Dzhumaya Moschee – Plovdiv

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Dzhumaya-Moschee ist das wichtigste muslimische Heiligtum in Plovdiv. Der türkische Name ist Hüdavendigar Camii oder Cuma Camii. Die Moschee befindet sich im Zentrum der Stadt Plovdiv und wurde auf dem Platz der Kathedrale von St. Petka von Tarnovo sehr bald nach der Eroberung der Stadt durch die osmanische Armee (1363 – 1364) erbaut. In der Zeit des Sultans Murad II. (1421 – 1451) wurde das alte Gebäude abgerissen und an ihrer Stelle die heutige Moschee errichtet, die sogenannte Ulu Dzhumaya Moschee – die wichtigste Freitagsmoschee.
Die Dzhumaya ist eine der ältesten osmanischen Kultgebäude auf dem Balkan. Sie gehört auch zu den größten – ein beeindruckendes rechteckiges Gebäude, dessen Innenraum Ausmaße von 33 zu 27 Metern hat. Der Bau zeigt den Einfluss der byzantinischen und altbulgarischen architektonischen Technik – zwei Schichten Ziegelsteine gemauert nach jeder Schicht gemeißelter Steine.
Im Gegensatz zu späteren einkuppeligen Moscheen, ist die Dzhumaya eine der sogenannten mehrkuppeligen. Die Kuppel sind neun an der Zahl und sie sind bedeckt mit Bleiplatten. In der nordöstlichen Ecke der Hauptfassade wurde ein Minarett errichtet, das mit einem diagonalen quadratischen Raster aus roten Ziegelsteinen auf dem Hintergrund von weißem Stuck verziert ist.
Das Innere der Moschee ist mit Fresken mit pflanzlichen Ornamenten verziert – Zweige, Blumen und Gierlanden, in die Medaillons mit Zitaten aus dem Koran eingefügt wurden.
Die Wandmalereien sind vermutlich aus dem späten XVIII. und frühen XIX. Jahrhundert. Analogien zu der internen und externen Architektur der Dzhumaya- Moschee in Plovdiv kann man mit einer der ältesten osmanischen religiösen Denkmäler in Bursa, Edirne und Sofia finden, die im Zeitraum vom XIV. – XV. Jahrhundert gebaut wurden.

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