Archäologisches Reservat Abritus, Stadt Razgrad

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Das archäologische Reservat „Abritus“ befindet sich 2 km östlich von Razgrad entfernt, nahe des zentralen Fahrweges Russe –Varna. Das ganze Reservat umfasst eine Fläche von 1000 Dekarn und bewahrt die archäologischen Ruinen der römischen Stadt Abritus.
Abristus wurde Ende des I. Jahrhunderts n. Chr. als römisches Kriegslager auf der Grundlage der Ruinen eines alten thrakischen Ortes gegründet und entwickelt sich zu einem der größten Stadtzentren in Niedermösien – eine römische Provinz, die sich auf dem Territorium des heutigen Nordbulgariens erstreckte. Die antiken Autoren erwähnen Abritus im Zusammenhang mit dem Kampf, der in seiner Umgebung im Jahr 251 stattfand, in dem der Kaiser Trajan Decius fiel.
Im ІV. Jh. auf einer Fläche von 14 Hektarn wurde eine Festung mit einer Mauer, deren Breite 3 m und Höhe 12 m betrugen, mit 4 Toren und 35 Kriegstürmen errichtet. Im Zeitraum V.-VI. Jh. stellte die Stadt ein wichtiges christliches Zentrum dar. Sie wurde dann von den Avaren und Slawen Ende des VI. Jhs. zerstört. Ende des ІХ. und Anfang des X. Jhs. wurde an ihrer Stelle eine bulgarische Festung erbaut.
Auf dem Gebiet des archäologischen Reservats, auf einer Fläche von 3200 m² sieht man die Ruinen eines Peristylkomplexes (eines rechteckigen Innenhofs und Gebäudes), der als Residenz eines höheren Staatsmagistrats diente. Von seiner südlichen Fassade aus sind sechs Geschäfte zu erreichen, welche sich auf den beiden Seiten des Haupteingangs befinden. Auf den vier Seiten des Innenhofs erheben sich römisch-ionische Säulen. Im östlichen und westlichen Teil des Komplexes sind die Ruinen von großen Wirtschaftsräumen belegt. Das Gebäudes wurde bis Ende des VІ. Jhs. benutzt, als die ganze Stadt zerstört wurde.
Im Reservat „Abritus” ist ebenfalls ein archäologisches Museum eingerichtet, in dem einige der bei Ausgrabungen entdeckten Gegenstände ausgestellt sind. Die ganze archäologische Exposition ist in fünf Themen aufgegliedert, welche die Entwicklung der Menschengesellschaft darbieten. In Abritus wurde landesweit der größte Goldmünzenschatz (835 Solide /Münzen/) vom V. Jh. entdeckt, der im Museum auf Fotos veranschaulicht / dargelegt wird. Die Besucher können allerdings einen ausgestellten kleineren Schatz aus Soliden besichtigen, der aus dem X. Jh. stammt.
Die großen Funde, die bei archäologischen Ausgrabungen im Reservat entdeckt wurden, werden in einem Freilichtmuseum aufbewahrt. Im Parkteil von Abritus sind 70 epigraphische Denkmäler ausgestellt, wobei die meisten auf die römische Epoche zurückgehen. Hier können ebenso Funde besichtigt werden, die mit dem heidnischen Kultus zusammenhängen – z. B. der Opferaltar, der Herkules gewidmet ist und aus der Zeit des Kaisers Septimus Severus stammt. Die zahlreichen Grabinschriften auf Altgriechisch und Latein sind ein Zeugnis von der verschiedenartigen Bevölkerung, welche während der Jahrhunderte Abritus bewohnte – Römer, Bulgaren und Türken. Vom großen Interesse sind ebenfalls die auf das ХVIII. und das ХIХ. Jahrhundert zurückzuführenden christlichen, muslimischen und eine armenischen Grab- und Bauinschriften.
Sie können mehr über das Reservat erfahren, wenn Sie an einer Führung teilnehmen. Im Museum werden Informationsmaterialien und Souvenirs verkauft.

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