „Tyulbeto“ in Kazanlak befindet sich das Original der thrakischen Grabstätte vom ІV.-ІІІ. Jh. v. Chr., bekannt als die Grabstätte von Kazanlak. Sie hat ein spezielles Aufbewahrungsregime. Neben ihr ist eine Kopie im Maßstab 1:1. Diese zeigt die Architektur, die archäologischen Materialien und Wandmalereien der Grabstätte von Kazanlak, die eines der bedeutendsten Denkmäler der thrakischen Kultur auf den bulgarischen Gebieten ist, aufgenommen in die Liste des Weltkulturerbes von UNESCO im Jahr 1979.
Die Grabstätte wurde durch Zufall 1944 in der nordöstlichen Region von Kazanlak entdeckt und stellt ein bemerkenswertes Denkmal der thrakischen Kunst aus der frühhellenistischen Epoche dar.
Ihrem Architekturplan entsprechend gehört sie zu den Kuppelgrabstätten, charakteristisch für die Grabarchitektur von Thrakien vom Ende des V. und Anfang des III. Jhs. v.Chr.
Sie liegt im südlichen Teil eines Grabhügels und besteht aus drei Räumen: einem rechteckigen Vorraum, einem schmalen Ziegelkorridor (Dromos) und einer Ziegelgrabkammer mit einem runden Bauplan und einer glockenartigen Kuppel.
In der Grabstätte fanden zwei Bestattungen statt – von einem Mann und einer Frau, durch Niederlegung des Leichnams, was auf die erhaltenen Gebeine zurückzuführen ist. Laut Archäologen wurde die Grabstätte bereits im Altertum geplündert. In der Grabhügelaufschüttung wurden zwei Tonaskoi (ein Askos ist ein flaches rundes Gefäß mit zwei Griffen) und ein silbernes Kännchen entdeckt. Im Vorraum entdeckte man ein Tongefäß – Oinochoe (Weinkanne)- und die Gebeine eines Pferdes. Im Kuppelraum wurden eine Amphora mit einem spitzen Boden, Tonrosetten mit einer trockenen Vergoldung, ein Bestattungskranz, kleine Teile von Goldschmuck und Fragmente von örtlicher thrakischer Keramik.
Seine Weltberühmtheit verdankt das Denkmal den bemerkenswerten Wandmalereien im Korridor und im Kuppelraum, die einige von den besterhaltenen Werken der antiken Malerei aus der frühhellenistischen Malerei sind. Der unbekannte Maler hat mit vier Grundfarben gearbeitet: Schwarz, Rot, Gelb und Weiß.
Die Wanddekoration ahmt farbig die Vorderseite eines reichen Baus nach, gefliest mit Marmorplatten und abschließend mit Architekturdetails. Die dargestellten Krieger auf der zweiten Friese vom Korridor geben den Zusammenstoß von zwei feindlichen Heeren wieder, wobei an der westlichen Wand eine Kampfszene gezeigt ist. Die Szenen spiegeln ein historisches Ereignis wider, das mit dem Leben des in der Grabstätte bestatteten namhaften thrakischen Herrschers verbunden ist.
Im Kuppelraum in der Mitte der Hauptfriese, gegenüber dem Eingang, sind die Figuren von einer Frau und einem Mann dargestellt, die an einem kleinen, mit Obst bedeckten, Tisch, sitzen, und um sie herum sind ihre Dienstboten dargestellt, die Gaben tragen. Es handelt sich um eine Szene von einem „Beerdigungsschmaus mit einem Festzug“. Das vornehme Ehepaar ist mit Lorbeer bekränzt: ein Merkmal von Heroisierung, breit verbreitet in der hellenistischen Epoche.
Die Wanddekoration am oberen Ende der Kuppel schließt mit einer zweiten kleinen Friese ab, auf der drei Streitwagen dargestellt sind, gezogen von zwei Pferden.
Neben dem Eingang der Kopie der Grabstätte steht ein Geschäft für Souvenirs und Informationsmaterialien.
Die Grabstätte ist ein Teil vom Tal der thrakischen Zaren, das ebenso die Kirchen und die Grabstätten einschließt, entdeckt in den Grabhügeln Golyama Kosmatka, Golyama Arsenalka, Shushmanets, Helvetsiya, Grifoni, Svetitsa und Ostrusha.

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