Nationales Museum „Hristo Botev” – Kalofer

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Die Stadt Kalofer befindet sich 155 km östlich von Sofia, in unmittelbarer Nähe des Nationalparks „Zentraler Balkan“. Der Name der Stadt ist eng mit Hristo Botev (1848-1876) verbunden – dem genialen Dichter, glänzenden Publizisten, Ideologen und Anführer der nationalen Befreiungsbewegung gegen die osmanische Fremdherrschaft.
Hristo Botev wurde 1848 in Kalofer geboren. Hier befindet sich das ihm gewidmete Museum, in dem persönliche Gegenstände, Dokumente, Publikationen, Werke der bildenden Kunst und andere Materialien aus dem Leben und Schaffen von Hristo Botev, seiner Familie und seiner Mitstreiter aufbewahrt und gezeigt werden.
Das Museum zählt landesweit zu den Ausstellungsobjekten mit den höchsten Besucherzahlen.
Das Landesmuseum „Hristo Botev“ wurde am Standort des letzten Heims der Familie Botevs errichtet. Der Museumskomplex befindet sich im Botev-Park im Stadtzentrum von Kalofer. Er umfasst die Hausmuseum-Gedenkstätte, einen Ausstellungssaal, das 1930 errichtete Botev-Denkmal sowie das der Mutter des Dichters gewidmete Ivanka-Boteva-Denkmal. Seit 1998 ist das gesamte Ensemble ein Gruppen-Kulturdenkmal – ein historischer Ort von nationaler Bedeutung (Protokoll des Nationalrates für Kulturdenkmalschutz NSOPK/14.12.1998).
Im Mittelpunkt des Komplexes steht das Haus, in dem Hristo Botev die meisten Jahre seines Lebens verbracht hat. Auch wenn er nicht in diesem Haus geboren wurde, nannte er es sein „Geburtshaus“, da er hier seine Kindheit verbrachte. Hierher kehrte er nach seinem Studium in Odessa und seiner Lehrertätigkeit in Zadunaevka zurück. Hier erhält er auch die Ausgabe der Slaveykov-Zeitung „Gayda“, in der sein erstes Gedicht „Maytse si“ (Meiner Mutter) veröffentlicht wurde. Während des Russisch-Türkischen Krieges von 1877 fällt das Haus, wie die gesamte Stadt, den Flammen zum Opfer. Auf Initiative der hiesigen Öffentlichkeit und heimatverbundener Bulgaren aus dem ganzen Land wird das Gebäude nach den Erinnerungen von Botevs Bruder, General Kiril Botev, und älterer Einwohner der Stadt rekonstruiert.
Am 2. Juni 1944 wurde das Haus offiziell als Museum eingeweiht.
Die Hausmuseum-Gedenkstätte stellt ein einstöckiges Gebäude mit einem großen Zöller (Chardak) dar. Die Ausstattung des Hauses ist eine Nachstellung aus Botevs Lebzeiten. Originale Exponate sind das Spinnrad und die Nähmaschine seiner Mutter Ivanka. 1973 wird die Hausmuseum-Gedenkstätte um einen Ausstellungssaal des Hristo-Botev-Museums erweitert, der 2008 anlässlich des 160. Geburtsjubiläums von Botev komplett erneuert wurde. In der neuen Ausstellung veranschaulichen Fotos und Dokumente ausführlich sein Leben und Schaffen. Nur hier können die Besucher die einzigen erhaltenen Gebrauchsgegenstände des Dichters besichtigen – seine Taschenuhr sowie seine Schreibutensilien. Gezeigt wird ferner die Druckpresse, auf der diverse Ausgaben von Botevs Zeitung „Zname“ (Banner) sowie die Pilotausgabe seiner letzten Zeitung „Nova Bulgaria“ (Neues Bulgarien) entstanden sind. Der Museumskomplex des Landesmuseums „Hristo Botev“ wurde darüber hinaus um die ständige Ausstellung „Aufklärungsschaffen in Kalofer“ erweitert, die im Schulgebäude von Schulmeister Botev untergebracht ist.
Die Schule von Daskal (Schulmeister) Botev wurde 1848 auf Initiative des Vaters von Botev – Botyo Botev –  gebaut. Der gesamte Bau wurde ausschließlich aus Schenkungen und freiwilliger Hilfe der Kalofer Bürger errichtet.
1980 wurde die Außenfassade des Gebäudes originalgetreu (1865) wiederhergestellt und das Gebäude in ein Museum umgestaltet. Hier kann man sich über die Aufklärungsgeschichte in Bulgarien und speziell in Kalofer informieren. Im zweiten Stock sind Schulräume einer Ein-Klassen- sowie einer Mehrklassenschule zu sehen, als auch das Lehrerzimmer und der Gemeinderaum.
Im ersten Stock befindet sich die Kunstabteilung des Hristo-Botev-Museums. Die Ausstellung zeigt Originalwerke bulgarischer Künstler mit dem Bildnis von Botev auf Leinwand und in Stein.
Auf Voranmeldung organisiert der Museumskomplex Besichtigungen von weiteren historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt – Nonnenkloster, Grab des Woiwoden Kalifer u.a.
In Kalofer gibt es ein Besucher- und Informationszentrum, das vom hiesigen Ökotourismus-Verein „Zentralbalkan – Kalofer“ verwaltet wird und ganzjährig geöffnet ist. Die Zentrumsmitarbeiter stehen Ihnen für die Planung ihres Urlaubs und ihrer Unterbringung (Buchungen) als auch für die Buchung von Bergführern für längere Wandertouren gern zur Verfügung.

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