Die Felskirchen von Ivanovo – Stadt Russe

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Das Felsenkloster „Hl. Erzengel Michael“ befindet sich 22 km von Russe entfernt, nahe des Dorfes Ivanovo, im Einzugsbereich des Naturparks „Russenski Lom“. Eine ausgeschilderte Asphaltstraße führt zum Komplex hin und PKW-Parklätze befinden sich am Fuße der Felsen. Das in den Felswänden errichtete Stufensystem ermöglicht den Besuchern den Zugang zu den verschiedenen Kirchen und Kapellen der gesamten Umgebung.
Das Kloster wurde in den 20er Jahren des 13. Jh. vom Mönchen Yoakim gegründet, der später zum bulgarischen Patriarchen wurde. Die bulgarischen Könige Yoan Asen II. (1218-1241), Yoan Alexander (1331-1371) und weitere Vertreter des königlichen Hofes gehörten zu den Gönnern des Klosters und ihre Spender-Porträts sind bis heute noch erhalten.
Das Kloster vereint mehrere Bereiche von Felsenräumen. In sechs der Kirchen sind Fresken konserviert, die Merkmale der bulgarischen religiösen Kunst des 13. – 14. Jh. aufzeigen. Während des Zweiten Bulgarischen Reiches (12. – 14. Jh.) beweist sich das Kloster als großes geistiges und literarisches Zentrum. Inschriften auf den Wänden der Zellen liefern Auskunft über wichtige historische Ereignisse.
Die Fresken in der Kirche “Sveta Bogoroditsa” sind weltberühmt. Sie gehören zu den repräsentativsten Vertretern paläologischer Kunst auf dem Balkan. Ihre außergewöhnliche künstlerische Qualität ist der Grund für deren Aufnahme in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes.
Im 14. Jh. wurde das Kloster zum Zentrum des Hesychasmus – eine mystische Bewegung im orthodoxen Christentum. Die Felsenanlage Ivanovo bestand auch während der ersten Jahrhunderte der osmanischen Herrschaft, zerfiel jedoch allmählich.
Im Jahre 1978 wurde es zum Nationalen Archäologischen Reservat erklärt. Heute ist das Kloster außer Betrieb.
In der Anlage werden Informationsmaterial und Souvenirs verkauft.

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