Russe

Share on facebook

Die Stadt Russe liegt am höchsten rechten Donauufer, 320 km von Sofia, 200 km von Varna und circa 300 km von Plovdiv entfernt. Die Bevölkerung der Stadt zählt circa 180.000 Einwohner. Das ist eine der größten Städte des Landes sowie ein wichtiges Kultur-, Handels- und Industriezentrum.
Die Nähe zu der Donau spielt bereits vom Altertum an bis heutzutage eine große Rolle für die Entwicklung der Stadt. Hier wurde im І Jh.n.Chr. das römische Kriegsfestungslager mit dem Namen Sxaginta Pristis errichtet: „Der Hafen der 60 Schiffe”. Seit dem ХVІ. Jahrhundert war die Stadt unter ihrem osmanischen Namen Rustchuk bekannt. Während der Osmanischen Herrschaft stellte Russe eine der wichtigsten Städte des Osmanischen Reichs dar, was ihre wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung beeinflusste. Russe gilt als Pionier in vielerlei Hinsicht – hier wurde der erste Eisenbahnhof in Bulgarien errichtet, eine moderne Druckerei erfunden, eine Zeitung gegründet und in der Stadt sitzen viele Konsulate.
Nach 1878 war Russe die größte Stadt des Fürstentums Bulgarien, seine Wirtschaft entwickelte sich sehr schnell, was sich auf die gesamte Stadtgestalt auswirkte. Die Verbindung, in der die Stadt mittels der Donau mit Europa stand, begünstigte ihre Entwicklung. Wegen seiner schönen Architektur und Innengestaltung der Gebäude, entworfen von italienischen, österreichischen, deutschen und bulgarischen Architekten, wird Russe als „ das kleine Wien” bezeichnet.
Eines der Stadtsymbole ist das Gebäude Dohodno zdanie – ein schönes öffentliches Gebäude im Stadtzentrum. Es wurde im Zeitraum 1901-1902 gebaut und ist durch seine prächtige Fassade und die sieben Dachfiguren sehr beeindruckend. Sie verkörpern die Kunst, die Wissenschaft, die Landwirtschaft, die Handwerke, den Handel, die Verteidigung und den freien Geist. Ganz oben steht das Symbol des Handels: Merkur.
Ein weiteres Muss für Besucher ist das Regionale Historische Museum. Dort werden über 130.000 Kulturdenkmäler aufbewahrt, unter denen sich auch der thrakische Schatz von Borovo befindet – ein Tafelgeschirr aus fünf silbernen rituellen Gefäßen, die auf das IV. Jh. v.Chr. zurückgehen.
Eine interessante Sehenswürdigkeit ist ebenfalls das Museum der Stadtlebensweise, genannt noch „Das Haus von Kaliope“. Seine Ausstellung gibt die Inneneinrichtung eines reichen Hauses in Russe vom Ende des XIX. und Anfang des ХХ. Jhs. wieder, während die schönen Wandmalereien im zweiten Stock ein Werk des österreichischen Malers Charl Schaussberg sind.
In der Nähe vom Museum der Stadtlebensweise befindet sich das Hausmuseum „Zahari Stoyanov”. Dort sind zwei Expositionen ausgestellt – die eine ist dem Revolutionären und Schriftsteller Zahari Stoyanov (1850 – 1889) gewidmet, während die andere die Geschichte der Familie Obretenov aus Russe sowie ihre Tätigkeit im Rahmen der Nationalbewegung für Befreiung von der Osmanischen Herrschaft nachzeichnet.
Die sterbliche Hülle sowohl von Zahari Stoyanov, als auch von einer Reihe von großen Bulgaren, wird im Pantheon der Persönlichkeiten aus der Epoche der bulgarischen Wiedergeburt in Russe aufbewahrt. In der Beinhauskirche wird über 450 Persönlichkeiten aus der Epoche der bulgarischen Wiedergeburt die Ehre gebührt.
Eine der interessantesten Sehenswürdigkeiten von der Stadt Russe sind die Ruinen der Festung Sexaginta Prista. Sie befinden sich im nordwestlichen Teil der Stadt, auf einer kleinen Erhebung neben dem Donauufer. Die Freilichtsexposition zeigt die Maßstäbe der Festung, während ein Teil der Funde im Historischen Museum von Russe besichtigt werden kann, wo sie in einem gesonderten Saal ausgestellt sind.
In Russe befindet sich das einzige in Bulgarien Nationale Transportmuseum, das im Gebäude des ersten Eisenbahnhofes in Bulgarien beherbergt wird. Zu den interessanten Exponaten des Museums gehören die Wagen der Zaren Ferdinand (1887 – 1918) und Boris des ІІІ. (1818 – 1943), sowie der Salonwagen des Sultans Abdul Azis (1830 – 1876). Im Gebäude des Museums befinden sich drei Säle, die von der Geschichte des Eisenbahnverkehrs und der Schifffahrt in Bulgarien erzählen.
In der Umgebung der Stadt Russe befinden sich ebenso interessante und schöne Sehenswürdigkeiten, 20 km südwestlich von der Stadt, auf der Fläche von 3408 ha, liegt der schöne Naturpark „Russenski Lom”. Der Park bietet vielfältige Möglichkeiten für ökologischen und alternativen Tourismus an, und in seinem Grenzbereich befinden sich einige bedeutende historische und kulturelle Denkmäler. Dazu gehören die Ruinen der mittelalterlichen Stadt Cherven – eines der größten Kriegs-, Wirtschafts- und Kulturzentren des Zweiten bulgarischen Reichs (1185 – 1393). Hier befinden sich ebenso die Felsenkirchen von Ivanovo – ein Objekt, aufgenommen in die Liste des Weltkulturerbes von UNESCO. Ein weiterer religiöser Mittelpunkt in der Nähe von Russe ist das Kloster „Sveti Dimitar Basarbovski“- das einzige funktionierende Felsenkloster in Bulgarien.
Auch heute ist der Fluss Donau ein Hauptfaktor für die Entwicklung nicht nur von Russe, sondern auch von ganz Bulgarien. „Die Donaubrücke” bei Russe hat eine strategische Bedeutung, weil das Durchfahren des Flusses mit Auto- und Bahnverkehrsmitteln im östlichen Teil der Balkanhalbinsel ausschließlich über sie ermöglicht wird. Einige Kreuzfahrtgesellschaften bieten Donaurundfahrten, die teilweise in ihren Programmen Fahrten durch das bulgarische Gebiet einschließen.
Die Stadt ist ebenfalls Gastgeber von zahlreichen kulturellen Ereignissen wie dem Karneval von Russe, den Musiktagen im März, den Herbsttagen der Kunst und der Wissenschaft u. a.
Alljährlich findet in Russe eine touristische Messe “Wochenende Tourismus” statt. Im Rahmen der Messe, als Teil ihres Programms, wird ebenso das Festival der touristischen Unterhaltung und Animationen durchgeführt.
Russe bietet verschiedene Kategorien von Unterkunftsmöglichkeiten, Gaststätten und Unterhaltungslokalen an. Mehr Informationen über die Sehenswürdigkeiten in der Stadt und die Unterkunftsmöglichkeiten können im touristischen Informationszentrum erhalten werden, das sich am zentralen Platz befindet.

Virtuelle Karte

Multimedia

Multimedia-Broschüren