Kazanlak

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Die Stadt Kazanlak liegt im physischen Zentrum von Bulgarien, im westlichen Teil des Talkessels von Kazanlak. Die Bevölkerung zählt ungefähr 82 000 Menschen. Die Stadt ist das Zentrum des Rosentals und der thrakischen Zaren und ein attraktives touristisches Ausflugsziel. Hier befindet sich die größte und am besten erhaltene thrakische Grabhöhle, die in das Verzeichnis von UNESCO aufgenommen wurde – Die Grabhöhle von Kazanlak genauso wie auch das Museum der Rose. In der Umgebung von Kazanlak gibt es zwei Reservate und 5 geschützte Bereiche, zahlreiche erstaunliche Naturschöpfungen und jahrhunderte alte Wälder. Die Stadt befindet sich im Bereich des größten und außergewöhnlich schönen Reservats im Balkangebirge – „Dzhendema“, eingeschlossen in den Nationalpark „Zentralen Balkan“. Die Grenzen des Parks erreichen im Westen fast bis Kazanlak.
Rosa Damascena, oder die ölhaltige Rose, ist der größte Reichtum in der Region von Kazanlak. Sie wurde vor hunderten von Jahren aus Asien auf der bulgarischen Erde eingeführt. Heute ist sie eins der Symbole von Bulgarien. Unter dem Einfluss von den besonderen Klima- und Bodeneinflüssen hat sie sich langsam zu einer eigenen Art entwickelt, die sich von den ölhaltigen Rosen unterscheidet, die in anderen Ländern gezüchtet werden. So hat sie Anfang des XIX. Jhdt. den Namen „Kazanlashka“ ölhaltige Rose erhalten, und das Tal der Vorgebirge heißt seit dem Rosental.
Zusammen mit der Herstellung des Rosenöls hat auch der Handel mit ihm eine führende Rolle beim Lebensunterhalt und Wohlstand der Region gespielt. Die ersten Rosenhändler, die offiziell erwähnt wurden, haben Rosenöl nach Deutschland und Österreich- Ungarn im Jahre 1771 und in den folgenden Jahren importiert.
Das Museum der Rose wurde 1984 gegründet, mit einem Teil aus der Stiftung des historischen Museums in der Stadt. Die Ausstellung ist auf drei Hauptsäle verteilt, wo originale Bilder und Dokumente über die Entwicklung der Rosenherstellung in der Renaissancezeit (XVIII. – XIX. Jhdt) und in den Anfängen des XX. Jhdt. genauso wie Werkzeuge für die Bearbeitung der Rosengärten, Behälter zur Aufbewahrung und Transport des Rosenöls und Rosenwassers ausgestellt werden. Das Museum der Rose erfreut sich außergewöhnlichem Interesse von Seiten bulgarischer und ausländischer Touristen.
Mehr über die Rosenherstellung und diese Erwerbstätigkeit kann man im ethnografischen Komplex „Kulata“ (der Turm) anschauen, welches nur 1 km vom Zentrum der Stadt entfernt liegt. Hier kann man nach voriger Anmeldung Darstellungen von alten örtlichen Gewohnheiten beobachten, sowie abwechslungsreiche Speisen und Getränke probieren, die aus der ansässigen kazanlashka Rose hergestellt wurden.
Auch heute ist die Rosenernte noch eins der wichtigsten Ereignisse in dem Rosental in Bulgarien, was mit vielen Festen begleitet wird.
Das Fest der Rose ist eins der sehenswürdigsten Festivals in Bulgarien, gewidmet der Schönheit und der Pflanzen. Zum ersten Mal im Jahre 1903 begangen, wird das Fest seit dem jedes Jahr am ersten Wochenende im Juni gehalten. Das ist die Zeit, in der die ölhaltige kazanlashka Rose blüht. Heute ist das Fest der Rose zur internationalen Feier geworden, bei dem sich tausende Touristen und Besucher der Stadt vergnügen. Das Programm enthält die Wahl und Entwurzelung der Rosenkönigin, das Ritual „Rosenernte“ und „Rosenöldestilation“, ein Karnevalsumzug, internationales Folklore Festival „Die Jugend der Balkangebirge“ und andere.
Unter den interessanten Sehenswürdigkeiten der Stadt befindet sich auch das Haus des hervorragenden bulgarischen Schreibers, Maler und Gesellschaftsfunktionärs Dimitar Chorbadzhiyski – Chudomir (1890 – 1967). Das Haus wurde ein Jahr nach seinem Tod zum Museum erklärt – im Jahre 1968. Es hat den Stand eines historischen und kulturellen Denkmals von nationaler Bedeutung mit dem Beschluss Nr. 15 des HSOPK/ 03.12.1998. In seiner heutigen Form wurde die Museumsanlage im Jahre 1979 eröffnet und beinhaltet das Haus von Chudomir und eine künstlerisch-dokumentale Ausstellung, die auf drei Säle mit Gesamtfläche von 300 qm. verteilt ist. Hier werden mehr als 15 000 originale handgeschriebene Notizen, Zeichnungen, Skizzen, Briefe, Bücher und persönliche Dinge von Chudomir und seiner Ehefrau – die Künstlerin Mara Chorbadzhiyska – aufbewahrt. Das ist das einzige Kunst- Literatur- Museum in Bulgarien. Es ist der Sitz der hochangesehenen kulturellen Stiftung „Chudomir“.
In Kazanlak kann man alles erleben – man kann sich erholen, die Region erforschen und sich vergnügen. Das Tal kann auch große Abwechslung in Bezug auf Vorlieben für Komfort und Bedienung bieten . Von der professionellen Bedienung in den Hotels in der Stadt und der Umgebung, die warme familiäre Atmosphäre und ungezwungene Umgebung der Gasthäuser in den Dörfern der Gemeinde, bis zur Vereinigung und Flucht durch die Stille des Waldes der Gebirgshäuser.
Die Restaurants bieten eine reiche Auswahl an Speisen, und in den Häusern für Gäste wird Essen angeboten, das in häuslicher Umgebung und mit Produkten aus dem Garten der Besitzer bereitet wurde.
In Kazanlak und der Region können vielzählige touristische Ausflüge organisiert werden: „Durch das Rosental“, „Geschichte“, „Kran – Buzludzha“ und andere.
Es werden auch Touren zum Tal der thrakischen Zaren organisiert – die Tempel und Grabstätten in den Hügeln Ostrusha, Golyama Kosmatka, Golyama Arsenalka, Grifonite, Helvetia, Shushmanets und Svetitsata. Die einzigartigen Fundstücke, die dort entdeckt wurden, kann man im historischen Museum „Iskra“ betrachten.

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