Architektur-historisches Reservat – die Altstadt von Plovdiv

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Die denkmalgeschützte Altstadt von Plovdiv ist sehr gut erhalten. Auf begrenztem Raum kann man durch verschiedene Epochen spazieren, die Atmosphäre der Stadt aus der Zeit der Wiedergeburt verspüren und antike Gebäude erkunden, die in das moderne Leben integriert sind.  
Die Altstadt, wie der Komplex berühmt ist, befindet sich auf einer natürlichen Erhebung die aus drei Hügeln besteht (die sich nah an einander befinden: Hügel Dzhambaz, Nebet und Teksim). Durch die Jahrhunderte haben hier sehr viele Völker gelebt. Jedes Volk hat Relikte von ihrer Kultur und einen eigenen Name der Stadt hinterlassen. Plovdiv ist eine der ältesten Städte in Europa – sie existiert seit 4000 v. Chr. Während der Antike haben sich die Thraker auf dem Hügel angesiedelt und eine befestigte Siedlung gebaut, die im II Jahrhundert v. Chr. von Philip Macedon beherrscht wurde. Er gab der Stadt einen von den vielen Namen – Philippoupolis, und befestigt sie mit dicken Festungsmauern. Später gewinnen die Thraker ihre Macht über die Stadt zurück. Jedoch, nach einer Folge von Kämpfen, kommt die Stadt im I Jahrhundert unter römische Herrschaft. Von der thrakischen Zeit ist eine Festung auf der Spitze von Nebet tepe erhalten geblieben.
Während des Römischen Reichs (zu dieser Zeit bekannt als Trimontium) war Plovdiv ein wichtiges regionales Zentrum. Die Stadt blühte auf und es wurden viele große Bauvorhaben, wie Gebäude, Anlagen und Straßen, entwickelt.
Von dieser Zeit sind mehrere Ruinen wie gepflasterte Straßen, Festungsmauern, Gebäude, Wasserversorgungsysteme und Entwässerung, gut erhalten. Die Stadt wuchs so schnell, dass sie über die Grenzen der Festungsmauern hinausragte und es mussten neue Festungsmauern gebaut werden. Viele von den Teilen der Stadt befinden sich nicht auf dem Hügel, sondern an seinem Fuße.
Die interessanteren Objekte aus der römischen Zeit sind das Antike Theater, das Römische Stadion, das Römische Forum und das Wohnhaus „Irini“.
Das Antike Theater (das Amphitheater) befindet sich in dem natürlichen Bergsattel zwischen Taksim und Dzhambaz tepe. Es wurde während der Zeit von Imperator Trayan (Anfang II Jahrhundert) gebaut. Das Theater ist sehr gut erhalten. Es wurde sehr prächtig ausgeschmückt und hat bis zu siebenhundert Zuschauer gefasst. Nach einer sorgfältigen Restaurierung ist das Theater heute wieder offen für Vorstellungen. Das Römische Stadion befindet sich unter dem Dzhumayata Platz, wo man ein Teil davon sehen kann. Es existiert seit dem II. Jahrhundert und wurde nach dem Modell des Delphischen Stadions gebaut – es existieren nur 12 solche in der Welt.
Das Antike Forum befinden sich auf dem zentralen Platz, in unmittelbare Nähe zu der zentralen Post. Es wurde im I. Jahrhundert während der Zeit von Imperator Vespasiyan gebaut. Es besteht aus einem Komplex von Gebäuden, Bibliothek, Prägerei, Münzprägeanstalt, Odeon, usw.
Das Wohnhaus „Irini” befindet sich in der Archäologischen Unterführung auf der Tsar Boris III Str. Das Wohnhaus ist reich an mosaikartigem Schmuck, der ein Bild von einer Frau beinhaltet, unterschrieben mit dem Name Irini, datiert vom ІІІ. – ІV. Jahrhundert.
Darauf folgt die Byzantinische Zeit in der Geschichte der Stadt – Ende IV. Jahrhundert. Kurz danach besiedeln auch Bauern die Stadt – sie nennen die Stadt Paldin.
Während der Gründung des Ersten Bulgarischen Reichs (VII. Jahrhundert) liegt Paldin außerhalb der Grenzen des Reichs. Khan Krum (regierte im Jahr 803 – 814) ist der erste der die Stadt im Jahr 812 beherrschte. Die Stadt wurde kurz danach offiziell in den Grenzen des Reichs eingeschlossen – während der Zeit von Khan Malamir (Jahr 831 – 836). Die Byzantiner haben die Stadt mehrmals erobert und dann wieder verloren. Im Laufe der Jahrhunderte ging die Gewalt über die Stadt von einem Herrscher zu dem anderen. Für einen kurzen Zeitraum wird sie sogar im Besitz von den Rittern des Vierten Kreuzzugs. Letztendlich wird die Stadt im Jahr 1344 den Bulgaren übergeben.
