Ethnografisches Museum – Plovdiv

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Das Regionale ethnografische Museum – Plovdiv ist das zweitgrößte spezialisierte Museum diesen Typs in Bulgarien. Es wurde 1917 gegründet und seit 1938 befindet es sich in den Räumen des Kuyumdzhieva Haus in der Altstadt, zum Kulturdenkmal wurde es im 4.Amtsblatt von 1995 erklärt.
Die reiche Ausstellungssammlung stellt die traditionelle Kultur der Thraker, der Rhodopen und im Sredna Gora (Mittler Wald) aus dem Zeitraum der Wiedergeburt (XVIII. – XIX. Jhdt.) vor. In den ständigen Ausstellungen wird die Landwirtschaft und die Viehzucht als Haupterwerbstätigkeit der Bevölkerung aus der Region dargestellt. Von den traditionellen Handwerken haben hier die charakteristischsten für den Zeitraum der Renaissance ihren Platz gefunden – das Schneider- und Stickerhandwerk, das Töpferhandwerk, das Kupfertreiben und Schmiedehandwerk. Die Goldverarbeitungsstätte wird mit der kompletten Einrichtung im Museum ausgestellt. Gezeigt wird ein Teil der reichen Kollektion an Schmuck und kirchlichem Zubehör. Auch das Stadtleben wird dargestellt. Die Einrichtungsgegenstände typisch für die Gastzimmer der Regionen von Koprivshtitsa, von den Rhodopen und der Stadt Plovdiv ergänzen die Information über die Lebensgewohnheiten und die Kultur der Bewohner in der Region.
Die Schöpfungen der bildenden Kunst im Regionalen ethnografischen Museum- Plovdiv zählen über 100 wertvolle Bilder, Ikonen, Statuetten, Leinwänden, Holzschnitte und Metallplastiken. Unter den Autoren findet man Künstler wie Simeon Velkov (1885 – 1966), Kosta Forev, Georgi Bozhilov – der Elefant (1935 – 2001), Dimitar Kirov (1935 – 2008), Kolyo Vitokovski (1925 – 1999).
Mit seinen über 2 000 Einzelstücken enthält die Bildersammlung ein großes Informationspotential über gelehrte Interpretationen und Darstellungen über das Leben in Plovdiv und dem Gebiet Plovdiv – Portraits, Bekleidung, Architektur, Lebensgewohnheiten, Festriten und andere. Der größte Teil der Bilder ist schwarz- weiß, auf Karton und vom Anfang des XX. Jahrhunderts, und seine Autoren sind die bekanntesten Fotografen aus der Zeit.
Die Ausstellungsammlung beinhaltet eine einzigartige Leinwand von Ivan Mrkvička (1825 – 1935) „Pazar v Plovdiv (Markt in Plovdiv)“ – eines der ersten Herstellungen, die das tägliche Leben der bulgarischen Stadt nach der Befreiung (1878) widerspiegeln.

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