Regionales Historisches Museum, Smolyan

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Das regionale historische Museum – Smolyan wurde im Jahre 1935 gegründet von der politischen Person Stoyu Nedelchev Shishkov (1865 – 1937) – ein bekannter Erforscher der Folklore, ein Ethnograf und Autor von vielen Aufsätzen über die Lebensgewohnheiten, Traditionen und die Kultur des Gebietes der Rhodopen. Heute trägt das Museum den Namen seines Begründers und ist das größte Museum auf dem Territorium der Mittel-Rhodopen.
Das Museum befindet sich im Stadtzentrum, und in seinen Ausstellungen und Sammlungen werden um die 150 Gegenstände aus der Geschichte, über Lebensgewohnheiten und die Kultur der Rhodopenbewohner aufbewahrt.
Die ständige Ausstellung des Museums – „Kulturhistorischer Reichtum der Rhodopen von der Antike bis in unsere Tage“ – ist in einige Abteilungen unterteilt und stellt die Geschichte, die Lebensumstände, das Handwerk und die Architektur der Region dar. Der Rundgang des Museum beginnt mit der Ausstellung über rhodopische Glocken (musikalische Instrumente, ähnlich zu Glocken, die bei Folkloretänzen benutzt werden) und Teppiche (Decken, gewebt aus langer Wollfaser). Im Raum „Vorgeschichte“ können die Besucher Gegenstände von archäologischen Ausgrabungen sehen, die in einigen rhodopischen Höhlen vorgenommen wurden. Es werden die in der Yagodinska-Höhle gefundenen tönernen Gefäße, Wirbelknochen zum spinnen, tönerne Töpfe und andere Gegenstände ausgestellt. Ein interessanter Fakt ist, dass bei Erforschungen der Yagodinska Höhle Keramik aus der Neolithikum-Epoche gefunden wurde.
Einige der wertvollen Ausstellungsstücke des Museums wurden im Dorf Mogilitsa gefunden. Gussformen zum Gießen von bronzenen Gegenständen, die aus dem XIV – XIII. Jhdt v. Chr. stammen. Eine andere Sammlung des Museums erzählt über die Anwesenheit der Thraker in den Rhodopen. Bei Erforschungen der Hügel- Nekropolen und Heiligtümern wurden tönerne Gefäße, Schmuck, Speere, Pfeile und Schwerter gefunden. Beim Dorf Beden wurde ein bronzener Helm aus dem IV. – III. Jhdt. v. Chr. entdeckt – dieser ist ein Teil der charakteristischen Kriegsausrüstung. Ein interessantes Exponat ist auch die bronzene Lampe aus dem Dorf Hvoyna, dessen Griff in Form eines Rehkopfes abschließt. Aus der Zeit des Mittelalters werden Schmuckstücke ausgestellt, die in mittelalterlichen Nekropolen gefunden wurden. Diese Fundstücke ähneln sehr dem Schmuck aus Nekropolen im Gebiet Pliska, Preslav und anderen.
In der ethnografischen Ausstellung werden traditionelle rhodopische Trachten aus dem XIX. und der ersten Hälfte des XX. Jhdts ausgestellt. Die Besucher können die alltägliche und die festliche Frauenbekleidung anschauen, genauso wie auch verschiedene Arten von Männerkostümen, die in den Mittleren Rhodopen verbreitet waren. Im Raum „Zeremonielle Einrichtung“ werden Traditionen vorgestellt, die die rhodopische Hochzeit begleitet haben. Es werden Männerschmuck, zeremonielles Gebäck, Hochzeitskleider und anderes gezeigt.
In der ethnografischen Ausstellung befindet sich die Kollektion „Pastoraler Holzschnitt“. Es werden Gegenstände aus Holz ausgestellt, die von Hirten ausgearbeitet wurden, so sind die interessantesten für die Besucher die Hirtenstöcke.
Mit abwechslungsreichen Gegenständen werden die traditionellen Handwerke in den Mittel-Rhodopen vorgestellt – Schmieden, Kupfertreiben, Weberei. Die charakteristischen Elemente eines rhodopischen Hauses werden mit reichhaltigem Bildermaterial aufgezeigt.
Den Kostümen und Masken der Kukeri (Mimen/Puppen) wird besondere Beachtung geschenkt. Im Raum „Traditionen und Gegenwart“ werden Traditionen zu Ostern, Georgstag, zu Baba Marta (Frühlingsfest) und anderen Festlichkeiten dargestellt. Es werden auch traditionelle bulgarische Musikinstrumente ausgestellt – Gayda (Dudelsack), Tambura (Tamburizza), Kavali (Hirtenflöte) und andere. Das Museum ist oft Gastgeber von vorübergehenden Ausstellungen und Sammlungen.
Hier kann man Informationsmaterial und Souvenirs erstehen.

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