Aus dem Mittelalter ist das östliche Tor der Festungsmauern geblieben – bekannt als Hisar Kapiya.
Die Osmanischen Streitkräfte, die Plovdiv im Jahr 1364 beherrscht haben, gaben eine neue Richtung in der Entwicklung vor. Der Platz der Byzantinischen Architektur wird von einer ganz neuen Art von Architektur definiert – mit typischen orientalischen Merkmalen. Der neue Name, der die Stadt übernimmt, ist Filibe. Die Dzhumaya Moschee befindet sich im Zentrum der Stadt, in der Nähe zum Antiken Stadion, Chifte Banya (gebaut im Jahr 1582, heute umgebaut in einem Zentrum für moderne Kunst) und der Uhrturm von XVI. Jahrhundert auf der Spitze von Sahat Tepe, sind bis heute erhalten.
Während der Wiedergeburt ist Plovdiv ein wichtiges wirtschaftliches Zentrum. Viele reiche und gebildete Leute, die ganz Europa bereisten, wohnten in der Stadt. Von ihren Reisen brachten sie nicht nur exotische Wahren mit, sondern auch neue kulturelle Trends. Die reichen Händler aus Plovdiv zeigten ihren Reichtum durch den Bau von schönen, reich ornamentierten Häusern, die zum Wahrzeichen für die Altstadt geworden sind. Im Vergleich zu den Rohziegelhäusern am Anfang der Wiedergeburt, die klein, asymmetrisch und praktisch sind, entwickelt sich der Bau in einem späteren Zeitraum mit reichem Vorstellungsvermögen und Schwung, wobei die Pracht und die Details akzentuiert sind. Die neuen Wiedergeburtshäuser sind symmetrisch (ovaler Saal mit vier Zimmern in den Ecken) und variiert mit Erkern und Tratsch-räume auf dem oberen Stock. In der Architektur werden sie mit den Begriff „Plovdiv Häuser“ bezeichnet. Außer dem schönen Architekturstil, haben die ansehnlichen Häuser auch zusätzliche Anbauten, sowie Marmor Ziehbrunnen, Lager für wertvolle Wahren, Anbauten für Diener,
sogar türkische Bäder mit Waschmaschine. Es wird sehr viel auf die bunte Fassade, geschmückt mit schönen Ornamenten akzentuiert. Das Interieur wird mit Wandmalereien und reichen Holzschnitzereien auf den Möbeln, dem Dach und den Geländern ergänzt.
Die interessanteren Objekte vom Zeitraum der Wiedergeburt sind Mavridi Haus, Nedkovich Haus, das Haus von Stepan Hindliyan, Balabanova Haus, Kyumyudzhieva Haus, usw.
Drei von den Ausstellungen des Regionalen Historischen Museums sind auch in interessanten Wiedergeburtshäusern gezeigt.
In unterschiedlichen Gebäuden in der Altstadt werden auch Sammlungen der städtischen Kunstgalerie ausgestellt.
Von dem Zeitraum der Wiedergeburt sind auch Tempel und öffentliche Gebäude erhalten, die das Geistes- und Kulturleben der wachen Gesellschaft Plovdivs ergänzen.
Der Großteil der Wiedergeburtshäuser in dem Architektur Denkmalschutz Altstadt Plovdiv sind ausgezeichnet erhalten und restauriert. Die Altstadt ist ein Denkmalschutz, der ein wichtiger Teil der Geschichte der Stadt darstellt. Jedoch, kann die Stadt nicht unverändert bleiben. Schon seit dem Altertum gründet sich eine Kultur auf Basis von anderen Kulturen, damit sie etwas neues und besseres entwickelt. Heute ist die Altstadt nicht nur ein Hügel mit Ruinen und Häuser, sie ist ein Teil des modernen Plovdivs, angepasst an die Bedürfnissen und die Ideen der neuen Generationen. Hier befinden sich die Hochschule für Musik und Tanz (im Gebäude der Gelben Schule) und die Bibliotheksfakultät zu der Plovdiv Universität. Viele von den Wiedergeburtshäusern werden heute immer noch als Wohnhäuser verwendet. Andere sind in Museen und Galerien umgebaut. Im Antiken Theater finden Vorstellungen und Konzerte statt. Die Altstadt ist ein beliebter Ort zum Spazierengehen. Die zahlreichen Cafés und Restaurants, manche davon mit langlebiger Geschichte, machen die Besichtigung noch angenehmer – besonders während der heißen Sommerabende.

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