Kapinovski-Kloster

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Das Kapinovski-Kloster „Sveti Nikolay Chudotvorets“ (Heiliger Wundertäter Nikolai) liegt 14 km von Veliko Tarnovo und ca. 5 km vom Dorf Velchevo entfernt. Das Kloster ist ein künstlerisches Kulturdenkmal (Ausgabe 51, Staatsanzeiger 1973).
Einer nicht mehr existierenden Inschrift nach hat an der Stelle der heutigen Konzilskirche einst eine noch ältere Kirche gestanden, die 1272 während der Herrschaft von Zar Konstantin Asen-Tih (Regierungszeit 1257–1277) erbaut wurde. Andere Thesen gehen davon aus, dass die Kirche 1228 von Zar Ivan Asen II. (Regierungszeit 1214 – 1241) errichtet wurde. Während der Eroberung des Tarnovoer Reiches durch die Osmanen wurde das Kloster in Brand gesteckt und seinem Schicksal überlassen.
Dank der Beharrlichkeit der Bewohner aus den umliegenden Dörfern wurde  das Kloster im XVII. Jahrhundert wieder aufgebaut. Da die Behörden eine offizielle Erlaubnis zur Wiederaufnahme der Klostertätigkeit verweigerten, arbeiteten die Menschen nachts am Kloster. Die neuen Klostergebäude wurden verrußt, um sie wie alte Bauten aussehen zu lassen. In der Folgezeit wurde das Kapinovski-Kloster einige weitere Male in Brand gesetzt, funktionierte jedoch ohne Unterbrechung weiter.
Anfang des XIX. Jahrhunderts begann dessen Erneuerung. 1835 errichteten Baumeister aus Dryanovo die neue Konzilskirche, die bis heute von Pilgern besucht wird. 1865 begannen die umfangreichsten  Bauarbeiten im Kloster. In dieser Zeit spendeten die Brüder Horozovski aus der Stadt Elena, die später zum Mönchtum übertraten,  Geld für den Bau eines neuen Wohntrakts mit interessanter Architektur.
Im XIX. Jahrhundert war das Kapinovski-Kloster ein bedeutendes religiöses Zentrum mit einer Klosterschule (auch Zellenschule). Die Mönche des Klosters beteiligten sich ferner aktiv an den Befreiungskämpfen gegen die osmanische Fremdherrschaft.
Im Kloster wurde ein Triptychon-Namenverzeichnis von 1700 gefunden, das im Archäologischen Museum in Sofia aufbewahrt wird. Aus dem XVIII. Jahrhundert sind Altartüren und ein holzgeschnitzter Fries erhalten. Auf der Ikonostase in der Hauptkirche und auch ansonsten können die Besucher sehr interessante Ikonen besichtigen. Aus dem XVIII. Jahrhundert stammen die Ikonen „Heiliger Ilia auf dem Kampfwagen“ mit 12 Szenen aus dem Heiligenleben, „Heiliger Dimitar auf dem Pferd“, „Einführung der Jungfrau Maria“ u.a.
Das Kapinovski-Kloster ist ein tätiges Mönchskloster. Seinen Festtag begeht es am 6. Dezember. Das Kloster bietet Übernachtungsmöglichkeiten.

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