Reservat Ali Botush

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Das Reservat Ali Botush liegt im Slavyanka-Gebirge südlich vom Pirin-Gebirge. Die politische Grenze zwischen Bulgarien und Griechenland verläuft entlang des Gebirgskamms, während die Hälfte seiner Fläche sich auf dem Territorium Griechenlands befindet. Das im Grenzgebiet gelegene Gotsev Vrah (2212 m) ist der höchste Berggipfel und liegt im ca. 20 km langen und ca. 10-12 km breiten Grenzstreifen. Bis 1995 war das Gebirge als das Ali Botush-Gebirge bekannt.
Slavyanka zeichnet sich durch seine Karstlandschaft und seine außergewöhnliche Pflanzenvielfalt aus. Man nennt es auch das „Kitka Gebirge” (китка /kitka/: Blumenstrauß), weil es fast das ganze Jahr über einem Blumengarten ähnelt.
Das Reservat „Ali Botush” wurde auf Ministerratverfügung Nr. 1171/ 24.09.1951 angelegt, mit dem Ziel, den einmaligen Pflanzenreichtum der Region zu erhalten. Anfangs erstreckte sich das Reservat auf 523,9 Hektarn. Heute nimmt es, nach mehrmaligen Erweiterungen, eine Fläche von 1628 Hektarn ein.
Am 1. März 1977 wurde das Reservat in die UNESCO-Liste der Biosphärenreservate nach dem Programm “Der Mensch und die Biosphäre” aufgenommen. Ziel ist es, dass die einmaligen Reliktwälder aus Schlangenhautkiefer, Schwarzkiefer und Borisova Tanne, sowie die reiche Pflanzen- und Tierwelt erhalten bleiben.
Im „Ali Botush“ sind der zimtfarbene Waldboden, der braune Waldboden und die Humuscarbonatböden verbreitet. Anzutreffen sind auch die podsolierte Braunerde, und in den höher gelegenen Teilen der Gebirgsweide-Boden. Die niedriggelegenen Teile des Reservats sind vom zimtfarbenen Waldboden bedeckt, auf dem ausschließlich Kieferngewächse gedeihen: Schwarz- und Schlangenhaut-Kiefern.
Die Schwarzkiefer (Pinus nigra) nimmt den Bereich zwischen 1000 und 1450 m ein.
Darüber, bis zu 1800 m über dem Meeresspiegel beginnt der Schlangenhautkieferwald (Pinus leucodermis) – Schlangenhautkiefer gehört zu den seltenen, geschützten und interessantesten Vertretern der bulgarischen Dendroflora. Das ist das größte Vorkommen dieses Baums auf der Balkanhalbinsel.
Die Laubwälder sind nur im nordwestlichen Teil des Reservats zwischen 500-700 m Meereshöhe vertreten – Rotbuche (Fagus silvatica), Europäische Hopfenbuche (Ostrya carpinifolia).
Es sind über 1400 verschiedene Grasarten ausgemacht worden, davon sind 20 bulgarische Endemiten (Pflanzen, die nur an diesem Ort vorkommen), 42 Balkan-Endemite und eine Reihe anderer geschützter, seltener und vom Aussterben gefährdeter Arten, die in das Rote Buch der Republik Bulgarien aufgenommen wurden.
Geschützte Pflanzenarten sind: Venushaarfarn (Adiantum capilus veneris), Fritillaria drenovskyi, Pulsatilla rodopaea.
Die Tierwelt ist auch interessant. Neben den landestypischen Arten wie Reh (Capreolus capreolus), Wildschwein (Sus scrofa), Feldhase (Lepus europeatus), Rotfuchs (Vulpes vulpes) kommen auch Goldschakal (Canis aureus), zwei Schildkrötenarten (Testudo greca, T. eversmanii), Lacerda erhardi, der äußerst seltene europäische Katzenatter (Telescopus fallax) vor.
Von Interesse sind ebenfalls die Schmetterlinge, von denen einige Arten für die Wissenschaft neu sind.
Das Territorim des Reservats „Ali Botush“ steht unter strengsten Erhaltungsmaßnahmenaufsicht. Jegliche Aktivitäten sind untersagt, mit Ausnahme von Besuchen zu wissenschaftlichen Zwecken, dem Personendurchgang auf den markierten Wegen, dem Sammeln von Pflanzensamen, dem Löschen von Bränden und der Abwasserbeseitigung in den Wäldern.
Das Reservat wird von der Regionalen Aufsichtbehörde für Umwelt und Wasserwirschaft Blagoevgrad verwaltet.
Der Zutritt ins Reservat ist begrenzt, die Fortbewegung findet nur auf den markierten Pfaden statt, und die vorherige Zustimmung des Ministeriums für Umwelt und Wasserwirtschaft ist vor jedem Besuch zwingend notwendig.

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