Die Wunderbrücken

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Die Wunderbrücken sind ein Felsenphänomen, bekannt ebenso mit dem Namen Felsenbrücken. Es liegt im Karsttal des Flusses Erkyupriya in den Westrhodopen auf einer Meereshöhe von 1450 Metern, am Fuße des Gipfels Golyam Persenk (2091 m). Das Felsenphänomen befindet sich 80 km südlich von Plovdiv, 35 km nordwestlich von Chepelare und nur 5 km nordwestlich vom Dorf Zabardo entfernt. Die Brücken wurden mit einem Beschluss des Ministerrats No.4941 vom 18.07.1949 zur Natursehenswürdigkeit erklärt.
An den Wunderbrücken vorbei führt der Fußweg vom Dorf Orehovo zum Dorf Zabardo.
In der Vergangenheit stellten die Brücken eine Höhle dar, die sich unter der fließenden Zerstörung der Flusswässer bildete. Im Laufe der Zeit brachen Teile von ihr ab, welche langsam die majestätischen Marmorbrücken formten. Die große Brücke misst circa 15 m in ihren breiteren Teilen und ist fast 100 m lang. Sie besteht aus großen Bögen, wobei der größte eine Höhe von 45 m und eine Breite von 40 m beträgt. Die kleine Brücke befindet sich 200 m von der großen entlang der Strömung des Flusses entfernt: Sie ist begehbar, 60 m lang, mit einer Gesamthöhe von 50 m, wobei die Höhe des Bogens 30 m ist. Danach kommt eine ganz kleine Brücke, die eine bodenlose Höhle darstellt, in der die Gewässer des Flusses Erkyupriya verschwinden, um nach 3 Kilometern wieder auf ihrer Oberfläche zu erscheinen.
Eine Legende erzählt von der Entstehung der Wunderbrücken. Vor vielen Jahren im Flur des Dorfes Zabardo lebten viele Hirten. Ohne dass jemand wusste woher, erschien ein Drache, der ihre Herden zu verwüsten begann. Lange Jahre lang litten die Hirten unter den Überfällen des Drachen. Zum Schluss ließen sie sich einfallen, wie sie ihn überfallen sollten. Sie beluden einen Esel mit Zunder (einem trockenen Stoff von einem Holzpilz, der zum Anzünden von Herdfeuer diente), zündeten ihn an und schickten ihn gegen den Drachen.
Der Drache verschlang den Esel samt dem Zunder, der langsam, aber sicher entflammte. Der wahnsinnige Drache versuchte verzweifelt zu entkommen, zum Schluss fand er ein kleines Loch in der Erde. Sein riesengroßer Körper öffnete den Spalt. Jahre später, als die Haare des Drachen verwesten, blieben die riesengroßen Bogenbrücken zurück. Auf diese Art und Weise entstanden der Legende nach die Wunderbrücken.
Die beiden großen Brücken sind sicher erschlossen und für touristische Ziele geeignet. Das Begehen ist sowohl auf als auch unter ihnen erlaubt.
Die Jugendherbergen bieten Übernachtungsmöglichkeiten, die sich in unmittelbarer Nähe von den Objekten befinden.

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