Nationales Geschichtsmuseum – Sofia

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Das Nationale Geschichtsmuseum ist eins der größten und reichsten seiner Art auf der Balkanhalbinsel. Darin werden mehr als 700.000 Kulturdenkmäler aufbewahrt, die die historische Entwicklung der heutigen bulgarischen Gebiete von vor 8000 Jahren bis heute dokumentieren. In den Ausstellungssälen werden kaum zehn Prozent der Museumssammlung gezeigt.
Das Nationale Geschichtsmuseum wurde 1973 geschaffen, wobei eine erste Ausstellung 1984 in den Räumlichkeiten des Justizpalastes eingerichtet wurde. Anlass war die 1300-Jahr-Feier zur Gründung des bulgarischen Staates auf der Balkanhalbinsel. Seit dem Jahr 2000 ist das Museum im Gebäude Nr. 1 des Residenzviertels der Regierung im Stadtviertel Boyana untergebracht.
Die ständige Ausstellung ist in fünf Sälen aufgeteilt: Urgeschichte, antikes Thrakien, Mittelalter – Erstes Bulgarenreich (7. bis 11. Jh.) und Zweits Bulgarenreich (12. bis 14. Jh.), bulgarische Landen 15. bis 19. Jahrhundert und Dritter bulgarischer Staat (1878 bis heute).
Die Sammlung zur Urgeschichte (7. bis 2. vorchristliches Jahrtausend) zeigt unterschiedlichste Werkzeuge aus Knochen und Stein, kleine Idole, Schmuck und Keramik.
In einem weiteren Saal sind einzigartige Schätze aus der Zeit der Thraker ausgestellt. Zur Museumssammlung gehören die in der ganzen Welt berühmten Schätze aus Panagyurishte, Rogozen und Letnitse, wie auch der beim Dorf Duvanlii ausgegrabene Schatz. Hier können ebenso die unzähligen Grabbeigaben und Schmuckstücke bewundert werden, die bei der Erforschung der im ganzen Land anzutreffenden Hügelgräber entdeckt wurden.
Die mittelalterliche Geschichte Bulgariens wird in einem gesonderten Saal vorgestellt. Die Sammlung beinhaltet Gegenstände des Ersten Bulgarenreiches (7. bis 11. Jh.) und Zweiten Bulgarenreiches (12. bis 14. Jh.), darunter Schmuck, Münzen, Zierkeramik, Ikonen, Reliquienschreine u.a. In einem weiteren Saal wird die Geschichte der bulgarischen Landen aus der Zeit der osmanischen Fremdherrschaft (1396 bis 1878) verdeutlicht. Diese geschichtliche Periode ist in zwei Abschnitte unterteilt: Spätmittelalter (15. bis 17. Jahrhundert) und Bulgarische Wiedergeburt (18./19. Jahrhundert). Verschiedene Gegenstände dokumentieren den Kampf um die nationale Kirche und staatliche Unabhängigkeit, die Tätigkeit der revolutionären Organisationen, den Aprilaufstand von 1876 und die Befreiung von 1878.
Näheres über die geschichtliche Entwicklung Bulgariens von der Neugründung des Staates 1878 bis 1946 können die Besucher in einem anderen Museumssaal erfahren. Mit über 600 Exponaten wird die neuzeitliche Entwicklung des Landes vorgestellt. Ein besonderes Augenmerk gilt den Monarchen – zu sehen sind Gegenstände der königlichen Familie, wie auch eine Vielzahl von Zeitzeugnissen von der Wiedererrichtung der bulgarischen Staatlichkeit (1878 bis 1946).
In einem weiteren Saal ist ein Münzkabinett eingerichtet. Die wertvollsten Exponate stammen aus der Zeit des Zaren Ivan Asen II. (1218-1241) und des Zaren Ivan Alexander (1331-1371), wie auch byzantinische Münzen u.a.
Zur ethnographischen Sammlung des Museums gehört die Rekonstruktion eines Klassenzimmers aus der Zeit der Bulgarischen Wiedergeburt.
Im Museumshof ist eine reiche Sammlung von Architekturfragmenten aus verschiedenen Epochen ausgestellt, angefangen von der griechisch/römischen Antike über die byzantinische Spätantike bis zum bulgarischen Mittelalter und der Wiedergeburtszeit.
Das Museum verkauft verschiedene Souvenirs, Informationsmaterial und Fachliteratur. Den Besuchern steht ferner eine Bibliothek zur Verfügung.

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