Geschütztes Gebiet „Poda“

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Das geschützte Gebiet „Poda“ befindet sich in vier Kilometern Entfernung von der Stadt Burgas, auf der linken Seite von der internationalen Verbindungsstraße Burgas – Istanbul. Das Gebiet wurde im Jahre 1989 als geschützt erklärt und wurde der Bulgarischen Vereinigung für Vogelschutz (BDSP) zur Bewirtschaftung und Leitung überstellt. Es ist das erste geschützte Territorium in Bulgarien, welches einer nicht- staatlichen Naturschutzorganisation übergeben wurde. Auch im Jahre 1989 wurde das geschützte Gebiet von BirdLife International zum ornithologisch wichtigen Ort erklärt, und im Jahre 1997 wurde auf dem Gebiet das Naturschutzzentrum „Poda“ errichtet. Im nächsten Jahr wurde „Poda“ auf der Internetseite Korine zum europäisch bedeutsamen Ort für seltene und gefährdete Vogelarten gewählt. Im Jahre 2003 wurde es in Abstimmung mit der Ramsar- Konvention zur Feuchtzone von internationalen Bedeutung erklärt und wegen besten Praktiken zum Schutz der Lebensformen in das Programm NABITAT der UNN aufgenommen.
Die Fläche des geschützten Bereiches beträgt 1qkm. Es ist im ornithologischen Sinne eines der reichsten Gebiete in Europa – es werden 265 Vogelarten beobachtet, unter denen zum Beispiel die einzige an der Schwarzmeerküste lebende gemischte Kolonie weiße Löffelenten (Platalea lercorodia), der braune Sichler (Plegadis falcinellus), der Nacht-, der Rot-, der Grau-, der Rallen- und der kleine weiße Reiher (Ardea) zu finden sind.
In dem geschützten Gebiet selber gibt es drei Haupttypen an Lebensformen – Lebensformen im Süßwasser, im Salzwasser und im gemischten Wasser (gemischt Salz- und Süßwasser).
Die nistenden Arten sind ungefähr 46, von denen die attraktivsten die Fluss-Seeschwalbe (Sterna hirundo), die großen Kormorane (Phalacrocorax carbo), verschiedene Arten Wildenten (Aythya) und Enten (Anatidae), Rohrweihe (Circus aeriginosus) und andere sind.
In den Wintermonaten im Zufluss Foros zum geschützten Gebiet „Poda“ kann man den kleinen Kormoran (Phalacrocorax pygmeus), den Krauskopfpelikan (pelecanus crispus), den Pfeifschwan (Cygnus bewickii) und andere Arten beobachten.
Über „Poda“ führt der zweitgrößte Migrationsweg der Vögel in Europa – Via Pontica, so rasten hier jedes Jahr der weiße Storch (Ciconia ciconia), der rosane Pelikan (Pelecanus onocrotalus) und tausende andere fleischfressende, schwimmende und sich tränkende Vogelarten.
Jedes Jahr führt das Naturschutzzentrum „Poda“ Forschungen über migrierende Vögel durch, und die besten Monate zur Beobachtung sind März, April, August und September.
In dem geschützten Gebiet „Poda“ trifft man außer Vögel auch das größte Vorkommen der Fleckennatter (Elaphe sauromates) – die größte Schlange des Landes, der Etruskerspitzmaus (Suncus etruscus) – das kleinste Säugetier in Europa, der Biberratte (Myocastor coypus) und dem Fischotter (Lutra lutra).
Das geschützte Gebiet „Poda“ ist ganzjährlich für Besucher geöffnet. Es führen einige gekennzeichnete Wege durch das Gebiet, auf denen man die gefiederten Bewohner beobachten kann, ohne sie zu stören. Es gibt einen funktionsfähigen überdachten Unterstand, der das beobachten der Vögel unabhängig von den meteorologischen Bedingungen zulässt.
Besuche im Naturschutzzentrum „Poda“ werden nach voriger Anmeldung angeboten.
Das Naturschutzzentrum „Poda“ ist ganzjährlich geöffnet, so stehen den Besuchern zur Verfügung: Ständige Ausstellungen, die die biologische Vielfalt des Gebietes und der Region vorstellen; eine spezialisierte optische Anlage – professionelle Fernrohre und Fernglas; Experten – Ornithologen, mit thematischen Vorträgen auf bulgarischer, englischer, deutscher und russischer Sprache; Terrassen auf zwei Etagen, auf denen man den ornithologischen Reichtum der anliegenden geschützten Zone beobachten kann; kostenlose Faltblätter über das geschützte Gebiet „Poda“ auf 6 verschiedenen Sprachen; interaktives Lehrmaterial im Freien – „Vogeluhr“, „Der Weg der Sinne“, „Aromaschachteln“, „Ausstellungen über Nestler“, „ Kläranlage“ und andere; ein spezialisierter Wanderweg in dem geschützten Gebiet „Poda“, der mit einem überdachten Unterstand zum Beobachten der Vögel ausgestattet ist; eine reichhaltige ornithologische Bibliothek und ein Ausstellungsraum mit wechselnden thematischen Ausstellungen.

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