Historisches Museum, Isperih

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Die Stadt Isperih befindet sich im Nordwesten von Bulgarien, 85 km östlich von der Stadt Russe und 145 km nordwestlich von der Stadt Varna entfernt. 1927 wurde in der Stadt die archäologische Kreisgesellschaft „Chan Omurtag“ gegründet, was die Anfänge der Museentätigkeit setzte. Ihre Mitglieder sammelten die erste Sammlung aus archäologischen Funden. 1975 wurde in dem neu errichteten Gebäude des Kulturhauses in Isperih eine andauernde Museumsausstellung eröffnet. 1978 wurde die Sammlung zu einem Standort des Historischen Bezirksmuseums in Razgrad, und 1984 erhielt der Standort den Status eines selbstständigen Museums.
Heute verfügt das Museum über mehr als 30.000 Exponate sowie über ein ethnographisches Haus, ein Empfangszentrum und Anlagen im historisch-archäologischen Reservat „Sboryanovo“ und eine Windmühle im Dorf Belintsi.
Die andauernde Ausstellung befindet sich im Gebäude des Kulturhauses „Saznanie“, im Zentrum der Stadt, auf einer Fläche vom 180 m². Mit Hilfe von archäologischen und ethnographischen Materialien, Dokumenten, Bildern und persönlichen Gegenständen von bekannten Persönlichkeiten aus der Stadt und der Gemeinde zeichnet sie die Geschichte von der Stadt Isperih vom Altertum bis heutzutage nach. Die Kunstgalerie ist eine Abteilung des Historischen Museums in Isperih und verfügt über einen reichen Gemäldefonds.
Eines der interessantesten Objekte des Historischen Museums ist das Historisch-archäologische Reservat „Sboryanovo”, das in der Nummer 96 des Amtsblattes von 1988 zu solchem erklärt wurde. Bis zum gegenwärtigen Moment wurden im Reservat über 140 archäologische Objekte aus verschiedenen historischen Perioden registriert. Am beeindruckendsten sind die Zarengrabstätte von Sveshtari, die Grabstätte Demir baba teke, die Getenhauptstadt Helis, das Heiligtum Kamen rid (Steinhügel) und die frühmittelalterliche Siedlung Byuven kasaba.
Die bedeutendste Entdeckung ist die Grabstätte von Sveshtari, entdeckt im Jahr 1982, unter: dem Grabhügel №7 von der Östlichen Grabhügelnekropole von Sboryanovo (Ginina-Grabhügel). Sie ist ein einzigartiges Denkmal der thrakischen Grabstättenarchitektur und geht auf das erste Viertel des III. Jhs.v.Chr. zurück. Seit 1985 steht sie auf der Liste des Weltkulturerbes von UNESCO. Man kann sie von dem Dorf Sveshtari oder dem Dorf Malak Porovets aus über einen gepflegten Asphaltweg erreichen, der das historisch-archäologische Reservat „Sboryanovo“ durchquert.
Ein weiteres Objekt, das zum Reservat „Sboryanovo” gehört, ist die Grabstätte Demir baba teke. Die Stelle, an der die Grabstätte Anfang des ХVІІ. Jhs. errichtet wurde, war heilig für die verschiedenen Stämme und Völker, welche vor mehr als 2000 Jahren vor ihrem Bau diese Gegend besiedelten. Von den zahlreichen Bauten ist ausschließlich die Grabstätte des Heiligen der Aleviten Demir baba erhalten geblieben. Der Felsen-Opferaltar neben dem Eingang des Innenhofs wurde ebenfalls erhalten. Die Grabstätte ist alljährlich tagsüber geöffnet. Man kann sie über einen Asphaltweg, eine baulich gestaltete Allee und ein Treppenhaus erreichen, die ab dem Parkplatz der Jugendherberge Ahinora in Sboryanovo einsetzen. Sie kann selbstständig (es gibt Informationstafeln) oder mit einem Fremdenführer vom Empfangszentrum der Grabstätte von Sveshtari besichtigt werden.
