Trigrad

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Trigrad ist ein schmuckes Dorf, das in einer Höhe von 1240 Metern über dem Meeresspiegel in den West-Rhodopen, fast an der Grenz zu Griechenland liegt. Es gehört zur Gemeinde Devin, Bezirk Smolyan und ist mit seinen Sehendwürdigkeiten und der Gastfreundlichkeit seiner Bewohner bekannt.
Viele archäologische Funde bezeugen die alte Geschichte des Ortes. In der Umgebung wurden steinzeitliche Höhlenbehausungen und thrakische Heiligtümer entdeckt. Es wird angenommen, dass das Dorf aus drei kleineren Dörfern entstanden ist. Ein Beleg dafür ist der Name – „Trigrad“ heißt in Übersetzung aus dem Bulgarischen „Dreistadt“.
Die für die Rhodopen typische Natur entfaltet sich in der Umgebung von Trigrad in ihrer gesamten Schönheit. Es wechseln sich majestätische Nadelwälder mit alten Kiefern und sattgrüne Wiesen ab, während auf den hohen Felsen Waldstorchschnabel und die hier beheimatete Haberlea rhodopensis (ein Relikt aus dem Tertiär) das Marmorgestein schmücken. In der Nähe des Dorfs befindet sich das Schutzgebiet „Chairski ezera“ (auf Deutsch „Die Seen von Chaira“). Es sind sieben schöne Seen, die in Folge von Erdrutschen entstanden sind. Der Fluss Chirska hat aus den Felsen einen interessanten Durchbruch geformt und eine natürliche Steinbrücke geschaffen, die sich zehn Meter über dem Wasser erhebt – „Prevaletia Kamak“ (auf Deutsch „Überspannender Stein“). Am Oberlauf des Flusses liegt das Reservat „Shabanitsa“ mit einem wertvollen Mischwald aus Buchen und Fichten, dessen Bäume auf mehr als 200 Jahre geschätzt werden.
In der Nähe des Dorfes liegt die bekannte Schlucht von Trigrad – ein Schutzgebiet mit vielen Höhlen, von denen die bekanntesten der Teufelsrachen („Dyavolskoto Garlo“) und die Räuberhöhle („Haramiyska Peshtera“) sind. Mit diesen Höhlen steht der Mythos über den antiken thrakischen Sänger Orpheus in Verbindung, der der Sage nach ins Totenreich hinuntergestiegen ist, um seine geliebte Frau Eurydike zu suchen. Glaubt man örtlichen Legenden, sei dies über den „Teufelsrachen“ geschehen. Am 7. August werden jährlich in Trigrad die Orphischen Mysterien begangen. Heidnische Bräuche aus thrakischer Zeit, wie auch Umzüge von Schembartläufern, werden von den Klängen von Volksliedern aus den Rhodopen begleitet. Dieses Dorffest zieht alljährlich viele Touristen an.
Durch Trigrad verlaufen mehrere Tourismusmarschrouten. Die Wanderwege sind gut ausgeschildert und besitzen eine unterschiedliche Länge. Zu Fuß oder per Auto kann man zum nahegelegenen Dorf Yagodina gelangen. Dort befindet sich eine weitere Schlucht – „Buynovskoto Zhdrelo“, wie auch eine andere für Besucher geöffnete Höhle – die von Yagodina („Yagodinska Peshtera“). In der Nachbarschaft gibt es einen Fahradweg und einen Reitpfad. An Rand des Dorfes befindet sich ein Gestüt.
Die Schlucht von Trigrad ist ein beliebtes Objekt für Kletterer. Die Marschrouten beginnen unmittelbar gegenüber der Teufelsrachen-Höhle. Die Klettertouren haben einen hohen Schwierigkeitsgrad und sind für Anfänger nicht geeignet.
Trigrad ist ein Ort, der seit Jahrhunderten unverändert geblieben ist, weil er entfernt aller belebten Straßenverbindungen geblieben ist – vergessen von der übrigen Welt. Die herrliche Natur und die gastfreundlichen Dorfbewohner lassen den Urlaub hier zu einem unvergessenen Ereignis werden. Man kann in vielen Häusern des Dorfes Quartier beziehen, wo man mit den Spezialitäten der örtlichen Küche bewirtet wird.

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