Nonnenkloster „Sveti Nikola”, Dorf Arbanasi

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Das Nonnenkloster „Sveti Nikola“ liegt in einem kleinen Tal am südwestlichen Ende des Dorfes Arbanasi, 5 km von Veliko Tyrnovo entfernt. Das Kloster wurde im XIII. Jahrhundert gegründet. Als Tyrnovo 1939 unter osmanische Herrschaft geriet, wurde es zerstört. 1680 wurde das Kloster wieder aufgebaut. In dieser Zeit entstanden auch die jetzige Kirche und die Kapelle „Sveti Ilia“, deren Wandmalereien bis heute erhalten sind.
Im XIX. Jahrhundert wurde das Kloster in Arbanasi zum Nonnenkloster. Dessen erste Äbtissin war Teodora Hristova aus Tyrnovo. In den 60-er Jahren des XIX. Jahrhunderts lebten hier ca. 40 Nonnen. Und, obwohl es ein reines Frauenkloster war, wurde es oft von nationalen Befreiungskämpfern gegen die osmanische Herrschaft aufgesucht.
Während des Russisch-Türkischen Krieges (1877-1878) wurden die russischen Truppen im Dorf Arbanasi einquartiert und von den Nonnen des Klosters „Sveti Nikola Chudotvorets“ unterstützt. Als Zeichen des Dankes schenkte man dem Kloster eine Ikonostase aus Russland. Zahlreiche Ikonen sind ebenfalls Gaben russischer Soldaten.
Nach der Befreiung (1878) begann das Kloster zu verfallen und 1913 wurden alle Klostergebäude, mit Ausnahme der Kirche, durch ein Erdbeben zerstört.
Später wurden die Klostergebäude erneut wiederaufgebaut.
Auch heute ist das Kloster ein tätiges Nonnenkloster. Der Komplex umfasst eine Kirche, Wohngebäude und eine Kapelle.
In der Kirche „Sveti Nikola“ befindet sich die wundertätige Ikone der Mutter Gottes. Legenden nach sei sie vor allem bei Kinderwunsch hilfreich. Die Frauen, die Mütter werden wollen, führen obligatorisch folgendes Ritual aus – nach dem Gebet zur Mutter Gottes legen sie eine Münze auf die Ikone. Bleibt die Münze an der Ikone haften, wird die Mutter Gottes ihr Gebet erhören. Fällt die Münze herunter, bleibt ihr Kinderwunsch unerfüllt.
Seinen Feiertag begeht das heilige Kloster am 6. Dezember (Nikolaustag).
Im Kloster sind Informationsmaterialien und Souvenirs erhältlich. Zudem kann man hier übernachten.

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