Die Grabstätte von Sveshtari

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Das historisch-archäologische Reservat „Sboryanovo” umfasst das Gebiet im westlichen Teil der Hochebene von Ludogorie, im Flussgelände von Krapinets, zwischen den Dörfern Malak Porovets und Sveshtari in der Gemeinde Ispeih. Es stellt einen einzigartigen Komplex dar, der sich aus Siedlungen, Heiligtümern und Nekropolen aus dem frühen Altertum zusammensetzt. Es wurde zu einem historisch-archäologischen Reservat mit dem Beschluss des Ministerrats №19 vom 8.12.1988 erklärt. Bis zum gegenwärtigen Moment wurden im Reservat über 140 archäologische Objekte aus verschiedenen historischen Perioden registriert.
Die bedeutendste Entdeckung auf dem Gebiet des historisch-archäologischen Reservats „Sboryanovo” ist die thrakische Zarengrabstätte von Sveshtari. Sie wurde 1982 bei den Ausgrabungen des Grabhügels №7 von der östlichen Grabhügelnekropole von Sboryanovo (Ginina Grabhügel) entdeckt. Sie wurde im ersten Viertel des ІІІ. Jhs. v. Chr. errichtet und stellt ein einzigartiges Denkmal der thrakischen Grabstättenarchitektur dar. Sie weist beeindruckende Maße auf. Ihre Länge beträgt 7,5 m, die Breite der Fassade 6,5 m, während die Höhe der Grabkammer (von innen) 4,45 m ist. Die Grabstätte wurde aus großen Kalksteinblöcken erbaut. Sie besteht aus einem Dromos (Korridor) und drei Kammerräumen, wobei jede Kammer mit einem einzelnen Gewölbe überdacht ist.
Die Verzierung der Grabstätte entspricht dem Geist der hellenistischen Kultur, wurde jedoch durch die Anschauung und den Glauben der Geten (ein thrakischer Stamm) beeinflusst. In die Kammer wurde der Körper des verstorbenen Herrschers gelegt. Die unvollendete Verzierung an den Wänden und an der Decke zeigt, dass er starb, bevor sein ewiges Zuhause fertiggestellt werden konnte. Die Kammerdecke wird durch Frauenstatuen mit erhobenen Armen (die sogenannten Kariatiden) gestützt, deren Gesichter und Haare immer noch die Reste von der farbigen Verzierung aufweisen. An der Kammerdecke ist eine Szene der Herrscherverherrlichung dargestellt.
Dank ihrer bemerkenswerten Architektur und ihrer kunstvollen Verzierung steht die Grabstätte von Sveshtari auf der Liste des Weltkulturerbes von UNESCO von 1985.

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