Preobrazhenski-Kloster „Preobrazhenie Gospodne” – Veliko Tarnovo

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Das Preobrazhenski-Kloster (Verklärung Christi) befindet sich 7 km nördlich der Stadt Veliko Tarnovo, am Fuße der unzugänglichen Felsen über dem linken Yantra-Ufer, unweit des Dorfes Samovodene. Es liegt unterhalb der Höhlen des Felskranzes Biskalskia Venets des Beliakovo-Plateaus.
Das Preobrazhenski-Kloster ist das größte Kloster im Raum Veliko Tarnovo. Man nimmt an, dass es um 1360 (Zweites Bulgarisches Reich) von der Zarin Theodora-Sarah und ihrem Sohn Ivan Shishman (XIV. Jahrhundert) gegründet wurde. Daher wird es auch Sarin- oder Shishman-Kloster genannt. Im XIV. Jahrhundert spielte das Kloster eine wichtige Rolle im geistigen Leben der bulgarischen Reichshauptstadt.
1952 brachten Nachforschungen ans Tageslicht, dass es im Mittelalter 400-500 m südlich der heutigen Klosterbauten gelegen war. Gefunden wurden Fragmente von Wandmalereien im Stil der Malerschule von Tarnovo sowie aus Tarnovo stammende Tafelkeramik.
Der ursprüngliche Standort des Klosters verwahrloste nach dessen Zerstörung während der Eroberung Tarnovos durch die Osmanen Ende des XIV. Jahrhunderts.
Während der osmanischen Fremdherrschaft wurde das Kloster einige Male von plündernden Banden namens Kardshalii niedergebrannt und in der Folgezeit seinem Schicksal überlassen.
1825 begann Pater Zotik, ein bekannter patriotischer Mönch, mit der Genehmigung von Sultan Mahmud das Kloster am heutigen Standort wieder aufzubauen. Die nacheinander errichteten Klostergebäude bilden einen rechteckigen Innenhof, der mit Pflasterstein ausgelegt ist.
Der 1834 von Baumeister Dimitar Sofialiata begonnene Bau der Hauptkirche „Preobrazhenie Gospodne“ wurde von Kolyu Ficheto, einem der berühmtesten Baumeister des XIX. Jahrhunderts, fertiggestellt. 1837 beendet er den Südostflügel mit einem kleinen Gästezimmer und gestaltet den Haupteingang und die Säule.
1849-1851 verziert der berühmte bulgarische Künstler Zahariy Zograf aus Samokow die Innen- und Außenwände mit Fresken.
1861 baut Kolyu Ficheto den Glockenturm mit der Uhr. Zwei Jahre später errichtet er über der 1834 von Dimitar Sofialiata erbauten unterirdischen Kapelle die kleine Kirche „Blagoweshtenie“ (Mariä Verkündigung).
Während des Russisch-Türkischen Befreiungskrieges (1877-1878) funktioniert das Kloster als Krankenhaus. Nach der Befreiung von der türkischen Fremdherrschaft (1878) schenken russische Soldaten dem Kloster die Glocken sowie die Leuchter und Gebetbücher für die Kirche.
Gegenwärtig ist das funktionierende Kloster für Besucher geöffnet.
Seinen Festtag begeht es am 6. August.
Im Kloster werden Informationsmaterialen und Souvenirs verkauft. Übernachtungsmöglichkeiten sind nicht vorhanden.

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