Die Getenhauptstadt Helis stellt ebenso ein Teil des Reservats dar. Helis ist eine gefestigte thrakische Stadt, errichtet im letzten Viertel des IV.Jhs.v.Chr. auf einer Fläche von mehr als 100 Dekarn. Das Objekt ist über einen gut gepflegten Asphaltweg zu erreichen, der die Dörfer Malak Porovets und Sveshtari verknüpft und das Reservat durchquert. Sie kann selbstständig (es gibt Informationstafeln) oder mit einem Fremdenführer vom Empfangszentrum der Grabstätte von Sveshtari besichtigt werden.
Kamen rid ist ein Heiligtum aus der frühen Steinzeit, erbaut von den Geten, um dem Sonnengott Opfer zu bringen. Das Objekt ist über eine breite Erdstraße zu Fuß zu erreichen, die ab dem Parkplatz vor der Jugendherberge Ahinora im Reservat „Sboryanovo“ einsetzt. Es kann selbstständig (es gibt Informationstafeln) oder mit einem Fremdenführer vom Empfangszentrum der Grabstätte von Sveshtari besichtigt werden.
Die frühmittelalterliche Siedlung in der Gegend Byuven Kasaba im Reservat „Sboryanovo” stellt ein Ensemble aus eingegrabenen oder halbeingegrabenen Wohn-, Landwirtschafts- oder Präsentationsgebäuden dar. Während der Ausgrabungen wurde eine kleine Kapelle entdeckt. Die Ausgrabungen dauern bis heute immer noch an.
Im Zentrum der Stadt Isperih funktioniert ebenso das Museumsobjekt Ethnographisches Haus, in dem Gegenstände und Geräte, die für die Lebensweise und die Erwerbstätigkeit der örtlichen Bevölkerung typisch waren, besichtigt werden können. Die monatlichen Sonderausstellungen sind verschiedenen Aspekten von der Erwerbstätigkeit und der Stadtlebensweise der Bevölkerung in der Vergangenheit sowie von zeitgenössischen Handwerker-Meistern gewidmet.
Zum ethnographischen Haus gehört ebenso die 1999 eingerichtete ethnographische Sammlung „Gemeinsames Leben von Christen und Muslimen in Ludogorie”. Die meisten von ihren Gegenständen wurden vom einheimischen Heimatforscher Boris Iliev gespendet. Sie liegt am Rande des Dorfes Sveshtari, an einer Abzweigung auf dem Weg zum Reservat „Sboryanovo”.
15 km von Isperih, in Richtung Stadt Varna, im Dorf Belintsi, befindet sich die Anfang des ХХ. Jahrhunderts komplett aus Holz errichtete Windmühle, eine immobile kulturelle Kostbarkeit. Hier können Sie das Mahlen von Getreidekulturen durch zwei Mühlensteine erleben und über die Konstruktion, die Geschichte und die Bedeutung der Windmühlen in der Region Näheres erfahren.
Seit 2002 veranstaltet das Historische Museum Isperih in den letzten zwei Wochen vom Oktober Tage des kulturhistorischen Erbes der Gemeinde Isperih. Sie schließen Ausstellungen, Lesungen, Buchvorstellungen, Wissenschaftskonferenzen u. a. ein. Als Teil der Veranstaltung organisiert das Museum seit 2005 ebenso eine Maismesse. Die Besucher und die Teilnehmer können den vor ihren Augen zubereiteten Kachamak (ein traditionelles Gericht aus Maismehl) kosten, die reiche kulinarische Ausstellung von Maisprodukten genießen, ihre Fähigkeiten bei Anfertigung von Gegenständen aus Maislaub anwenden, einen Einblick in die Vergangenheit durch verschiedene Inszenierungen gewinnen und an organisierten Spielen teilnehmen. Sie finden im Ethnographischen Haus statt.
Das Museum organisiert ebenfalls traditionelle Auto-Wanderung auf dem Weg des Scheichs Bedreddin, die am letzten Montag vom Oktober ab Silistra startet. Der Scheich Bedreddin war Anführer des Aufstands der Bulgaren, Türken und Walachen, ausgeborchen 1413 in Dobrudzha gegen die Macht des Sultans.

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