Historisches Museum, Stadt Velingrad

Das Historische Museum von Velingrad wurde im Jahre 1952 gegründet. Es befindet sich im Stadtteil Kamenitsa in unmittelbarer Nähe zur „Hl. Troitsa“ Kirche (Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit). Die Hauptsehenswürdigkeit, die es zu besichtigen gilt, ist das Geburtshaus der Partisanin Vela Peeva (1922-1944) und das Museum, das seit einem halben Jahrhundert ihren Namen trägt.
Im Museum befinden sich drei Dauerausstellungen: Eine zu Gedenken an Vela Peeva, die ethnographische Sammlung „Das Gebirge – gastfreundliches Zuhause“ und die Ausstellung „Bemalte Ostereier“.
Im Museum von Velingrad befindet sich die größte Sammlung Bulgariens der verzierten Ostereier. Sie veranschaulicht die für die Chepinski Region typische Tradition, die Eier mit Stift und Wachs zu bemalen. Neben den Beispielen aus Velingrad, sind auch bemalte Eier aus anderen Teilen Bulgariens, sowie aus Zentral- und Osteuropa ausgestellt. Jedes Jahr am Vorabend des Osterfestes organisiert das Museum eine Exposition von Ostereiern aus Velingrad, stellt die traditionelle Wachstechnik vor, richtet eine Werkstatt ein und veranstaltet einen Ostereier-Malwettbewerb.
Die Ausstellung „Vela Peeva“ erzählt über das Leben dieser bulgarischen Partisanin, die 1944 stirbt und als Mitglied der Widerstandsbewegung gegen die Staatsgewalt und dessen pro-germanische Politik während des Zweiten Weltkrieges agierte. Die Exposition erläutert Ereignisse vor und während dem Zweiten Weltkrieg. Mit der Zusammenlegung der Gemeinden Kamenitsa, Ladzhene und Chepino im Jahre 1948 wird die neu gegründete Stadt nach der Partisanin benannt – Velingrad (grad: Stadt).
Die neuste Ausstellung ist dem in Velingrad geborenen Opernsänger Nikolai Gyaurov (1929-2004) gewidmet. Nach seinem Tod spendete seine Familie Gegenstände, Fotos und Dokumente des weltberühmten Opernsängers an das Museum. Ausgestellt sind die Originalkostüme aus der Vorführung „La Scala“ in Mailand, eine in Österreich hergestellte Münze mit seinem Abbild, Partituren und Schallplatten von seinen Auftritten. Die Ausstellung ist „mobil“ und somit häufig zu Gast bei verschiedenen Museen des Landes und im Ausland.
Die ethnographische Sammlung „Das Gebirge – gastfreundliches Zuhause“ stellt vielfältige Gewänder der unterschiedlichen religiösen Gemeinschaften, die in der Chepino Region angesiedelt waren, vor: Christen, Muslime und Aromunen.
In Stein gemeißelte Inschriften und Fotografien dokumentieren das älteste, in Betrieb stehende Mineralbad Bulgariens, das 1750-51 erbaut wurde.
Die Gegend um Velingrad hat auch eine jahrhunderterlange Tradition in der Holzgewinnung und -verarbeitung. Die Ausstellung umfasst Modelle und Exponate von alten Wasseranlagen, Walkmühlen und Spinnrädern.
Das Museum in Velingrad ist häufig Gastgeber von Ausstellungen von Museen aus dem In- und Ausland. Jährlich finden die Kulturfesttage von Velingrad statt, Jubiläen zu Ehren von Vela Peeva und dem Opernsänger Nikolai Gyaurov.
Das Museum bietet Informationsmaterial und Souvenirs an. Ganzjährig werden in der Werkstatt Ostereier nach der Wachstechnik bemalt.
Außer seiner spannenden Geschichte, rühmt sich Velingrad auch mit seinem heilenden Mineralwasser, das erfolgreich in der Behandlung des Bewegungsapparates und der Hypertonie, sowie bei neurologischen und gynäkologischen Erkrankungen, oder bei Nieren-, Atemwegs- und Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt wird.

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