Tombul Moschee „Şerif Halil Paşa”, Shumen

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Die Moschee Şerif Halil Paşa, bekannt auch als Tombul Moschee, befindet sich in der Stadt Shumen. Sie wurde im Jahr 1744 gebaut. Die Architektur des Tempels wurde von dem orientalischen Architekturstil „lale“ (Tulpe), der am Anfang des XVIII. Jahrhunderts entstand, beeinflusst. Dieser Stil charakterisiert sich durch die Einführung von Elementen des französischen Barocks.
Zusammen mit den Gebäuden in seiner Nähe ist der Tempel der größte in Bulgarien. Er ist auch der Tempel mit der größten architektonischen Bedeutung des Landes. Er ist der zweit größte Tempel auf der Balkan Halbinsel nach der Sultan Selim Moschee, die sich in der Stadt Odrin, in der Türkei befindet.
Tombul Moschee wurde als Architektur-Bau Denkmal mit Ausgabe 22 des Amtsblatts in 1975 anerkannt. Die Tombul Moschee gehört auch zu den 100 nationalen touristischen Objekten.
Der Architekturkomplex dehnt sich auf einer Fläche von 1730 m² aus. Alle Teile des Komplexes gehören zu einer allgemeinen Komposition und sind durch Innenhöfe verbunden.
In den Gebetssaal kommt man durch einen offenen Eingang mit hohen Arkaden in mauretanischem Stil. Der Eingang wird durch viele massiven Marmorstützen gesichert.
Der Hauptkörper des Tempels schaut wie ein vierflächiges Prisma mit quadratischem Fuss (15m х15m) aus. Der Gebetssaal wird durch vier Reihen von Fensteröffnungen beleuchtet. Die obere drei Reihen haben farbliche Gläser. Die Anfertigung des Exterieurs und des Interieurs besteht aus barocken Details und Plastik.
Während Erforschungen im Jahr 2005 wurden im Interieur originelle Wandmalereien auf den Denken und den Wänden gefunden. Diese Malereien wurden später mit einer neuen Schicht von Malereien bedeckt.
Der Balkon in dem Saal ist der Raum wo die Frauen beten. Der Gebetssaal hat eine ausgezeichnete Akustik, die sich durch die zahlreichen Tontöpfe, eingebaut in der Kuppel und auch in den Wänden, ergibt. Auf den Wänden des Tempels werden Omen aus dem Koran (Strophen) und die Wörter des Prophets (Hadiths) aufgeschrieben.
Links vom Gebetssaal kann man den Komplex Madrasa (moslemische Fach- oder Hochschule) besuchen. Der Komplex besteht aus zwölf Räumen, wo die Studenten wohnten, und eine Bibliothek auf dem zweiten Stock. Hier wurden sehr wertvolle Bände mit Werken auf Arabisch und Persisch, sowie Karten des berühmten arabischen Geographs (Anfang XII. Jahrhundert) Abu Abdal Muhammad Idrisi aufbewahrt. Später wurden die Bände und die Karten zur Aufbewahrung zu der nationalen Bibliothek „Sv. Kiril i Metodiy” in der Stadt Sofia geschickt.
Das Minarett der Moschee ist 40 m hoch. Es hat einen kleinen Balkon und 99 Steintreppen in der Form einer Spirale. Im letzten Hof, der auch als Arkadehof wegen der Form seinen Gewölben bekannt ist, wurde ein großer Springbrunnen gebaut. Dort machen die Muslime eine rituelle Waschung vor dem Gebet – das so genannte Wudu.
Die Moschee Şerif Halil Paşa ist seit ihrer Entstehung bis heute jeden Tag offen für Gebete. Heute, außer ein Tempel und ein Geisteszentrum der muslimischen Gemeinschaft, ist die Moschee auch ein intensiv-besuchtes touristisches Objekt.
In der Moschee werde Informationsmaterialien und Souvenirs verkauft.

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