Architektur-historisches Reservat Bozhentsi

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Das heimelige Gabrovoer Dorf Bozhentsi ist eines der schönsten Architekturreservate Bulgariens. Es liegt 15 Kilometer östlich der Stadt Gabrovo und beeindruckt mit seinen gut erhaltenen Wohnhäusern und öffentlichen Gebäuden aus der Zeit der bulgarischen Wiedergeburt.
Einer alten Legende zufolge sei das Dorf von einer Aristokratin aus der damaligen Reichshauptstadt Tarnovo mit Namen Bozhana gegründet worden. Sie sei nach der Einnahme Bulgariens durch die Türken und dem Tod ihres Mannes mit ihren Kindern hierher geflohen. Ihr Name sei zum Namen des Dorfes geworden. Ihr seien weitere reiche Bürger von Tarnovo gefolgt, die eine reiche Kultur und Traditionen mitbrachten.
Im 18. und 19. Jahrhundert waren die Haupterwerbszweige der Dorfbewohner Handel und Handwerk. Vom einstigen quirligen Leben ist heute nichts mehr übrig – Bozhentsi ist im 19. Jahrhundert eingeschlummert.
Es beeindrucken die zwei- und dreistöckigen Häuser mit ihrer einzigartigen Architektur. Mehr als 100 Gebäude des Dorfes haben ihr authentisches Antlitz bewahrt. Heute ist Bozhentsi eine beliebte Destination für Öko- und Dorftourismus.
Einige der Häuser von Bozhentsi wurden in Museen verwandelt. Im Haus der Großmutter Rayna wurde eine ethnographische Ausstellung mit Exponaten aus dem 18. Jahrhundert untergebracht. Die Lebensweise der örtlichen Bevölkerung aus dem 19. Jahrhundert ist hingegen im Museumshaus „Doncho Popa“ dargestellt.
Mehr über die Geschichte des Dorfes, das Reservat und die bedeutenden Familien von Bozhentsi erfährt man in einer Ausstellung, die mit „In der Geschichte bleiben die Tausendsassa und die großzügigen Stifter“ überschrieben ist. In der „Mengemata“-Werkstatt wurde einst Wachs gereinigt – eine Presse zur Wachsreinigung aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts dokumentiert dieses Gewerbe. Eine weitre interessante Ausstellung ist in der Zellen-Schule untergebracht. Darin ist ein typisches Klassenzimmer aus dem 19. Jahrhundert aufgebaut. Sehenswert ist ferner die Kirche „Heiliger Prophet Elias“ aus dem Jahre 1839, die zum architektur-historischen Reservat Bozhentsi gehört.
Unter den Attraktionen des Dorfes ist das Fotografieren in örtlichen Trachten zu nennen. In der Umgebung gibt es auch einige reizende Wanderwege, darunter eine Römerstraße und eine Wanderroute nach Tryavna. Im Dorf werden verschiedene bulgarische Bräuche nachgestellt, wie Georgstag, Weihnachten und Lazerustag. Auf Wunsch kann man in einem der Häuser Quartier beziehen, die ihre Atmosphäre aus dem 19. Jahrhundert bewahrt haben. Den Besuchern von Bozhentsi sei empfohlen, unbedingt eine der örtlichen Küchenspezialitäten zu probieren – die sogenannte „weiße Süßigkeit“. Der Geschmack dieser hausgemachten Nascherei ist unvergesslich.
Das Dorf wurde Anfang der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts zu einem architektur-historischen Reservat erklärt (Staatsanzeiger Nr. 8 von 1964).

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