Bankya

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Die Stadt Bankya liegt 17 km westlich von Sofia, am Fuße des Lyulin-Gebirges, in einer durchschnittlichen Höhe von 700 m über dem Meeresspiegel. Die Stadt hat rund 9.500 Einwohner.
Das Klima in der Gegend ist gemäßigt kontinental, mit einer mittleren Januar-Temperatur von 2°C. Die durchschnittliche Juli-Temperatur liegt bei 19,6°C. Die Ruhe des Gebirges, die saubere Luft und das heilkräftige Wasser haben Bankya zu einem beliebten Erholungs- und Balneologie-Kurort werden lassen.
Bankya ist vor allem durch sein Mineralwasser berühmt, dessen Temperatur 36,5 – 37°C beträgt. Das hypothermale Wasser zeichnet sich durch eine geringe Mineralisation und Härte aus, ist klar, geruchsfrei, verfügt über sehr gute Geschmackseigenschaften und ist daher für den täglichen Konsum geeignet. Es wird sehr wirksam zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen als auch Erkrankungen des Nervensystems eingesetzt. Mit dem Mineralwasser ist auch der Name der Stadt verbunden, der „kleines Bad“ bedeutet.
Die Gegend um Bankya ist seit Jahrtausenden besiedelt. Archäologische Ausgrabungen im Stadtteil Verdikal brachten Überreste römischer Gebäude, Mauern, einer Kanalisation als auch Verzierungen aus Bronze ans Tageslicht.
Ab Mitte des XIX. Jahrhunderts bis zur Befreiung von der osmanischen Fremdherrschaft im Jahr 1878 war Bankya das Landgut (Tschiflik) des osmanischen Heerführers. Inmitten des Tschifliks sprudelte eine ergiebige Quelle, die ein kleines Becken im Bad des Beys speiste. Den Bulgaren war es nicht erlaubt, in diesen Wassern zu baden. Sie durften lediglich einmal im Jahr in den heilkräftigen Schlamm des nahe gelegenen Moores tauchen – und zwar am Festtag der Kirche „Heilige Märtyrer Kirik und Yulita“, der heute am 15. Juli begangenen wird. Daher stammt auch die Tradition der „Goreshtlyatsi“, des traditionellen Mineralwasserfests, das alljährlich vom 15. – 17. Juli in Bankya begangen wird.
Nach der Befreiung kauften die Bulgaren den Erben des Bey die Ländereien ab – Ende des XIX. Jahrhunderts öffnete hier das erste Hotel seine Tore. Kurz darauf wurden auch die Mineralwasserquellen in der Gegend gefasst. 1906 wurde das Gebäude der ersten öffentlichen Badeanstalt der Stadt namens „Malkata Banya“ (Kleines Bad) gebaut. 1910 wurde nach den Plänen des Münchner Architekten Carl Hocheder, einer der meist anerkannten europäischen Spezialisten für Bäderbauten, das „Große Bad“ fertiggestellt. Mit seiner Monumentalität und Funktionalität ist das Bad eines der bekanntesten Wahrzeichen von Bankya.
Auch sonst wartet Bankya mit sehr interessanten Sehenswürdigkeiten auf. Dazu zählen die Kirche „Heilige Kyrill und Method“, die 1932 erbaute Kirche „Märtyrer Kirik und Yulita“ als auch das Gotteshaus „“Hl. Georgi“ im Stadtteil Ivanyane, das auf den Ruinen eines Opfertempels aus der Römerzeit errichtet wurde. „Vsyah Vsvetih“ (Allerheiligen) im Stadtteil Vedikal ist das älteste christliche Gotteshaus im Raum Bankya. Man vermutet, dass dieses unmittelbar nach der Boyana-Kirche (X.-XI. Jahrhundert) entstanden ist.
Im ca. 7 km vom Stadtzentrum entfernt liegenden Dorf Klisura befindet sich das Kloster „Sveta Petka“ aus dem XIII. Jahrhundert, das heute von Nonnen bewohnt ist. Das Kloster bietet keine Übernachtungsmöglichkeiten, was aufgrund seiner unmittelbaren Nähe zur Stadt für Touristen kein Problem darstellt. Seinen Festtag begeht das Kloster am 14. Oktober.
Ein weiteres Kloster in der Umgebung von Bankya ist das Divotin-Kloster 5 km südwestlich der Stadt. Seine Geschichte ist unklar, jedoch soll es Legenden nach unter Zar Petar (927 – 969) erbaut worden sein.
Ein weiterer Anziehungspunkt in Bankya ist die „Vazov-Eiche“ – der einstige Lieblingsplatz des großen bulgarischen Schriftstellers Ivan Vazov (1850 – 1921).
Als populäre Touristendestination bietet Bankya seinen Gästen gute Erholungsmöglichkeiten. Im Kurort gibt es moderne Sanatorien, die mit moderner Diagnostik-Apparatur, Physiotherapie und Rehabilitation ausgestattet sind. Ein Teil von ihnen verfügt über Mineralwasserbecken, Sauna und Fitness-Säle. Die Patienten werden von hochqualifizierten Fachkräften versorgt.
Zudem wartet der Kurort mit modernen SPA-Zentren, Privathotels und Restaurants auf. Aufgrund der Nähe zur Hauptstadt Sofia kann man Bankya auch im Rahmen eines eintägigen Ausflugs erkunden.

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