Archäologische mittelalterliche Anlage Perperikon – Stadt Kardzhali

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Perperikon befindet sich in den Ostrhodopen, 20 km nordöstlich von der Stadt Kardzhali entfernt. Die Felsenstadt erstreckt sich auf einem Felsgipfel in 470 m Höhe. Am Fuße des Felsens befindet sich das Dorf Gorna Krepost und daneben fließt der Perpereshka-Fluss. Das Flusstal hat komfortable Lebensbedingungen seit des frühen Altertums geschaffen. Daher ist es mit Dutzenden von archäologischen Stätten aus verschiedenen Epochen, dessen Mittelpunkt Perperikon ist, übersät.
Der mittelalterliche archäologische Komplex Perperikon ist eine der ältesten monumentalen Megalithanlagen, die gänzlich in den Felsen gehauen ist. Der Komplex ist einer der beliebtesten Urlaubsziele in Bulgarien.
Die religiöse Kultaktivität auf dem Felsen begann bereits im 5. Jahrtausend v. Chr. und steht in Verbindung mit dem Kult zum Sonnegott, noch aus der Kupfersteinzeit. Hier errichteten die Menschen das erste heilige Stätte und lagen Gefäße mit Lebensmitteln für die Götter bei. Diese Riten dauerten über die gesamte Bronzezeit (3.-2. Jahrtausend v. Chr.) an. Mit der Vervollkommnung der Metallwerkzeuge wurde es möglich, in den harten Felsen zu hauen. Genau zu der Zeit wurde der ovale Saal, in dessen Zentrum ein riesiger Altar steht, errichtet. Dort vollzogen die Priester die heiligen Riten mit Wein und Feuer. Ebendiese Riten waren charakteristisch für den Tempel von Dionysos, der lange in den Rhodopen gesucht wurde. Neuere archäologische Studien zeigen deutlich, dass er sich genau auf Perperikon befand. Der Legende nach waren zwei entscheidende Prophezeiungen von dem Altar des Tempels ausgegangen. Die erste schrieb große Eroberungen und Ruhm für Alexander von Makedonien zu und die zweite, die mehrere Jahrhunderte später gemacht wurde, sah Macht und Stärke für den ersten römischen Kaisers Gaius Julius Caesar Octavianus Augustus vor.
In den letzten Jahrtausenden der alten und in den ersten Jahrhunderten der neuen Ära, wuchsen die Felsenstrukturen zu einer Stadt mit Mauern, Palästen und Höhlen an. Wahrscheinlich befand sich dort die königliche Residenz des thrakischen Stammes der Besi. Anschließend brachten die Römer ihren Luxus und Raffinesse nach Perperikon, während die Goten es im Jahre 378 zerstörten und nieder brannten.
Anfang des 5. Jahrhunderts wurde die Felsenstadt zu einem Bischofssitz erhoben, nachdem in den Rhodopen das Christentum angenommen wurde. Im 7. – 14. Jh. erblüht Perperikon zu einem regionalen Zentrum. Viele Kriege wurden zwischen den Bulgaren und den Byzantinern um die Vormachtstellung geführt. Ende des 14. Jahrhunderts eroberten und zerstörten die osmanischen Türken die Festung, dessen Ruinen allmählich in Vergessenheit gerieten.
Der alte Ruhm von Perperikon lebt heute wieder auf. Die heilige Stadt ist vom archäologischen, historischen, landschaftlichen und multireligiösen Aspekt her einzigartig – ein Weltwunder. Viele der Funde, die bei Ausgrabungen in Perperikon gemacht wurden, können heute im Historischen Museum von Kardzhali besichtigt werden.
Man erreicht Perperikon über eine gut asphaltierten Strasse, wo sich auch ein Parkplatz befindet.

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