Karstquelle Zlatna Panega, Dorf Zlatna Panega

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Die Quelle Glava Panega befindet sich unweit des Dörfchens Zlatna Panega in der Gemeinde Yablanitsa. Die Temperatur des Quellwassers variiert zwischen 8,4 und 15,4°C. Hier nimmt der Zlatna-Panega-Fluss seinen Anfang. Die Quelle besteht aus zwei ovalen Wasserbecken – dem östlichen (größeren) und dem westlichen (kleineren) Becken. Dazwischen verläuft die Straße in Richtung Dorf Brestnitsa. Am kleinen See befinden sich zwei Höhlen – Dolna Dupka und Gorna Dupka (Großes Loch, Kleines Loch). Man vermutet, dass das Wasser in der Vergangenheit aus einer der beiden Höhlen sprudelte, sich die Quelle infolge von Karstprozessen jedoch später an den heutigen Standort verlagert hat. Hydrogeologische Untersuchungen belegen, dass die Quelle offensichtlich aus den Wassern des Vit-Flusses gespeist wird. Die Quelle selbst ist tiefer gelegen als der See und blieb lange Zeit unentdeckt. Im Umkreis der großen Quelle befinden sich zudem einige kleinere Quellen mit wärmerem Wasser – ca. 20°C.
Bemerkenswert ist die Farbe des Wassers in beiden Seen – das gelöste Kalziumkarbonat verleiht ihnen ein sanftes Blaugrün. Und so nennen die Einheimische die Quelle „Siniloto“ (die bläulich Schimmernde).
Seit dem frühen Altertum zieht die Gegend um Glava Panega die Menschen an. Zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts brachten archäologische Ausgrabungen ans Tageslicht, dass es hier bereits ein römisches Heiligtum gab. Auf dem Feld nahe der Quelle wurde eine Opferplatte gefunden, auf der der Gott der Heilkunst Äskulap gemeinsam mit seiner Tochter Hygia und seinem Sohn Gott Telesphor abgebildet ist. Die Menschen glaubten an die Heilkraft der Glava-Panega-Wasser als auch daran, dass Gott Äskulap im See lebe und den im Gewässer badenden oder seine Wasser trinkenden Kranken helfe. Die Heilquelle in Harmonie mit der schönen Natur und dem milden Klima machte die Gegend zu einem geeigneten Ort für den Bau eines Heiligtums und einer Heilstätte.
Menschen aus verschiedenen Regionen kamen in der Hoffnung hierher, sich ihrer Krankheiten zu entledigen. Zu Ehren Äskulaps warfen die dankbaren Pilger Münzen in das Quellwasser. Dieser Brauch ist bis heute erhalten. Auch glaubt man noch heute an die heilende Wirkung des heiligen Quellwassers.
Die Quelle hat Natursehenswürdigkeitsstatus (Beschluss Nr. 3384 vom 08.12.1996).

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