Zoologischer Garten, Sofia

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Eine der Attraktionen der bulgarischen Hauptstadt Sofia ist der Zoologische Garten. Er ist der größte und älteste der Balkanhalbinsel. Die Anlage nimmt ein Fläche von 360 Hektar ein. Der Zoo wurde 1888 von Fürst Ferdinand gegründet, wobei sich zu Beginn die Anlage neben dem Fürstenschloss befand. Das erste Tier des Zoologischen Gartens war ein Mönchsgeier (Aegypius monachus). 1892 wurden die ersten zwei Löwen in den Zoo gebracht.
Mit den Jahren wurde der Zoo schnell populär und verwandelt sich in einen Ort der Erholung, zum Vertreiben der Langeweile, aber auch zur Wissensbereicherung. International wurde der Zoo mit seinen Experten und der Vermehrung wertvoller und seltener Tierarten bekannt.
Der Zoologische Garten wurde in die Liste der 100 nationalen touristischen Objekte Bulgariens aufgenommen.
Die Anlage ist in mehrere Bereiche eingeteilt, die Weidetieren, Primaten, Raubtieren und Vögeln vorbehalten sind, ferner gibt es ein Aquarium und ein Terrarium.
Unter den Weidetieren werden 20 Arten gehalten; ein Nashorn (Rhinocerotidae), zwei Nilpferde (Hippopotamus amphibius), die Elefantenkuh (Elephantidae) Artayda – Emblem des Zoos, verschiedene Zebraarten (Equus), Rothirsche (Cervus elaphus), Damhirsche (Dama dama), Mufflons (Ovis orientalis ssp.), Wildschweine (Sus scrofa), neuweltliche Schweine oder Pekaris (Tayassuidae), amerikanische Bison (Bison bison), wärmeliebende Rinder (Bos Taurus) , Mendesantilopen oder Addax (Addax nasomaculatus), ein Pärchen Trampeltiere (Camelus bactrianus), braune Letschwe (Kobus leche kafuensis) – ein typischer Vertreter der amerikanischen Fauna und Mähnenspringer (Ammotragus lervia).
Der Bereich Primaten dehnt sich auf zwei Pavillons aus – einer für die kleineren und einer für die großwüchsigeren Arten. Hier kann man 12 Affenarten sehen – die größte Gruppe ist die der Mantelpaviane (Papio hamadryas). Im benachbarten Käfig sind Bengalische Hanuman-Langure (Semnopithecus entellus) untergebracht. Die größte Attraktion für die Besucher ist die Gruppe der südlichen Schweinsaffen (Macaca nemestrina). Andere wertvolle Arten sind der Katta (Lemur catta), der Steppenpavian (Papio cynocephalus), das Weissgesicht-Seidenäffchen (Gallithrix jacchus, G. Geoffroyi), das Zwergseidenäffchen (Callithrix pygmaea), die Makaken (Macaca) u.a.
Der Bereich „Raubtiere“ ist in drei geteilt: Großkatzen, Bären und kleine Raubtiere. Vertreter sind Braunbär (Ursus arctos), Löwe (Panthera leo) und Tiger (Panthera tigris).
Im Bereich Vögel kann man rund 560 Exemplare aus 60 Arten bewundern. Man trifft auf sie in der Fasanerie, am See, wo die Wasservögel sind, wie auch der großen Voliere mit den Raubvögeln. Darin leben und nisten erfolgreich ein Pärchen Steinadler (Aquila chrysaetos) und Gänsegeier (Gyps fulvus), wie auch Schmutzgeier (Neophron percnopterus) und Adlerbussarde (Buteo rufinus). In der Fasanerie des Zoologischen Gartens können verschiedene Fasanarten (Phasianus) bewundert werden, wie auch die verschiedensten dekorativen Haushühner (Gallus gallus), sowie den Blauen Pfau (Pavo cristatus), den Rosaflamingo (Phoenicopterus ruber roseus) und andere schöne Vogel. Im Zoo leben auch einige Nachtraubvögel, wie der Uhu (Bubo bubo), die Schleiereule (Tyto alba), der Kauz (Strix) und die Waldohreule (Asio otus). Besonders exotisch, bunt und lärmend sind die Papageien (Psittacidae). Unter ihnen sind seltene und bedrohte Arten, wie der Gelbbrustara (Ara ararauna). Hier trifft man genauso auch auf den Graupapagei (Psittacus erithacus erithacus), den Felsensittich (Cyanoliseus patagonus) und verschiedene andere
Sittiche (Psittacula), sowie auf Kakadus (Cacatua), den Nymphensittich (Nymphicus hollandicus) und die Plattschweifsittiche (Platycercus).
In einen getrennten Käfig wurde ein Pärchen der größten heute lebenden Vogelart untergebracht – der Afrikanische Strauß (Struthio camelus).
Unter den Wasservögeln können folgende gesehen werden: Rosapelikan (Pelecanus onocrotalus), Nilgans (Alopochen aegyptiacus), Mandarinente (Aix galericulata), Brautente (Aix sponsa), Schwanengans (Anser cygnoides), wie auch die Pekingente, die Haubenente, die Smaragdente und andere.
Das Terrarium des Sofioter Zoologischen Gartens beherbergt Kriechtiere, Lurche und Nagetiere. Zu sehen sind 12 Schlangenarten, 3 Froscharten, 3 Arten Warane und Eidechsen. Recht attraktiv ist die seltne Art der blauzüngigen Eidechse. Sehenswert ist auch die Sammlung an Königsschlangen. Nur eine davon ist giftig – das ist die Westafrikanische Blaunasen-Natter.
Das Aquarium seinerseits ist einer der besuchtesten Bereiche. Hier können mehr als 80 Fischarten bewundert werden. Besonderes Augenmerk verdienen die tropischen Fische aus den Gewässern Asiens, Afrikas und Südamerikas. Hier kann eine seltene Fischart gesehen werden, die eine Doppelatmung besitzt. Für die Kinder ist insbesondere der Falsche Clownfisch (Amphiprion ocellaris) ein Magnet, der in einem mit Meereswasser gefüllten Aquarium lebt, das einem Riff mit lebenden Korallen nachgebildet ist.
Zur Erleichterung der Besucher sind überall Informationsschilder angebracht, die eingehend Auskunft über die gezeigten Arten geben.
Der Zoologische Garten von Sofia befasst sich auch mit Naturschutz, indem er aktiv an nationalen und internationalen Programmen zur Vermehrung seltner und bedrohter Tierarten teilnimmt.

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