Naturpark „Russenski Lom“

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Der Naturpark „Russenski Lom“ erstreckt sich 20 km südlich von der Stadt Russe und trägt den Namen des Flusses Russenski Lom, der letzte, rechtsliegende Nebenfluss der Donau. Er steht unter Naturschutz seit 1970 und seine Gesamtfläche beläuft sich auf 3408 Hektar.
Schöne Flussterrassen, steile Felsen, Höhlen, Felsenformationen, die reiche Biodiversität und die historischen Denkmäler verwandeln den Park in ein außergewöhnliches Ausflugsziel. Darüber hinaus bietet der Russenski Park Möglichkeiten zur Forschung, sowie zum aktiven und Ökotourismus.
Die Verbindung von Felsen, Wäldern, Flüssen, Höhlen und Wiesen ist der Grund für eine außergewöhnliche Biodiversität. Die Flora des Parks zählt 902 Arten. Die Fauna stellt sich zusammen aus 10 Amphibienarten (5 davon stehen unter Naturschutz), 19 Reptilien, 22 Arten von Fischen, Krebsen, Schnecken und Flussmuscheln, und 66 Säugetierarten. Den größten Reichtum stellen die 190 Vogelarten dar, von denen 110 im Park nisten. Hervorragende Bedingungen finden hier die in Felsen nistenden Vögel, wie z. B. der Steinadler (Aquila chrysaetos), der Schmutzgeier (Neophron percnopterus), der Adlerbussard (Buteo rufinus), die Rostgans (Tadorna ferruginea), der Sakerfalke (Falco cherrug), u.a.
Die zahlreichen, speziell eingerichteten Routen erlauben den Besuchern die Vielfalt des Parks kennen zu lernen. Die „Gramovets“ Route ermöglicht die Erkundung der schönen Landschaft, die reich an biologischer Vielfalt und historischen Objekten ist. Die Route beginnt am archäologischen Reservat „Ivanovo Felsenkirchen“ und führt über dichte Vegetation zur Stelle, wo die Flüsse „Beli“ und „Cherni Lom“ zusammenfließen, die zugleich den Beginn des Russenski Lom Flusses markiert. Ein Wanderweg, der mit dem Schwierigkeitsgrad „schwarz“ gekennzeichnet ist, durchzieht sich unterhalb von beeindruckenden Felsenmassiven, die von seltenen Vogelarten bewohnt sind, und erreicht eine Raststelle mit Grillplatz. Die Länge der Route beträgt 12 km.
Die „Dendropateka“ Route macht den Besucher mit den Pflanzenarten des Parks vertraut. Die Gesamtlänge dieser Tour beträgt 6 km und ihr Anfangspunkt liegt im Dorf Nisovo. Die Route beginnt mit dem Aufstieg entlang eines breiten Pfads bis zu einem Felsenplateau, das einem Panoramablick auf den Malki Lom Fluss bietet. Man läuft auf einem schwarzmarkierten ebenen Pfad und entlang der Strecke überquert man eine Brücke und geht an gekennzeichneten Feuerstellen vorbei. Die Besucher können über 20 heimische Baum- und Straucharten beobachten, die zur Erleichterung durch Informationstafeln gekennzeichnet sind. Nach Wunsch kann die Tour um 4 km verlängert werden bis man das „Golyam Nisovski“ Kloster erreicht, wo eine Raststelle eingerichtet ist.
Ein weiterer Wanderweg führt zur alten Ulme beim Dorf Nisovo. Die Route beginnt ebenfalls im Dorf, jedoch an seinem östlichen Ende. Die 6 km lange Tour führt an einem christlichen Friedhof aus dem 17. Jh. vorbei, geht die Felsen aufwärts an den Fischteichen des Dorfes entlang, weiter in östlicher Richtung bis zu einer Aussichtsplattform am oberen Teil der Felsen, von wo aus sich ein Panoramablick auf die Überreste des Dorfes Galitsa erstreckt. Der Weg geht dann abwärts bis zum Fluss, wo sich eine weiße, Jahrhunderte alte Ulme und eine Raststelle befinden und endet an einer zerstörten Wassermühle. Von April bis Oktober können Fledermäuse bei der Jagd von der „Beli Lom“ Brücke aus beobachtet werden.
Auf dem Gebiet des Russenski Lom Parks befinden sich die Ivanovo Felsenkirchen, die unter UNESCO-Schutz stehen.
Eine spezielle Tour macht die Besucher mit der Geschichte der Felsenkirchen und dem Naturpark vertraut. Die Route ist 9 km lang und beginnt im Dorf Ivanovo. Man geht vom Bahnhof durchs Dorf Ivanovo entgegen der Flussrichtung von Russenski Lom, entweder entlang der Straße bei Gargalov Yalak, oder auf der Straße von Russe in Richtung von den Ivanovo Feslenkirchen. Man erreicht den Parkplatz vor den Kirchen, wo ein Reiseleiter des Regionalen Historischen Museums von Russe durchgehend zur Verfügung steht.
Die letzte Route ist ebenfalls historisch angelegt: Ein Spaziergang in und um die Festung Cherven. Er beginnt im Dorf Cherven, über den Parkplatz vor der Festung und die Stufen hoch bis zum Eingang der Festung Cherven. Man kann Felsnischen besichtigen, die zur Gewinnung von Salpeter genutzt werden. Erhalten geblieben sind die Fundamente von 13 Kirchen, einer feudalen Burg und eines von zwei original mittelalterlichen Militärtürmen Bulgariens. Entlang des Flusses und über einer Treppe erreicht man den Westteil der Festung. Man kann ebenfalls eine authentische Wasserversorgungsanlage der Festung sehen. Vor Ort steht ein Reiseleiter des Museums von Russe zur Verfügung.
Alle Routen sind gut gekennzeichnet und wenn Sie strikt den Markierungen folgen, benötigen Sie keinen Reiseleiter des Naturparks.
Eine Führung in Begleitung eines Reiseleiters kann nur bei Voranmeldung stattfinden. Innerhalb des Parks sind die Jagd und das Anzünden von Feuer, außerhalb der dafür eingerichteten Stellen, verboten.
In Geschäften der bewohnten Ortschaften auf dem Territorium des Parks werden Informationsmaterial und Souvenirs verkauft.

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