Felsen von Belogradchik – Landschaftliche Sehenswürdigkeit

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Das einzigartige Naturphänomen die Felsen von Belogradchik ist eine Felsenanlage mit einer Länge von 30 km und einer Breite von 6-7 km. Die Anlage breitet sich von Westen nach Osten vom Gipfel Vedernik (Höhe 1124 km) um die Stadt Belogradchik bis zu den Dörfern Borovitsa und Belotintsi aus.
Die Felsen von Belogradchik wurden von der Natur in mehr als 200 Millionen Jahren geformt.
Der rötliche Ton stammt von dem hohen Anteil an Eisenoxid im Gestein.
Sie sind in ihrer Form und Größe abwechslungsreiche Felsenwerke, die sich bis zu 100 Meter in die Höhe ziehen.
Die erste Felsengruppe baut sich um die Stadt Belogradchik auf. Die Namen der berühmteren unter ihnen sind der Reiter, die Jungfrau, der Derwisch, Adam und Eva, die Pilze, der Löwe, die Mönche, der Bär, das Schloss und das Hirtlein.
Eine andere Gruppe befindet sich westlich der Stadt. Die bekanntesten unter ihnen sind „Zbegovete“ (die Hochburgen), „Erkyupriya“ und „Borich“. Diese Felsen erreicht man über einen extra eingezeichneten Weg, der auch für fahrbare Mittel benutzbar ist. Genauso wie man hier die riesigen eingeschnittenen Felsen betrachten kann, sieht man auch tiefe Abgründe. Hier befindet sich das interessanteste Steinzusammenspiel – „Bliznatsite“ (die Zwillinge), der Kleine und der Grosse „Zbek“, wo es befestigte Burgen gab. Die Felsen wurden als natürliche Verteidigung gegen die Byzantiner, die Bulgaren und die Osmanen während verschiedener Epochen verwendet. In der Vergangenheit wurden hier hunderte von Stufen ausgeschlagen, von denen sogar einige noch erhalten sind. An vielen Stellen kann man Überbleibsel von Gebäuden, Mauern, Teile von Ziegelsteinen und Fragmente aus Keramik entdecken.
Um den „Zbegovete“ und den „Boritch“ gibt es Felsen mit den wunderbarsten Formen, die riesigen Sphinxen, Affenköpfen, Mumien, Minaretten und kleinen Kuppeln von Moscheen, beflügelten Drachen und anderen ähneln.
Ungefähr in 4 km Entfernung von der Stadt befindet sich eine dritte Gruppe, die auch die Felsen um die Latinskoto Kale und die Lepenischkata Höhle umfasst.
Die vierte Gruppe breitet sich über die Dörfer Borovitsa und Falkovets aus. Hier findet man den berühmten „Borov Kamak“ (Kieferstein), „Pchelin Kamak“ (Bienestein), „Torlak“ und „Momina Skala“ (Jungfraufels).
Die letzte Felsengruppe liegt bei den Dörfern Gyurgich und Belotintsi.
In den Verschlingungen der Felsen von Belogradchik haben die antiken Römer eine Festung erbaut, die später auch von den Bulgaren und von den Osmanen benutzt wurde – die Festung von Belogradchik.
Heute ist die Festung unter den Touristen genauso bekannt wie die Felsen.
100 Meter von der Festung von Belogradchik entfernt befindet sich eine Sternwarte vom astronomischen Institut der bulgarischen Akademie für Wissenschaft. Die Sternwarte hat drei Teleskope, mit denen die Besucher den Nachthimmel beobachten können.
Eine andere landschaftliche Sehenswürdigkeit, die sich im Umkreis von 20 km von Belogradchik befindet, ist die Höhle Magurata, eine der größten und schönsten Höhlen Bulgariens.
In der Gegend der Felsen von Belogradchik ist das Verschmutzen und Beklettern der Felsen verboten.
Im Jahre 2007 wurden die Felsen von Belogradchik für die Wahl „Die neuen sieben Weltwunder“ vorgeschlagen und haben eine der vorderen Plätze belegt, obwohl sie es letztendlich doch nicht zum Finale geschafft haben.
Die Gegend um Belogradchik bestätigt sich immer mehr als attraktives Reiseziel für das Tourismus. Die Stadt Belogradchik wurde 2008 als hervorragendes Reiseziel -dank des Reichtums am thrakischen Erbe und der beeindruckender Landschaft – zum nationalen Gewinner unter Programm EDEN gewählt.

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