Höhle „Orlova Chuka“

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Die Höhle „Orlova Chuka“ liegt ca. 40 km von Ruse entfernt, unweit des Dorfes Pepelina. Die Höhle wurde 1941 von einem Schäfer entdeckt, der seine Tiere in der Gegend weidete.
1959 wurde die Höhle mit 124 Steinstufen und einem künstlicher Eingangstunnel versehen. Die Höhle erkundend, stießen die Höhlenforscher auf die Skelette von Höhlenbären. Man nimmt an, dass die Höhle im Paläolithikum und in der Kupfersteinzeit von Menschen bewohnt wurde. Die Höhle gilt als Natursehenswürdigkeit (Verordnung Nr. 2810, 10.10.1962). Heute sind ca. drei Kilometer der Höhlengänge beleuchtet und für Besucher zugänglich.
Ihren Namen verdankt die Höhle dem Felsenkranz über ihrem Eingang. Die Höhle Orlova Chuka ist der Lebensraum von verschiedenen Fledermausarten – der Großen- (Rhinolophus ferrumequinum)und der Kleinen Hufeisennase (Rhinolophus Hipposideros) und des Kleinen Mausohrs (Myotis blythii). In den Galerien haben zudem die in Europa als einzigartig geltenden Fledertiere (Chiroptera) ihr Domizil.
Auch in der Gegenwart wird die Höhle weiter erkundet.
Vom künstlichen Eingang aus gelangt man in den ersten Höhlensaal namens „Konzertsaal“. Dieser wir aufgrund seiner guten Akustik häufig für Konzerte genutzt. Im Rahmen des Höhlenfestes wird hier alljährlich im August das Festkonzert ausgetragen. Im „Konzertsaal“ befindet sich zudem der „Große Stalaktit“ mit einer Länge von 3,5m und einen Durchmesser von einem halben Meter.
In der Höhle gibt es zahlreiche weitere interessante Formationen – den „Dinosaurier“, den „Uhu“, die „Schildkröte“ u.a.
In der „Großen Galerie“ westlich des Konzertsaals befinden sich zahlreiche herrlich geformte Sinterseen.
Der größte zugängliche Saal der Höhle nennt sich „Golemite sipei“ (Große Geröllhalden). Die Wände zieren Sinter-Formationen, in den sich bei genauerem Hinsehen interessante Figuren abzeichnen, die einer Schlange, einem Kicker mit Ball etc. ähneln. Die Felsblöcke auf dem Saalboden sind offenbar bei schweren Erdbeben herbgestürzt. Der Untergrund weist zudem große Mengen an Ablagerungen von Fledermauskot auf, da der Saal einer der Lieblingsplätze der in der Höhle lebenden Fledermäuse ist.
In unmittelbarer Nachbarschaft des Großen-Geröllhalden-Saals befindet sich der Kleine Geröllhalden-Saal „Malkite sipei“. Westlich der Hauptgalerie geht ein Tunnel ab, an dessen Ende man zum „Kosmisches Saal“ gelangt.
Unweit des Saales „Pochivka“ (Erholung) gibt es einen Tunnel, an dessen Ende Kalzitkristalle geformt sind, die Spalten ähneln.
Die Höhle ist zu jeder vollen Stunde in Gruppen begehbar (max. 15 Personen). Aufnahmen in der Höhle sind erlaubt. Verboten sind das Anzünden von Feuer, Störungen der in der Höhle lebenden Tiere sowie das Betreten der für Besucher unzulässigen Höhlengalerien. Vom 1. November bis 1. April sind Höhlenbesichtigungen verboten. In den restlichen Monaten kann man die Höhle von 9:00 – 17:00 Uhr besichtigen. Im Objekt sind Informationsmaterialien und Souvenirs erhältlich. Die Höhle darf nur in Begleitung eines Höhlenführers betreten werden!

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