Geschichtsmuseum – Stadt Perushtitsa

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Die Stadt Perushtitsa liegt am Fuße des Rhodopen-Gebirges, 21 km von Plovdiv entfernt. Das Geschichtsmuseum in Perushtitsa befindet sich im Stadtzentrum – gegenüber den Gemeinschaftshaus (Chitalishte). Gegründet wurde es 1955, um einen Teil der reichhaltigen Historie dieses geschichtsträchtigen Ortes zu erhalten.
Der Komplex umfasst vier Ausstellungsräume. Die Exposition im Museumsgebäude folgt dem Entwicklungsverlauf der Ortschaft vom Neolithikum (V. Jahrtausend v. Chr.) bis zu seinem heutigen Antlitz.
Die ethnografische Ausstellung veranschaulicht den Alltag der Bevölkerung: Arbeitswerkzeuge, Kleidung, Gefäße, Schmuck.
Besondere Aufmerksamkeit wird dem Zeitraum vor der Befreiung vom osmanischen Joch (1878) gewidmet. Interessante Ausstellungsstücke sind die Originaluniform der Aufständischen von 1876, das Gewehr von Spas Ginov (eines der Opfer des Gemetzels in Perushtitsa während der Niederschlagung des Aprilaufstandes 1876, der zunächst seine Familie und anschließend sich selbst tötete, um nicht in die Hände der Osmanen zu fallen), das Gemälde „Verteidigung von Perushtitsa“ des Malers D. Dobrev, persönliche Gegenstände und Waffen.
Zum Museum gehört die Kirche „Hl. Erzengel Gabriel und Michael“, in der sich während des Aprilaufstandes Einwohner von Perushtitsa versteckt hielten und sieben Tage lang um ihr Leben und ihre Freiheit kämpften. Die Kirche wurde 1947-48 von Baumeistern aus Bratsigovo errichtet. Im steinernen Sarkophag sind die Gebeine der Revolutionäre aufbewahrt. Auf der Ostseite einer großen Marmorplatte sind die Namen der Gefallenen eingraviert, unweit des Sarkophags erhebt sich Skulpturengruppe „Kocho“. Der Aufständische Kocho Chestimenski ist einer der zahlreichen Einwohner von Perushtitsa, die sich gemeinsam mit ihren Familien für den Freitod entschieden, um den Händen der Türken zu entgehen.
Eine weitere interessante Sehenswürdigkeit, die sich in unmittelbarer Nähe der Kirche befindet, ist die Danov-Schule – die erste Klassenschule der Stadt. 1876 wurde die Schule in ein Krankenhaus umfunktioniert, für dessen Unterhalt Lady Emily Strangford sorgte. (Englische Wohltäterin, die nach der Niederschlagung des Aprilaufstands Mittel für die betroffene bulgarische Bevölkerung sammelte.)
Auf dem Vlasevitza-Hügel über der Stadt erhebt sich ein majestätisches Monument – das Drei-Generationen-Denkmal. Errichtet wurde es zu Ehren der Opfer des Aprilaufstandes. Es befindet sich etwa einen Kilometer außerhalb der Stadt und ist über eine Asphaltstraße zu Fuß oder per Auto zu erreichen. Vom Denkmal aus kann man das gesamte Umland, die Stadt Plovdiv und das Rhodopen-Gebirge sehen.
Im Museum sind Informationsmaterialien und Souvenirs erhältlich.

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