Museum der Textilindustrie, Stadt Sliven

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Das Museum für Textilindustrie ist eine Zweigstelle des Nationalen Polytechnischen Museums. Es befindet sich in einem denkmalgeschützten Gebäude der Stadt Sliven, auf dem „Stoil Voyvoda“ Platz, Nr. 3.
Inhaltlich ist das Museum gänzlich der Textilherstellung von der Antike bis zur Gegenwart gewidmet und als solches das einzige Museum des Landes.
Die Ausstellung durchzieht sich über acht Räume und präsentiert die Entstehung, die Entwicklung und die Erfolge der Textilmaschinen, des Ingenieurwesens und Maschinenbaus. Die Tour beginnt im zweiten und führt weiter zum ersten Stock des Museums, wo sich die großen Maschinen und Ausrüstungen befinden, die Teil der demonstrativen Führung darstellen.
In einer chronologischen Reihenfolge ist die manuelle und maschinelle Textilherstellung aus der Zeit des frühen Neolithikum (7000 v.Chr.) bis Ende des 19. Jh. und vom 19.J h. bis zu den 70er Jahre des 20. Jh. veranschaulicht. Im Museum kann man Gewichte eines senkrechten Webstuhls aus 7000 v. Chr. sehen, als auch einen wiederhergestellten Webstuhl, der in unseren Gebieten während der Jungsteinzeit verwendet wurde. Dargestellt sind Geräte, Verfahren und Technologien, die für die hauseigene, handwerkliche und industrielle Textilherstellung eingesetzt wurden– Spinnrocken und Spindel fürs Spinnen, primitive Formen des Webens, Spinnräder, usw. Ein besonders Augenmerk wird auf den Beginn der industriellen Revolution in Europa gerichtet, die durch die Erfindung des Schnellschusswebstuhls von John Kay im Jahre 1733, auch als der „fliegende Schütze“ bekannt, gekennzeichnet wird. Eine weitere Erfindung, die als revolutionärer Auftakt für Technik und Technologie bezeichnet wird, wurde im Jahr 1800 vom Franzosen Joseph-Marie Jacquard gemacht. Er fügte eine Automatisierung zum Webstuhl hinzu, die sogenannte Jacquardeinrichtung, durch die jeder Hauptfaden individuell gesteuert werden konnte. Im Museum befindet sich ein funktionierender Jacquard-Webstuhl, von deren Erfindung Sie sich vor Ort selbst überzeugen können.
Ein separater Raum stellt die Handwerke vor, die in Zusammenhang mit der Textilherstellung stehen – Seidenherstellung, die Produktion von grobem Wollstoff, Flechten, Textil-Druck, die Verarbeitung von Ziegenwolle, Teppichknüpfen.
Im ersten Stockwerk sind die Maschinen ausgestellt. Unter den Exponaten befinden sich eine Spinnmaschine von 1937 und ein mechanischer Webstuhl der Marke „Königin Maria Luisa“, in England im Jahre 1943 speziell für den bulgarischen Markt hergestellt.
Zwei weitere Räume sind verschiedenen Modellen von Web- und Strickmaschinen gewidmet. Fast alle Ausstellungsstücke sind intakt und durch eine Vorführung können Sie selbst sehen wie sie funktionieren.
Eine gesonderte Ausstellung ist dem Leben und Wirken von Dobri Zhelyazkov (1800 – 1865) gewidmet, dem Begründer dieser Industrie in Bulgarien.
Im Museum können Informationsmaterial und Souvenirs erworben werden.

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