Vrachanski-Balkan

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„Vrachanski Balkan“ wurde im Jahre 1989 zum Volkspark und mit dem Beschluss Nr. 987/ 13.11.2003 zum Naturpark erklärt. Der Park umfasst ein weites Territorium im Nordwesten Bulgariens und fast das ganze Vrachanska Gebirge.
Das Gebiet des Naturparks, welches sich über eine Fläche von 28 844 Hektar ausbreitet, ist reich an Tier- und Pflanzenarten. Im roten Buch von Bulgarien (Verzeichnis der gefährdeten, aussterbenden und ausgestorbenen biologischen Arten, die auf dem Territorium des Staates leben) findet man 57 Arten von höheren Pflanzen, die auch auf dem Gebiet des Parks gefunden wurden. Von denen gibt es acht Arten, die in die Kategorie „gefährdet vom Aussterben“ fallen, so wie zum Beispiel der zarte Streifenfarn (Asplenium lepidum) und das langblättrige Hasenohren (Bupleurum longifolium).
Im Naturpark gibt es vorherrschend Eichen- und Buchenwälder. Man findet mehr als 180 Vogelarten, 157 davon sind geschützte Arten nach dem Gesetz für biologische Vielfalt. Im Park nisten der schwarze Storch (ciconia nigra), der Steinadler (Aquila Chrysaetos), der Grünspecht (Picus viridis) und andere. Von den Säugetieren kann man Rehe, Wildkatzen, Dachse, schwarze Stinktiere und andere Arten treffen.
Im Monat Mai und Juni kann man auf dem Territorium des „Vrachanski Balkan“ mehr als 170 Wasserfälle sehen, von denen führen nur 17 ganzjährig Wasser. „Skaklya“ ist der höchste unregelmäßig fließende Wasserfall in Bulgarien – 141 m. Er befindet sich ungefähr 10 km nördlich von der Stadt Svoge. Der Wasserfall wurde zur Natursehenswürdigkeit mit dem Beschluss Nr. 3794 vom 11.10.1965 erklärt und auch in das Verzeichnis für geschützte Territorien und geschützte Zonen in Bulgarien aufgenommen. Ein anderer interessanter Wasserfall ist der „Borov Kamak“ (Kieferstein) – seinen Namen verdankt er dem Vorkommen der schwarzen Kiefer in dem Gebiet. Der Wasserfall hat eine Höhe von 63 m und befindet sich in der Region des Dorfes Zgorigrad.
Auf dem Gebiet des Parks befindet sich die Natursehenswürdigkeit „Vratsata“. Das ist ein natürliches Felsengebilde – 400 Meter abfallende Kalksteinfelsen – die höchsten auf der Balkanhalbinsel. Hier kann man auch die Überbleibsel der mittelalterlichen Burg Vratitsa (oder Vratsata) (X. – XII. Jhdt.) anschauen. Der Zugang zu den Felsen ist eingeschränkt. Der Wanderweg Vratsata verläuft teilweise auf der Landstraße, die zur Ledenika-Höhle führt. An den senkrechten Felsen von Vratsata gibt es über 140 bergsteigende Wege (zum Klettern) mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad.
Mit dem abwechslungsreichen Relief und seiner Nähe zur Stadt Vratsa und den vielen kleinen bewohnten Orten auf seinem Territorium, ist der Naturpark „Vrachanski Balkan“ einer der begehrten Plätze für Öko- und Bergtourismus. Gegenüber vom Dorf Lyutibrod befindet sich die Natursehenswürdigkeit Ritlite. Das sind vier parallel verlaufende aufeinander gestellte steinerne Wände. Ansässige haben sie Ritli genannt – (Wagenleiter beim Ochsenwagen), und an deren Zacken kann man Überbleibsel von Festungsmauern erkennen. In der Nähe der Ritli befindet sich das Gebiet Rashov Dol (die Weise von Rasho) – ein historischer Ort, in Verbindung mit den Aprilaufständen gegen die osmanische Macht im Jahre 1876. Im oberen Teil auf der Wiese wird der authentische Pferch aufbewahrt, bei dem die Schlacht geführt wurde. Dort gibt es auch eine steinerne Überdachung, und weiter unten ist die Gedenkplatte aufgestellt, die an die gefallenen Aufständischen erinnert.
Lakatnishkite Felsen sind ein weiteres Naturschutzgebiet in dem Park mit vielen alpinen Kletterrouten. Die Felsen sind auf dem linken Ufer des Flusses Iskar. In dieser Region befinden sich die Höhlen: Temnata Dupka (die finstere Grube) und Razhishtkata-Höhle.
Etwa 4 km vom Dorf Osenovlag entfernt befindet sich das Kloster von Osenovlag „Heilige Jungfrau“, auch bekannt als die Sieben Throne. Es wird angenommen, dass das Kloster während des Zweiten Bulgarischen Reiches (1185 – 1393) gegründet wurde. Der Legende nach, wurde das Kloster von sieben Bojari mit ähnlichen architektonischen Lösungen gegründet. Im Kloster kann man auch übernachten.
Im Stadtviertel Bistrets von Vratsa befindet sich ein anderes Kloster -“St. Ivan Pusti“, das ist auch bekannt unter dem Namen Bistrechki-Kloster.
Auf dem Gipfel Okolchitsa (1048m), den man auch auf dem Territorium des Naturparks findet, erhebt sich ein steinernes Kreuz als Gedenken an den Hristo Botev (1848 – 1876) und seine Schar zur Zeit des Aprilaufstandes im Jahre 1986. Jedes Jahr werden am 2. Juni, das Datum an dem Botev gefallen ist, am Fuße des Denkmals nationale Feste zum Gedenken an die Gefallenen gehalten. In 2 km Entfernung vom Gipfel Okolchitsa in dem Gebiet Yolkovitsa, auf dem Gipfel Kamarata, liegt der Richtplatz von Hirsto Botev.
Auf dem Gebiet des Naturparks Vrachanski Balkan sind 16 touristische Wanderwege ausgewiesen, die durch unterschiedliche Territorien und Natursehenswürdigkeiten führen. Es wurden auch 8 Erziehungswanderwege ausgearbeitet – auf jedem von ihnen sind Informationsschilder entsprechend dem Thema des Wanderweges aufgestellt – „In der Welt der Ökologie“, „Bergsteigen für Anfänger“, „Waldwanderweg der Märchen“, „Voevodinov Dol – Skaklya – Stadt Vratsa“, „Karst und der biologische Abwechslungsreichtum“, „Der Wald- Platz für Leben und Empfang“, „Auf den Spuren der Schar von Botev“, „Antike und mittelalterliche Vratitsa“. Im Vrachanski Gebirge gibt es auch drei ausgezeichnete Fahrradwege mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad.
Informationen über die markierten Wege, Fahrradwege, Führer, bewohnte Gebiete und Unterkunftsmöglichkeiten können Touristen im Naturschutzzentrum „Natura“ erhalten. Außer Informationen werden in dem Zentrum auch Vorträge über den Naturpark und oft auch Gastausstellungen angeboten. Das Zentrum organisiert Ausbildungen und Seminare, Reitausbildungen, Luftspaziergänge mit Hängegleitern und anderes.

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