Mezeker Gruft – Dorf Mezek.

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Die thrakische kuppelförmige Grabstätte Mezek (aus dem ІV.-ІІІ. Jahrhundert v. Chr.) befindet sich in der Umgebung des Dorfes Mezek, Gemeinde Svilengrad, in dem Hügel Meltepe. Das Dorf liegt 13 km südwestlich von Svilengrad.
In der Aufschüttung hat ein Bauer im Jahre 1908 eine Bronzeskulptur von einem Wildschwein mit realen Ausmaßen und einem Gewicht von 177 kg gefunden.
Das Fundstück befindet sich heute in dem archäologischen Museum in Istanbul in der Türkei. Zu dieser Zeit (1908) gehörte die Region noch zum Grenzgebiet der Türkei. In dem Museum von Haskovo befindet sich eine Gipskopie von dem Originalfund.
Die Grabstätte wurde von Anwohnern zufällig im Jahre 1931 entdeckt. Sie ist die größte und eine der interessantesten und beeindruckendsten kuppelförmige Gruft vom mykenischen Typ in Thrakien. Die Ursprungsform ist bis heute komplett erhalten geblieben. Die Forschungen leitete Professor Bogdan Filkov – ein großartiger bulgarischer Archäologe und Politiker, Ministerpräsident von Bulgarien in zwei Legislaturperioden von 1940 bis 1943.
Im 67. Amtsblatt von 1968 wurde die Grabstätte zum Architekturdenkmal erklärt.
Mit beeindruckender Hügelmasse bedeckt erreicht die Gruft eine Höhe von 14-15 Metern und hat einen Grunddurchmesser von 90 Metern. Sie wurde aus gemeißelten Steinen errichtet, die teilweise mit Metallklammern verbunden wurden.
Zur Grabstätte gelangt man durch einen mehr als 20 Meter langen Tunnel (Dromos). Es folgen zwei rechtwinklige Vorräume, und dann – eine runde Grabkammer mit einer korbförmigen Kuppel. Die gesamte Anlage ist ungefähr 31 Meter lang.
In der Grabstätte wurden viele Gegenstände aus Gold, Bronze, Metall, Glas und Keramik gefunden, die heute in Museen in Sofia und in Haskovo ausgestellt werden. Darunter befanden sich Schmuck, Ohrringe, Rüstung aus Eisen, silberne, bronzene und Tongefäße und ein 134 cm großer und mit einer tanzenden Satyrstatue geschmückter bronzener Kandelaber (großer dreibeiniger Kerzenständer mit Lampen).
Man geht davon aus, dass die Grabstätte als Kultstätte benutzt wurde – ein Platz, wo der Kult zum göttlichen Verstorbenen durch bestimmte religiöse Rituale ausgelebt wird. Sie wurde mehrmals genutzt und sehr wahrscheinlich auch als Familiengrab von thrakischen Aristokraten. Es wurden Spuren von 6 Beerdigungen gefunden. In der Vorhalle befand sich eine beerdigte Frau.
Die Grabstätte alleine ist eine großartige architektonische Leistung.
Für begleitete Besuche muss man sich mit dem Informationszentrum in Mezek in Verbindung setzen. Bei Voranmeldung bietet das Zentrum Besuche der thrakischen Kuppelgrabstätte bei Mezek und der mittelalterlichen byzantinischen Burg bei Mezek an.
Unter dem Gipfel des Sheynovets (704 Meter über dem Meeresspiegel) befindet sich eine weitere thrakische Kuppelgrabstätte. Die Vorhalle ist allerdings kleiner und fast zerstört. Der Kuppelraum ist noch erhalten geblieben, der Bodenbelag jedoch wurde bereits völlig von Schatzgräbern zerstört.

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