Geschichtsmuseum Kasanlak

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Das 1901 gegründete Geschichtsmuseum in Kazanlak trägt den Namen „Iskra“ (Funke). Es zählt zu den ältesten Regionalmuseen Bulgariens. Hier werden über 50.000 Originalstücke aufbewahrt, die die reichhaltige materielle und geistige Kultur der Kazanlaker Region aufzeigen. Das Museum bewahrt und popularisiert das gesamte historische Erbe der Kazanlaker Region, einschließlich aller thrakischen Grabstätten aus dem Tal der thrakischen Herrscher.
Im Museum sind die ständigen Ausstellungen in den Fachbereichen „Archäologie“, „Bulgarische Wiedergeburt“, „Neue Geschichte“, „Ethnografie“ und „Neueste Geschichte“ zu sehen. Die Ausstellung „Archäologie“ umfasst steinerne und knöcherne Arbeitswerkzeuge, handgefertigte Keramik-Gefäße, Schmuck aus Glasperlen, Ringe, Armbänder und verschiedene Anhänger aus dem Neolithikum (VI. – IV. Jahrtausend v. Chr.), dem Chalkolithikum und der frühen Bronzezeit. Gezeigt werden ferner die thrakischen Tempelgräber – Kazanlaker Thrakergrab, das am 19. April 1944 entdeckt wurde, Stadt Seuthopolis (1948 -56 während des Dammbaus am Koprinka-Stausee erforscht) und zahlreiche Gegenstände aus den Hügelgräbern im Kazanlaker Umland (Golyama Kosmatka, Maglisher Grabstätte u.a.) Ebenfalls zu sehen sind Funde aus der Zeit des Römischen Reiches. Das Mittelalter präsentieren Gegenstände, die in der Siedlung und mittelalterlichen Nekropole beim Dorf Kran, Kazanlaker Region, gefunden wurden.
Die Ausstellung „Bulgarische Wiedergeburt“ vergegenwärtigt den Alltag und Broterwerb der ansässigen bulgarischen Bevölkerung im XVIII. – XIX. Jahrhundert. Die ethnografische Sammlung umfasst Schmuck und Trachten aus dem Alltag des Kazanlakers in der Vergangenheit.
Im Fachbereich „Neue Geschichte“ werden Fotografien, Dokumente, Medaillen und Orden aus den Kriegen des XX. Jahrhunderts gezeigt, als auch die Partitur zur ersten bulgarischen Oper „Siromahkinya“ des Komponisten Emanuil Manolov (1858 – 1902), die 1990 in Kazanlak uraufgeführt wurde, sowie die Partituren eines weiteren großen bulgarischen Komponisten – des Akademikers Petko Staynov (1896 – 1977). Dieser Bereich umfasst ferner die Geschichte der Stadt und der Region im Zeitraum 1889 – 1944.
Die Ausstellung „Neueste Geschichte“ ist dem Einsatz des 23. Shipkaer Infanterieregiments im Zweiten Weltkrieg gewidmet. Gezeit wird ferner Fotomaterial vom Damm-Bau am Koprinka-Stausee, der 7 km von Kazanlak entfernt liegt.
Ein weiterer interessanter Museumsraum ist der Neue Tresorsaal, in dem die jüngsten Gold-, Silber- und Bronzefunde aus den thrakischen Tempelgräbern in der Region ausgestellt sind, darunter der einzigartige goldene Lorbeerkranz des thrakischen Herrschers Seuthes III. (IV. Jahrhundert v. Chr.), dessen Helm und Knieschutz, komplettes silbernes und goldenes Zaumzeug sowie eine seltene Sammlung von Münzen und anderen Gegenständen aus der Thrakerzeit.
Im Lapidarium des Museums befindet sich die reichhaltigste Sammlung primitiver knöcherner Sicheln Südosteuropas.
Das Iskra-Museum bietet Führungen an. Im Multimediensaal werden Filme gezeigt, auf denen Momente der Ausgrabungen und archäologischen Entdeckungen in der Region festgehalten sind. Darüber hinaus bietet das Museum Demonstrationen von Bräuchen um das Rosenfest und die Herstellung von Rosenöl an. Auf Voranmeldung werden Ausflüge zu den Grabstätten in der Umgebung der Stadt Shipka unter Leitung eines erfahrenen Archäologen organisiert. Das Museum verfügt über Souvenirläden. Foto- und Videoaufnahmen sind gebührenpflichtig.  

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