Die Grabstätte im Ostrusha-Grabhügel– Stadt Shipka

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Der Ostrusha-Grabhügel befindet sich in der Nähe der Stadt Shipka. Im Jahre 1993 wurden in ihm bei archäologischen Ausgrabungen ein Grab- Kult- Komplex mit großem künstlerischen und historischen Wert entdeckt.
Es wurden Münzen und archäologische Materialien gefunden, nach denen die Kultstätte aus der Mitte des IV. Jhdt. v. Chr. stammt. Der monumentale Komplex hat sechs Räumlichkeiten. Von Süden kommt man in den zentralen „Verteil-Raum“, in dem es drei Eingänge zu den Grabkammern gibt – zwei seitlich und einen nach Norden. Die Grabkammer rechts ist rund und mit einer Kuppelüberdachung. Die restlichen Räumlichkeiten außer der monolithischen Kammer sind rechtwinklig und aus gut ausgearbeiteten Granitblöcken erbaut. Die südwestliche Kammer ist quadratisch. In dieser wurden metallene Gegenstände gefunden, mit denen rituell ein Pferd geopfert wurde.
In der nordwestlichen Ecke der Grabkammer wurden ein Haufen Gegenstände zur Pferdeausrüstung gefunden – Stirnschmuck in der Form einer stilisierten Doppelaxt und mit dreidimensionalem Kopf am Griff, zusammen mit sechs Backenhelmen aus Silber. Alle Gegenstände sind reich verziert mit tierischen und pflanzlichen Ornamenten.
In unmittelbarer Nähe wurden stark deformierte und fragmentierte silberne Opferschalen und Kännchen gefunden.
Hier wurde der Tote bestattet, in einer steinernen Truhe ähnlich einem Sarkophag, aus einem monolithischen Block ausgegraben.
Alle Granitblöcke, die bei der Erbauung benutzt wurden, sind aus Steinbrüchen, die sich in den südlichen Hängen des Gebirges Mittleren Wald befinden.
Die Decke der zentralen Kammer ist bedeckt mit in die Wand gemalten Abbildungen, so sind sogar einige Details mit Gold unterstrichen worden. Am besten erhalten ist eine Miniaturabbildung eines Frauenkopfes mit braunem kurzem Haar, goldenen Ohrringen und goldener Halskette. Die malerische Figur hat echte Proportionen im Geiste des thrakischen Realismus aus der Mitte des IV. Jhdt. v. Chr.
Nach der rituellen Vergötterung des Herrschers wurde die Kultstätte vergraben und in eine Grabstätte umgewandelt.
Um das IV. Jhdt. nach Chr. wurde der Grab- Kult- Komplex ausgeraubt und die Wandmalereien an der Decke zerstört.
Angestellte der Grabstätte Golyama Kosmatka bieten Exkursions- Rundführungen u.a. auch zu dem Ostrusha-Grabhügel an, genauso wie Vorträge auf bulgarischer, englischer, deutscher und spanischer Sprache.
Die Grabstätte ist ein Teil des Tal der Rosen und der thrakischen Herrscher, welches auch die Grabstätte von Kazanlak, genauso wie Grab- und Kultstätten, die in den Hügeln Golyama Arsenalka, Shumanets, Helvetsiya, Grifoni, Svetitsa und Golyama Kosmatka gefunden wurden.

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