Thrakisches Heiligtum – Observatorium Beglik Tash – Stadt Primorsko

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Das thrakische Heiligtum Beglik Tash befindet sich im höchstgelegenen Teil (128 m über dem Meeresspiegel) des gleichnamigen Kaps in der Umgebung von Primorsko. Es umfasst eine Fläche von 0,6 ha. Das bewaldete Territorium, auf dem sich das Heiligtum befindet, gehörte einst zur Jagdresidenz des ehemaligen kommunistischen Staatsführers Todor Shivkov (Regierungszeit 1954-1989). Aus diesem Grund blieb der Wissenschaft bis 2003 eine der größten Entdeckungen zur thrakischen Geschichte an unserer südlichen Schwarzmeerküste verwehrt.
Der Eingang des Heiligtums befindet sich auf der Südwestseite. Über einen Felsenpfad erreicht man das steinerne „Ehebett“, das von zwei Opfersteinen umgeben ist. Diese sind mit tiefen Wannen versehen und mit einer Rinne zur Umfüllung von Ritualgetränken verbunden: Wein, Milch, Olivenöl, Regenwasser. Es folgt ein Steinthron, von dem tiefe eingehauene Rinnen und sich kreuzende Linien abgehen, die sich in einem großen viereckigen „Bottich“ vereinen. Den östlichen Teil des Kreises füllen drei große runde Steine aus. In die Oberfläche des höchstgelegenen Steines ist der 60cm lange und 34cm breite „göttliche Abdruck“ eingearbeitet. Den gleichen „göttlichen Abdruck“ entdecken wir am gegenüberliegenden Südpunkt, am Fuße der Felsenterasse. Die göttlichen Abdrücke markieren den innersten heiligen Raum, der nur für in die Mysterien Eingeweihte bestimmt war.
Bisher am eingehendsten erforscht wurde der Hauptplatz des Heiligtums. Dieser hebt sich leicht vom umliegenden Terrain ab. Auf dem Platz selbst sind in einem Kreis mit einem Durchmesser von 56m Felsenelemente angeordnet, die zur Abhaltung verschiedener Rituale dienten. Diese haben ihren natürlichen Charakter bewahrt, wurden jedoch von Menschenhand versetzt und mit typischen sakralen Symbolen und Zeichen versehen. Hinter ihnen erhebt sich eine astromische Uhr, bestehend aus 16 flachen, runden Steinen und einem gewaltigen Dolmen, der die „Heilige Höhle“ verkörpert, in der die Göttin-Mutter ihren Sohn-Sonne zur Welt bringt, als auch das „Labyrinth“ – den Weg der Bewährung.
Die archäologischen Ausgrabungen brachten Tongefäße, steinerne Arbeitswerkzeuge und Waffen, Feuersteine, Münzen etc. ans Tageslicht, die belegen, dass das Heiligtum Mitte des II. Jahrtausends v. Chr. entstanden ist und Anfang des IV. Jahrhunderts zerstört wurde. Da der Standort in der Folgezeit keinerlei baulichen Aktivitäten ausgesetzt war, sind die einzigartigen sakralen Elemente in ihrer ursprünglichen Form erhalten geblieben.

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