Emen-Schlucht

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Die Emen-Schlucht ist eine malerische Landschaft entlang des Negovanka-Flusses, am Fuße des Balkanvorlandes, 20 km westlich von Veliko Tarnovo. Hier haben die fließenden Wasser im weichen Kalkstein zahlreiche Schwellen, Wasserfälle, Strudel und Nischen gebildet, die von bis zu 90 m hohen Senkrechtfelsen umgeben sind. Die Schlucht beginnt südlich des Dorfes Novo Selo und wird in einer Talverbreiterung unterbrochen, in der das Dorf Emen gelegen ist. Hier teilt sie sich auf natürliche Weise in die Untere- (Dolen Boaz) und Obere Schlucht (Goren Boaz). Aufgrund der einzigartigen Naturformationen und der herrlichen Natur wurde die Emen-Schlucht zur Natursehenswürdigkeit erklärt (Verordnung Nr. 880, 25.11.1980).
Entlang der Emen-Schlucht wurde der erste Ökowanderweg Bulgariens angelegt und nach dem Negovanka-Fluss benannt. Errichtet wurden Brücken, Treppen und andere Holzkonstruktionen, die den Zugang zur Schlucht erleichtern und für einen angenehmen Spaziergang sorgen. Der schönste Teil der Schlucht ist unbestritten der verborgen gelegene Wasserfall Momin Skok (Jungfrauen-Sprung). Er ist 10 m hoch und dreiseitig von Senkrechtfelsen umgeben. Zu seinen Füßen liegt ein herrlicher kleiner See. Seinen Namen verdankt der Wasserfall einer Legende von drei jungen Mädchen, die sich gemeinsam vom Felsen in die Tiefe stürzten, um den osmanischen Häschern zu entgehen. Wenn im Frühjahr die Wasser des Flusses anschwellen und sich die frische Natur von ihrer verführerischsten Seite zeigt, entfaltet die Emen-Schlucht ihre ganze Pracht. Die grünen Wiesen entlang des Wanderweges laden zu einem Picknick ein – der kleine See am Wasserfall zum Baden. 
Die Schlucht ist eine ausgeprägte Karstlandschaft – hier befindet sich die Emen-Höhle, die mit 3.113 m zu den längsten Höhlen Bulgariens zählt. Man hat herausgefunden, dass sie bereits im Neolithikum bewohnt war. Freigelegt wurden Funde aus der Bronzezeit, der frühen und späten Eisenzeit sowie aus der Antike. Zur Zeit des Sozialismus wurden in der Höhle Pilze gezüchtet, später ließ man hier Käse reifen, dann wurde sie in ein Militärobjekt- und zu guter Letzt in ein Restaurant umfunktioniert. Alle diese Vorhaben erwiesen sich als kurzlebig. Allerdings sind im Höhleninneren noch heute Spuren der Bebauung zu erkennen. Und – sie ist die einzige Höhle Bulgariens mit einem Fahrstuhlschacht. Die Emen-Höhle ist eines der unterirdischen Fledermaushabitate des Landes von nationaler und internationaler Bedeutung. Hier leben und vermehren sich etliche Arten, deren Zahl leider rückläufig ist. Örtliche Höhlenklubs haben ihre Kräfte vereint, um diesen wertvollen Naturreichtum zu bewahren. Das Betreten der Höhle ist unerwünscht. Neben der Emen-Höhle gibt es in der Region weitere 12 Höhlen.
Der Negovanska-Ökowanderweg beginnt im Dorf Emen. Auch eine Asphaltstraße führt zur Emen-Höhle – ab hier beginnt der interessanteste Abschnitt der Schlucht. Der gepflegte Ökowanderweg ist einen Ausflug wert.
Übernachtungsmöglichkeiten gibt es im Dorf Emen. 

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