Regionales Geschichtsmuseum, Stadt Sliven

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Das Regionale Geschichtsmuseum Sliven befindet sich in einem schönen Gebäude an der Hauptstraße der Stadt. Es ist eine der ältesten Institutionen in Sliven. Gegründet wurde es 1913 als Museum des Gemeinschaftshauses (Chitalishte) „Zora“.
Die erneuerte Museumsausstellung „Schätze – Museum – Erinnerung“ wurde am 12. Mai 2008 anlässlich des 130. Jubiläums des Museumswesens und des 95. Gründungsjubiläums des Museums eröffnet.
Die Exposition enthält Originalstücke aus dem Museumsfundus, darunter Exponate von internationaler Bedeutung. Sie vermitteln einen Einblick in das Leben der Menschen aus der Slivener Region vom Neolithikum (VI. Jahrtausend v. Chr.) bis in die Gegenwart. Die Ausstellungsstücke sind nach Sammlungsprinzip geordnet.
In den Ausstellungsräumen der 1. Etage sind eine Marmor- und eine Bronzeplastik aus der Römerzeit, Gegenstände und Schmuckstücke aus Knochen aus der Antike bis zum Mittelalter zu sehen. Eines der bedeutendsten archäologischen Denkmäler ist eine Sockelinschrift zu Ehren von Zeus. Interessant ist auch die kleine Bronzeplastik – Applikationen, Statuetten, medizinische Instrumente u.a.
Die Sammlung von Arbeitswerkzeugen zeigt Handwerkerutensilien und landwirtschaftliche Geräte aus der Antike und dem Mittelalter. In diesem Teil der Exposition sind Bronzegefäße, Keramik sowie Waffen aus der Bronzezeit, der Antike und dem Mittelalter zu sehen, die im Umkreis von Sliven freigelegt wurden.
In der 2. Etage wird eine Sammlung von Schmuckstücken und Gefäßen aus geschmiedetem Kupfer gezeigt. Einzigartig ist die Sammlung von Waffen aus der Zeit der bulgarischen Wiedergeburt – der Säbel von Panayot Hitov (bulgarischer Revolutionär, 1830 – 1918), Krummschwerter (Yatagane), ein Feuersteinmechanismus sowie verschiedene Arten Feuerwaffen.
Im letzten Stockwerk sind die Funde aus dem s.g.“Tal der thrakischen Könige“ zu sehen, die im Sommer 2007 von der archäologischen Expedition unter Leitung des berühmten Professors Georgi Kitov (1943 – 2008) freigelegt wurden. Gezeigt werden luxuriöse Keramik-Gefäße, Grabbeigaben, Schmuck für Pferderüstungen, Amphoren u.a. Den höchsten künstlerischen Wert haben zwei silberne Rhyta. Ferner ist hier die zweite in Bulgarien gefundene, thrakische Goldmaske ausgestellt, zwei goldene Trinkschalen, in denen Wein serviert wurde, sowie einen Siegelring. Beeindruckend sind ein für Thrakien unbekanntes Rhyton mit Pferdekopf und Hahnenkörper sowie ein Silberhelm – der landesweit einzige aus dieser Metallart.
Dem Regionalen Geschichtsmuseum Sliven sind folgende Objekte angeschlossen:
Haus-Museum „Hadzhi Dimitar“ – Museumskomplex, einschließlich dem Geburtshaus des legendären Slivener Wojwoden Hadzhi Dimitar (1840 – 1868) und dem Gasthaus seines Vaters, sowie einer den Wojwoden Hadzhi Dimitar und Stefan Karadzha (1840 – 1868) gewidmeten Ausstellung
Haus-Museum „Slivener Lebensstil“ – ein typisches Haus aus der Zeit der bulgarischen Wiedergeburt (XIII. – XIX. Jahrhundert), offen und symmetrisch mit Söller (Cherdak), erbaut von unbekannten Tryavnaer Meistern in einem der ältesten Slivener Stadtviertel – Kaftandzhiyska mahala.
Museumssammlung „Dobri Chintulov“ – Fotografien und Dokumente sowie Originalgegenstände des bekannten Wiedergeburts-Dichters Dobri Chintunov (1822 – 1886) vermitteln eine typische Atmosphäre der damaligen Zeit und zeigen Etappen seines Lebens sowie seiner öffentlichen und schöpferischen Tätigkeit.
Die frühbyzantinische und mittelalterliche Festung „Tuida“ ist ein archäologisches Denkmal aus der Spätantike. Sie befindet sich auf dem Hisarlaka-Hügel im Nordosten von Sliven, von dem sich ein unvergleichliches Panorama auf die majestätischen „Sinite kamani“ (Blaue Steine) und die Stadt eröffnet. Gegenwärtig ist die Festung für Besucher geschlossen.

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