Archäologie-Anlage Kaleto-Mezdra

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Eine neue Touristenattraktion auf einer felsigen Anhöhe am linken Iskar-Ufer bewahrt Spuren aus 70 Jahrhunderten Geschichte. Die Überreste der Kaleto-Festung sind im südwestlichen Teil der Stadt Mezdra zu sehen. Die Festung thront auf einem Felsmassiv über dem Iskar-Fluss. Gelegen ist sie an einem strategischen Standort, wo sich wichtige Straßen kreuzten, die die Donau-Ebene mit der Sofioter Hochebene und Ost- mit Westbulgarien verbanden.
Erhalten sind Überreste von zwei befestigten Siedlungen aus der Kupfersteinzeit, die verheerenden Bränden zum Opfer fielen. Dieser Zeitabschnitt umfasst das Ende des V.- sowie die erste Hälfte des IV. Jahrtausends v. Chr. Die zahlreichen Fundstücke aus den Ausgrabungen an der Kaleto-Festung belegen, dass die Siedlung bei Mezdra Ende der Kupfersteinzeit zu einem Handwerkszentrum aufstieg. Einer dieser Funde – das Tour-Heiligtum (Svetilishte na Tura) – ist in Bulgarien einzigartig. Die Geschichte der Kaleto-Festung zieht sich durch die Jahrhunderte. Mitte des II. Jh. gab es hier eine römische Festung, im III. Jh. ein heidnisches Kultzentrum sowie im IV.-VI. Jh. eine befestigte Siedlung, die auch in der spätrömischen und byzantinischen Epoche weiter ausgebaut wurde.
Die Archäologie-Anlage Kaleto-Mezdra umfasst die gleichnamige antike und mittelalterliche Festung, die jahrelang Gegenstand wissenschaftlicher Ausgrabungen war. 2013 wurde die Anlage restauriert und im Rahmen des EU-geförderten Projekts „Geschichte, Kultur und Natur – Tourismusattraktionen der Gemeinde Mezdra“ als Tourismusattraktion umgestaltet. Ein Teil der Ausgrabungsfunde ist in einer ständigen Ausstellung exponiert, in der das Modell der römischen und spätantiken Kaleto-Festung (II.-V. Jh.) einen zentralen Platz einnimmt. Hier sind archäologische Funde und Überreste aus den fünf verschiedenen historischen Epochen zu sehen, in denen die Festung existierte. Ein weiteres Gebäude beherbergt die Werkstätten örtlicher Handwerker, ein Informationszentrum sowie einen Souvenirladen.
Ein Besuch der restaurierten Festung kann mit Besichtigungen weiterer interessanter Stätten im Umland von Mezdra und Vratsa kombiniert werden. 7 km weiter ist die Govedarnika-Gegend mit 30 kleinen Höhlen und Nischen in 40 m hohen Felsen gelegen, in denen Felsbilder mit figurativen, anthropomorphen und abstrakten Abbildern entdeckt wurden. In 11 km Entfernung befindet sich das Felsphänomen „Ritlite“ (Wagenleitern), 31 km weiter lockt die bekannte Ledenika-Höhle. Auch das malerische Cherepish-Kloster „Mariä Himmelfahrt“, das nur 14 km von der Kaleto-Festung entfernt liegt, ist einen Besuch wert.

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