Naturpark „Rila- Kloster”

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Der Naturpark „Rila Kloster” befindet sich im Gebiet der Rila-Gemeinde und umfasst Mittel- und Hochgebirgsteile des westlichen Rilagebirges. Er liegt auf einer Höhe von 750 m bis 2700 m über dem Meeresspiegel, der höchste Punkt ist der Gipfel Rilets – 2713 m ü d. Meer. Der Park erstreckt sich auf einer Fläche von 25253,2 Hektar und gehört somit zu den größten Naturparks in Bulgarien.
Sein Territorium wurde 1992 zum geschützten Gebiet innerhalb des Volksparks „Rila”(heute „der Nationalpark „Rila”) erklärt und im Jahr 2000 wurde der Park als selbständiges geschütztes Gebiet abgesondert. Innerhalb des Naturparks befindet nimmt das Reservat „Rila-Klosterwald” eine Fläche von 3665 Hektar ein.
Der Park liegt an der Grenze des gemäßigt-kontinentalen und Übergang-Mittelmeerklimas. Mittlere Jahrestemperaturen im Höhenintervall von 2000 – 2500 m ü. M. sind im Intervall 5 – 0 C, und über 2500 m ü. W. – unter Null.
Auf dem Territorium des Naturparks „Rila Kloster” sind 28 Seen gelegen. Am höchsten liegt der erste von den Dyavolskite Ezera (Teufelsseen) (2445 m), und am tiefsten liegt der Suhoto ezero (Trockener See) (1892 m). Hier ist auch der größte von Hochgebirgsseen auf der Balkanhalbinsel – der See Smradlivoto, mit einer Fläche von 21, 2 ha und Tiefe 24 m, gelegen. Den Seen entspringen mehrere Flüsse und Bäche, die den Ablauf des Hauptflusses– der Rilska bilden. Das Gebiet des Naturparkes ist eines der reichsten Gebiete an Wasserressourcen in Bulgarien.
Im Park leben 202 Wirbeltierarten: 5 Fischarten, 11 Amphibienarten, 12 Reptilienarten, 122 Vogelarten und 52 Arten von Säugetieren. 32 Arten von Wirbeltieren sind ins Rote Buch von Bulgarien eingetragen (Liste gefährdeter Arten des Landes). Darunter sind Alpenmolch (Triturus alpestris), Laubfrosch (Hila arborea), Äskulapnatter (Elaphe longissima), Baummarder (Martes martes), Steinadler (Aquila chrysaetos) usw. Die Wirbeltiere, geschützt durch das Gesetz über den Schutz der biologischen Vielfalt, zählen 139 Arten. Von den Vogelarten seien als besonders interessant Gänsegeier (Gyps fulvus) und der Mönchsgeier (Aegypius monachus), Östliche Kaiseradler (Aquila heliaca) und Zwergadler (Hieraaetus pennatus) zu nennen.
Es kommen hier 1400 Arten höhere Pflanzen vor, besonders zu erwähnen seien Götterprimel (Primula deorum), Glockenblume (Campanula transsilvanica) und Virginischer Tabak (Nicotiana tabacum); 164 Moosarten; 203 Arten von Heilkräutern.
Für die Touristen sind mehrere Wanderwege durch das Parkgelände angelegt:
– Rila-Kloster – Kyrill Wiese– Suhoto ezero – Kobilino Branishte
– Rila-Kloster – Ribni ezera (Fischseen) – Smradlivoto ezero (stinkender See)
– Rila-Kloster – Maljovitsa
– Rila-Kloster – die Sieben Rila Seen
– Rila-Kloster – Radovichka Fluss – Hütte „Makedonija”
– Internationale Touristenroute Е -4: Pyrenäen – Alpen – Olympus
Alle diese Routen sind deutlich bezeichnet und farblich markiert von der Parkdirektion. Für wissensbegierige Touristen hat die Parkdirektion thematische Bildungsrouten vorgesehen. Es gibt auch einen Ökopfad „Alte Eisenbahn”.
Am Zugang zum Park befindet sich die Stadt Rila. Inmitten des Parks liegt das bedeutendste Denkmal der bulgarischen Kultur und Geistigkeit – das Rila-Kloster. Es wurde im X. Jh. vom Einwanderer Hg. Ioann aus dem Dorf Skrino gegründet, und bekam später den Namen Rilski. Im Jahre 1983 wurde das Rila-Kloster in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen.
In der Umgebung des Klosters liegen zwei Metochien – Metochion Orlitsa, Metochion Pchelino. „Orlitsa” liegt 3 km von der Stadt Rila, abseits der Asphaltstraße zum Rilakloster. Das ist eines der ältesten Metochion im Rilakloster. Im Kirchenhof wächst eine der ältesten Weinreben in Bulgarien, die in den 20-er Jahren des XIX. angepflanzt war. Das Metochion Pchelino diente als wirtschaftliches Gehöft des Rila-Klosters, wo Wirtschafts- und Forsttätigkeiten betrieben wurden.
Im Nordosten vom Kloster, hoch im Gebirge gelegen, befinden sich zwei weitere bauhistorische Anlagen: Einsiedelei „Der heilige Iwan von Rila”, wo sich ursprünglich das Grab des Heiligen befand, sowie die Einsiedelei „Hl. Luka“. Hier befand sich die erste weltliche Schule, die im Jahre 1843 von Neofit Rilski gegründet wurde.

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