Kalofer

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Kalofer ist eine Kleinstadt am Fuße des Botev-Berges und liegt 17 km von Karlovo, 22 km von Sopot, 56 km von Plovdiv und 164 km von der Hauptstadt Sofia entfernt. In unmittelbarer Nähe des Nationalparks „Zentraler Balkan“ gelegen, ist die Stadt gewissermaßen eine Pforte ins Grüne.
Der Legende nach campierte Mitte des XVI. Jahrhundert auf dem Gebiet der heutigen Stadt eine Gruppe von Männern, die, angeführt vom Woiwoden Kalifer die vorbeiziehenden türkischen Karawanen überfiel. Da er in keinster Weise gegen den Woiwoden und seine Mannen ankam, sah sich der Sultan gezwungen, den Haiducken für diese Gegend das Siedlungsrecht zu bewilligen, allerdings unter der Bedingung, dass die Überfälle auf die Karawanen künftig eingestellt würden. Zudem, erzählt die Legende weiter, hätten sich die Männer dann aus der nahe gelegenen Stadt Sopot ohne Rücksicht auf Verluste mit Bräuten versorgt.
In den folgenden Jahrhunderten entwickelte sich Kalofer zu einem wichtigen Kultur- und Handelszentrum, das man „Altan Kalofer“ (Goldenes Kalofer) nannte.
In Kalofer wurde der bekannte bulgarische Poet und Revolutionär Hristo Botev geboren. Heute ist sein Geburtshaus ein Memorialkomplex und eines der interessantesten Besucherobjekte der Stadt. Hier kann man sehr viel über die Revolutionsgeschichte Bulgariens und eine ihrer Schlüsselfiguren erfahren.
Auch können die Touristen die Schule von Schulmeister Botyo Petkov (Vater von Hristo Botev) besuchen und mehr über die damaligen Lehrmethoden erfahren. Darüber hinaus kann man in Kalofer reiten, auf einem der Wander- oder Reitwege im Nationalpark spazieren gehen oder an einem der traditionellen Festivals teilnehmen.
Eines der interessantesten Feste in Kalofer ist der Jordanstag am 6. Januar, der mit dem Geburtstag von Hristo Botev zusammenfällt. An diesem Tag wird der berühmte Kalofer-Reigen (Horo) getanzt. Das Ritual beginnt morgens in der Frühe mit einem festlichen Gottesdienst, wonach sich eine Gruppe von Männern und jungen Burschen in Richtung Fluss begibt. Dort wirft der Pope, auf das alle gesund bleiben, ein Kreuz ins Wasser. Das Kreuz wird aus dem Fluss gefischt und dem jüngsten Teilnehmer am Ritual überreicht. Im Anschluss daran drehen die Männer in den eiskalten Wassern des Flusses ihren Reigen und singen Lieder. Später wird der Reigen ans Ufer verlegt, womit die Feierlichkeiten zum Geburtsjubiläum von Hristo Botev ihren Anfang nehmen.
Das neueste Museum der Stadt ist das Kalofer-Haus der Geschichte – ein originelles ethnografisches- und kulturelles Zentrum der Stadt, in dem das Erbe weiterlebt – die Weberei und die traditionellen hiesigen Teppichmatten (Cherga), traditionelle Kleidung und Festivalkostüme, Musikinstrumente sowie die Nachbildung eines typischen Gästezimmers.
Interessant sind auch die zahlreichen funktionierenden Kirchen, Klöster und Kapellen, von denen dem Mönchs- und dem Nonnenkloster von Kalofer die größte Bedeutung zukommt.
Das von einem herrlichen Hof umgebene Nonnenkloster ist nur zehn Minuten vom Stadtzentrum entfernt. Zum Mönchskloster sind es 20 Minuten mit dem Auto oder eine Stunde Fußmarsch. Dieses ist in einem malerischen Tal am Ufer des Byala-Reka-Flusses (Weißer Fluss) gelegen und von herrlichen Bergen umgeben.
Die Stadt hat ihre Wiedergeburts-Architektur, ihre Traditionen und ihren Alltag bewahrt. Eine Attraktion sind die bis heute erhaltenen typischen Handwerke wie das Klöppeln von Kalofer-Spitze.
Kalofer bietet vielfältige Übernachtungsmöglichkeiten – vom traditionellen Wiedergeburtshaus bis hin zum modernen Hotel. In den Restaurants kann man traditionelle bulgarische Küche und einheimische Speisen genießen.
Kalofer ist der Ausgangspunkt für die Süd-Route zum höchsten Gipfel des Nationalparks „Zentraler Balkan“ – dem Botev-Gipfel (2376 m) – sowie zum höchsten Wasserfall des Landes – „Rayskoto Praskalo“ (124 m). Der Wanderweg beginnt in der Gegend „Panitsite“ 7km nördlich der Stadt, verläuft durch die Gegenden „Ponyakya“, „Paradzhika“, „Kamenlivetsa“, „Rogacheva Gora“ und „Malak Kupen“, um Sie dann nach 4 Stunden Fußmarsch zur Ray-Hütte (Paradies-Hütte) am Fuße des Wasserfalls „Rayskoto Praskalo“ zu führen. Von der Ray-Hütte aus sind es auf dem Tarzan-Panoramaweg dann weitere zweieinhalb bis drei Stunden zum Botev-Gipfel.
Auch der Öko-Wanderweg „Byalata Reka“ wird Sie zu sehenswerten Orten im Nationalpark „Zentraler Balkan“ bringen. Gegenwärtig ist der Öko-Wanderweg wegen Instandsetzungsarbeiten gesperrt, soll jedoch bis Ende 2011 wieder für Touristen freigegeben werden.
Kalofer hat sich als eine Destination für den Ökotourismus etabliert. Das ganzjährig geöffnete Besucher- und Informationszentrum wird vom hiesigen Ökotourismus-Verein „Zentralbalkan – Kalofer“ verwaltet und geleitet. Die Zentrumsmitarbeiter stehen Ihnen für die Planung ihres Urlaubs und ihrer Unterbringung (Buchungen) als auch für die Buchung von Bergführern für längere Wandertouren gern zur Verfügung.

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