Dryanovski-Kloster „Heiliger Erzengel Michael“

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Seit Jahrhunderten gehört das Kloster „Hl. Erzengel Michael“ zu den Zentren für Entwicklung des bulgarischen Christentums und der Kultur und zieht heute noch Pilger und Touristen an. Das Kloster befindet sich etwa 6 km von der Stadt Dryanovo entfernt, auf dem Weg nach Gabrovo.
Das Dryanovski-Kloster wurde im 12. Jh. zur Zeit von Zar Kaloyan (1168-1207) gegründet. Das erste Kloster wurde 2 km vom heutigen Standpunkt erbaut. Im Jahr 1393 brannten es die osmanischen Türken bis zur Grundmauer nieder, im 16. Jh. stellten die Einheimischen das Kloster auf dem anderen Ufer des Flusses wieder her, jedoch wurde es auch dieses Mal zerstört.
An seinem jetzigen Standort existiert das Kloster „Hl. Erzengel Michael“ seit dem späten 17. Jh. Im Kloster befand sich eine riesige Bibliothek, die es zu einem der größten literarischen Zentren zur Zeit der Nationalen Wiedergeburt machte. Die Briganten (bulg.: kardzhaliy /kърджалии/: Banditen, die gewöhnlich in Gruppen im Osmanischen Imperium tätig waren) stecken das Kloster zum dritten Mal in Brand, jedoch wird es erneut wiederhergestellt.
Im 19. Jh. beginnt die Renovierung des Klosters und neue Wohngebäude wurden errichtet; eine neue Kirche wird im Jahr 1845 gebaut. Das Kloster „Hl. Erzengel Michael“ ist eins der Zentren, wo der April Aufstand (1876) für die Befreiung von der osmanischen Herrschaft vorbereitet wurde. Bei der Niederschlagung des Aufstandes wurde das Kloster erneut zerstört. Kurzer Zeit später wurde es teilweise restauriert und am 3. April 1877 wurde die Hauptkirche feierlich erleuchtet.
Im Dryanovski-Kloster befindet sich die Ausstellung „Archäologie und Wiedergeburt“. Die in der Umgebung des Klosters entdeckten Funde sind hier ausgestellt und erzählen über die Entwicklung der Region und des Klosters. Ausgestellt sind Gebrauchsgegenstände, Werkzeuge, Münzen, Keramik, u.a. aus der Stein- und Kupferzeit (4000-3000 v. Chr.) Eine besondere Stellung in der Ausstellung nimmt die Geschichtsschreibung um den April-Aufstand ein. Unter den Exponaten sind die persönlichen Sachen der Aufständischen, Photographien, Waffen, Kleidungen, u.a. Im Museum können Informationsmaterial und Souvenirs erworben werden.
In der Klosteranlage ist ein Ort der Ruhe und ein Spielplatz errichtet worden. Vor dem Klostereingang, auf dem Parkplatz sind Stände aufgestellt, wo Souvenirs verkauft werden. In der Nähe des Kloster befindet sich ein Mausoleum mit Kapelle und Beinhaus. Das Mausoleum wurde in Gedenken der gefallenen Wiederstandskämpfer errichtet und im Beinhaus werden ihre Gebeine aufbewahrt.
Ein Teil des Klosters „Hl. Erzengel Michael“ funktioniert als Hotel.
Das Dryanovski-Kloster wurde zum nationalen Kulturdenkmal durch ein Dekret des Ministerrates von 1971 erklärt und gehört zu den 100 nationalen touristischen Objekte.
Das Kirchenfest des Klosters wird am 8. November, am Tag des Erzengels, gefeiert.
In seiner Nähe, etwa 300 m vom Kloster entfernt, befindet sich die Höhle „Bacho Kiro“.
Die Gegend um das Dryanovo Kloster und die Bacho-Kiro-Höhle ist Ausgangspunkt für Wanderrouten zu den Dörfern Bozhentsi, Gesha, Ritlya, u.a.
Vom Kloster geht ein Wanderweg ab, entlang des Ufers des Andaka-Flusses und an der Bacho-Kiro-Höhle vorbei. 2003 wurde um das Kloster ein weiterer Wanderweg, die Via Ferrata, errichtet. Die Route beginnt am Kloster, vorbei an den Bahngleisen und führt weiter in südlicher Richtung entlang des Dryanovska-Flusses zum Wasserfall Sini Vir. Der Wanderweg ist blau gekennzeichnet und mit Hinweisschildern ausgestattet. Eine steinerne Treppe führt auf den Felsenrand des Dryanovska-Flusses hinauf. Die Strecke bietet einen herrlichen Ausblick in die Schluchten der Flüsse Dryanovska und Andaka. Der Wanderweg verläuft auf der Hochebene „Strinava“ weiter, wo die Ruinen der Festung „Gradat“ (Die Stadt) stehen. Die Route geht zurück zur Ortschaft „Manastirsko loze“ (Klosterwein).
Der touristischer Verein „Bacho Kiro“ stellt einen Führer für die Route und den touristischen Wanderungen gegen Entgelt zur Verfügung.

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