Teufelsrachenhöhle – Dyavolsko Garlo

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Die Teufelsrachenhöhle (Dyavolsko Garlo) befindet sich in den westlichen Rhodopen, 1,8 km vom Dorf Trigrad entfernt und 17 km südlich der Stadt Devin. Sie ist eine Höhle, die nicht mit beeindruckenden Tropfsteinen glänzt. Das, was die Menschen magisch anzieht, ist die Möglichkeit einer wirklichen Naturgewalt nahe zu sein, bis zum kleinsten Teilchen der unheimlichen und beängstigenden Unterwelt. Der Eingang der Höhle ähnelt einem Teufelskopf, aus dessen Rachen sich ein gewaltiger heulender Wasserfall ergießt. Schon in tiefster Antike wurde die Menschheit von der Abbildung gefangen und viele Legenden wurden geboren.
Die bekannteste Überlieferung besagt, dass durch den Dyavolskoto Garlo der Orpheus in die Unterwelt gestiegen ist, in das Königreich des Hades, um seine Geliebte Eurydike zu suchen.
Die Höhle ist verklüftet und nicht verzweigt. Die Wässer des Flusses Trigradska Reka stürzen aus der „Garloto“ (Gurgel) aus einer Höhe von 42 Metern, und stellen damit den höchsten unterirdischen Wasserfall der Balkanhalbinsel dar. Wegen dem ohrenbetäubenden Getöse, das erzeugt wird, wird der Saal mit dem Wasserfall „Buchashtata Zala“ (dröhnender Saal) genannt. Dieser ist riesengroß – der zweitgrößte Höhlensaal in Bulgarien. Ungefähr in 400 Metern Entfernung vom Eingang verliert sich das Wasser in einem Siphon. Die Länge des Siphons ist 150 Meter, und nach einer 60 Meter langen Galerie verlässt der unterirdische Fluss die Höhle und kommt abermals an die Oberfläche durch eine andere Höhle.
Ein interessanter Fakt ist, dass nichts, was man in das Wasser des Dyavolskoto Garlo tut, wieder aus dem Ausgang der Höhle hinauskommt. Es wurden mehrere Experimente mit hölzernen Klötzen und anderen unterschiedlichen Gegenständen durchgeführt, die spurenlos im unterirdischen Fluss verschwunden sind und so umso mehr die Neugier und Phantasie erweckt haben. Ein Test mit Färbemitteln hat gezeigt, dass mehr als 1,5 Stunden vergehen, bevor das Wasser die kurze Strecke von einer zur nächsten Öffnung nimmt, welches neue Fragen und Rätsel über die Ausmaße des unterirdischen Flusssystems aufgibt.
Der touristische Wanderweg beginnt bei der künstlichen Galerie, die zu der Quelle der Wasserströmung und zum „Buchashtata Zala“ führt. Es folgen 301 Stufen an dem atemberaubenden heulenden Wasserfall entlang. Die Ansicht des brodelnden Wassers, das ohrenbetäubende Getöse des Wasserfalls und der riesige Raum des Saales ist wirklich beeindruckend. Die gesamte Route ist durch Geländer gesichert. Attraktiv sind die drei Reliefs, eingeschnitten in die Felsen der Höhle. Das erste stellt einen Teufelskopf dar, nahe bei dem Besuchereingang und kurz bevor man in den Buchasctata Zala absteigt. Das zweite Relief ist ein Mann in natürlicher Größe, in antikem Stil, eingeschnitten in den Stein in dem Buchashtata Zala. Auf dem Weg zum Ausgang kann man eine kleine Quelle sehen, mit ausgegrabenem Miniaturaltar mit einer Figur der Heiligen Maria.
Geeignet für Besuche ist die Zeit im späten Frühling und Sommer, wenn der Eingang der Höhle mit frischem Grün eingefasst ist und das Gebirge Rhodopen am gastfreundlichsten ist. Der ansässige Höhlenverein organisiert Abstiege mit Booten in die Höhle von Anfang Mai bis Ende Oktober. Der Klub stellt die Ausstattung – Boote, Sicherheitswesten und Sicherheitsgurten. Der Abstieg erfolgt jeweils zu dritt in einem Boot mit einem Führer.
Der Besuch der Höhle kann nur in Begleitung eines Führers stattfinden.

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