Architektur-Park-Komplex „Der Palast“ Balchik

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„Dvoretsa“ („Der Palast“) ist die ehemalige Sommerresidenz der rumänischen Königin Maria Alexandrina Victoria de Edinburgh (1875-1938). Er liegt etwa 2 km südwestlich von der Stadt Balchik, in einer schönen Landschaft zwischen den Klippen und dem Meer. Ihm ist der Status eines Architekturbaudenkmals und eines Denkmals der Garten- und Landschaftsarchitektur verliehen worden (Verordnung № 09-128 des Ministeriums für Kultur von 18.04.2002).
Im Zweiten Balkankrieg (1913) besetzt die rumänische Armee einen Teil des bulgarischen Gebiets Dobrudzha und Balchik fällt innerhalb der Grenze Rumäniens. Die rumänischen Intellektuellen wissen die landschaftliche Schönheit der Region sehr zu schätzen und viele ehrenwerte rumänische Aristokraten und Künstler kaufen in den 20er Jahren des XX. Jh. Anwesen. Königin Maria wurde von Freunden nach Balchik geführt und sei von der Natur und dem Flair der Stadt verzaubert gewesen. Sie beschloss hier ihre Sommerresidenz errichten zu lassen und gab ihren Architekten sehr strikte Anweisungen: Der Bau der Villa sollte nicht die Natur zerstören, sondern ihre Schönheit ergänzen.
Die Residenz wurde von den italienischen Architekten Americo und Augustino im Jahre 1924 entworfen. Gestaltet wurde er mit aufeinanderfolgenden Terrassen auf den steilen Küstenhängen, über die das Wasser zweier Quellen durch spezielle Steinkanäle floss und kunstvolle Teiche und Wasserfälle füllte.
Der Stil der neuen Bauten steht im Einklang mit dem vorhandenen Bestand und die alten Wassermühlen wurden restauriert. Erhalten wurde auch der Kontrast der weißen Klippen zu den für die Stadt typischen roten Dächer.
Errichtet wurden Kappellen, Gärten, Parks, Brunnen und Gebäude in verschiedenen Stilrichtungen: charakteristisch bulgarisch, byzantinisch, mozarabisch, maurisch, transsilvanisch, u.a.
Der Park entlang der Küste wurde vom schweizer Gärtner Jules Jany entworfen. Der Küstenstreifen hat eine Breite von 60-70 m und eine Länge von über 400 m. Christliche und orientalische Symbole sind in Brunnen und Gärten verwoben, während die Blumen und die dekorativen Pflanzengefäße aus verschiedenen Teilen der Welt erworben wurden.
Der Komplex stellt sich aus mehreren Villen und Gebäuden mit einer besonderen Ausstrahlung zusammen. Die Villa „Der blauer Pfeil“ wurde im Jahre 1931 gebaut und steht am Rande der Klippen über der Meeresküste. Zu unterschiedlichen Zeiten wurde sie von Prinz Nikolai, der zweite Sohn von Königin Maria, und von Prinzessin Ileana, ihrer jüngsten Tochter, bewohnt. Heute sind im Gebäude eine Galerie und ein Saal für Weinverkostung untergebracht.
Neben dem Verwaltungsgebäude des Komplexes steht auf eine Steinsäule die Statue vom Hl. Martin, der Schutzpatron der rumänischen Königsfamilie.
In unmittelbarer Nähe zu den Terrassen befindet sich ein 25 m hoher Wasserfall. Eine etwas kleinere Kaskade entspringt aus dem „Garten Allahs“ entlang einer dicken Mauer, durch drei Wasserhähne in ein tiefes Steinbecken fallend.
Die Kappelle „Maria Himmelfahrt“ wurde im Jahre 1932 errichtet und befindet sich in einem anderen weißfarbenen Garten. Der holzgeschnitzte Thron und die Ikonostase sind jedoch schon im Jahre 1721 gemacht und wurden speziell für die Kappelle aus Zypern erworben.
Von der Kappelle aus erreicht man den Liliengarten, auch „Der Garten mit dem kreuzförmigen Teich“ genannt. Das Wasserbecken ist wie ein Kreuz in eine Steinterrasse ausgehöhlt und wird von schweren Schiffsketten gestützt. Von dort führt eine weiße Steintreppe zum „Garten Getsemani“, umgeben von im Frühling blühenden schwarzen Tulpen. Im „Garten Getsemani“ wachsten seltene Baum- und Straucharten, wie z.B. Jujube, Kaki, Granatapfel, Feigen, holländische Tulpen in allen Nuancen, Begonien, Lilien, u.a.
Im nördlichen Teil des Gartens befindet sich ein kleines Gebäude, das schon vor dem Bau des Palastes vorhanden war. Von dessen Wand sprudelt ein starker Wasserstrahl heraus, von dem man glaubt, heilende Wirkung zu haben. An der Stelle wurde eine kleine Kappelle mit Wasserquelle erbaut.
Vom „Garten Getsemani“ gelangst man durch schmiedeisernen Tore in den Garten „Mavi Dalga“ (die Blaue Welle). Der wurde entlang der unteren Terrasse an der Meeresküste zwischen 1930 und 1933 angelegt. Steinwege unterteilen den Garten in verschiedenen Ecken. Hier wachsten Magnolien, sowie ein sehr seltenes und wertvolles Exemplar der Teppich-Zwergmispel.
Der Garten mit den Wasserlilien wird der „Englische hof“ genannt und wird vor dem eiskalten Meereswind durch massive Mauern geschützt.
Vom „Englischen Hof“, entlang an einem Weidenzaun und zwei Stufen entführen zu eine gewölbte Steinbrücke, die an die „Seufzerbrücke“ in Venedig erinnert.
Die restaurierten Wassermühlen werden heute als Hotelanlage des Komplexes benutzt.
Königin Maria verstarb am 18. Juli 1938 in Sinaya, Rumänien und nach ihrem Wunsch wurde ihr Herz in einer kleinen goldenen Truhe aufbewahrt und in die Kappelle des Palastes „Maria Himmelfahrt“ zurück gebracht, von wo es wieder im Jahre 1940 nach Rumänien kam.
Auf dem Geländer des Komplexes wird Werbe- und Informationsmaterial auf Bulgarisch, Rumänisch, Englisch und in anderen Sprachen verkauft.

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